Regierungsrats-Wahlkampf

SP-Egli hat dreimal soviel Geld wie Grünen-Guyer – und wo sich die beiden sonst noch unterscheiden

Sie kämpfen um den Sitz von Urs Hofmann: Christiane Guyer (Grüne) und Dieter Egli (SP) im TV-Duell

Sie kämpfen um den Sitz von Urs Hofmann: Christiane Guyer (Grüne) und Dieter Egli (SP) im TV-Duell

Bei der Regierungsratswahl vom 18. Oktober hoffen Christiane Guyer (Grüne) und Dieter Egli (SP) auf den Sitz von Urs Hofmann. Im TV-Duell bei «TalkTäglich» verraten die zwei Kandidierenden unter anderem ihr Wahlkampfbudget.

Die Grüne Christiane Guyer und der Sozialdemokrat Dieter Egli wollen beide in den Regierungsrat. Um für Links-Grün wieder zwei Sitze in der Regierung zu holen, sind sie gemeinsam in den Wahlkampf gestiegen. Das war zumindest die Ankündigung der beiden und ihrer Parteien.

Sichtbar sei diese Zusammenarbeit bisher aber nicht, stellt Moderator Rolf Cavalli in der aktuellen «TalkTäglich»- Sendung von Tele M1 fest. Er diskutiert mit den Kandidierenden über Wahlchancen, Klimajugend und Frauenfragen.

Egli hat 150'000 Franken zur Verfügung

Guyer und Egli widersprechen dem AZ-Chefredaktor beide. Natürlich würden sie zusammen Wahlkampf machen, erst am Samstag seien sie gemeinsam an einer Standaktion aktiv gewesen. Das ändere aber auch nichts daran, dass Dieter Egli auf Plakaten im ganzen Kanton sehr viel präsenter sei als seine grüne Kollegin, merkt Cavalli an.

Das hat offenbar einen einfachen Grund: «Wir haben ein anderes Wahlkampfbudget als Dieter Egli», gibt die Zofingerin Christiane Guyer zu bedenken. 50'000 Franken stehen ihr für Plakate, Flyer und Aktionen zur Verfügung. Auf Nachfrage von Rolf Cavalli verriet auch Egli seinen Wahlkampf-Topf.

Und der ist mit 150'000 Franken tatsächlich ganze dreimal grösser als jener der Kandidatin der Grünen. Für Guyer ist das aber kein Grund zur Beunruhigung, die Grünen seien sich gewohnt, mit wenigen Mitteln einen Wahl- oder Abstimmungskampf zu machen, und wüssten, wie sie diese effizient einsetzen müssen, sagt sie. Ein Erfolgsgarant sei ein grosses Budget nicht.

Christiane Guyer will bis zum Schluss kämpfen

Insgesamt sind sich die beiden einig: Es brauche eine Frau im Regierungsrat, weshalb Guyer, die einzige Kandidatin mit reellen Wahlchancen, zu unterstützen sei. Sie gibt sich denn auch kämpferisch. Auf die Frage, was sie machen würde, sollte es zu einem zweiten Wahlgang für nur einen Sitz kommen, mit Egli als zweitem Kandidaten, sagt sie klar, sie würde sich nicht zurückziehen. Dieter Egli hingegen würde in diesem Fall noch einmal über die Bücher gehen.

Die ganze «TalkTäglich»-Sendung mit Christiane Guyer und Dieter Egli können Sie hier nachschauen: 

Regierungsratswahlen: Bleibt Aargauer Regierung männlich?

  

Meistgesehen

Artboard 1