Angriff

SP Migranten fordern den Rücktritt von Glarner aus der Kommission

Grund für die Forderung sind Glarners Aussagen am Rand der Klimademonstration in Bern.

Grund für die Forderung sind Glarners Aussagen am Rand der Klimademonstration in Bern.

Nach dem Eklat am Rand der Klimademo in Bern wird der SVP-Nationalrat im Aargau von links heftig kritisiert. Die SP Migrantinnen und Migranten im Aargau fordern seinen Rücktritt als Präsident der Staatspolitischen Kommission.

Andreas Glarner (57, Oberwil-Lieli) präsidiert nicht nur die SVP Aargau, sondern auch die Staatspolitische Kommission des Nationalrats. Geht es nach den SP Migrantinnen und Migranten Aargau, soll der umstrittene Politiker von diesem Amt zurücktreten.

Auslöser für die Forderung ist der Eklat am Rand der Klimademonstration in Bern letzte Woche. Glarner bezeichnete die Basler Grünen-Nationalrätin Sibel Arslan als «Arschlan» und sagte ausserdem: «Hier herrscht Recht und Ordnung, das gab es in deinem Staat nicht!» Die heute 40-jährige Arslan kam 1991 als türkische Kurdin in die Schweiz und wurde 2004 eingebürgert.

Er hetze seit Jahren gegen Minderheiten

Glarner erklärte später, das Wort «Arschlan» sei ein Versprecher gewesen und er habe sich bei der Nationalrätin entschuldigt. Für die SP Migrantinnen und Migranten im Aargau reicht dies nicht, sie fordern seinen Rücktritt als Präsident der Staatspolitischen Kommission. In einer Mitteilung schreiben sei: «Die radikalen, menschenfeindlichen Aussagen von Glarner sind mit der Würde und dem Ansehen dieses Amtes nicht vereinbar.» Seit Jahren hetze Glarner gegen Minderheiten: «Ausländerinnen und Ausländer, Muslime, Asylsuchende, Sozialhilfebeziehende oder Andersdenkende, sei es die Linke oder nun die Klimajugend», kritisieren die SP Migranten.

So habe Glarner in der Vergangenheit private Daten einer Lehrperson veröffentlicht, oder Lehrlinge, die ihre Lehre erfolgreich absolvierten, öffentlich an den Pranger gestellt. Der letzte Akt in der Reihe seiner Provokationen war laut Mitteilung der SP Migranten «die Publikation von Vornamen von Kindergartenkindern, um zu zeigen, dass es in der Schweiz vermeintlich zu viele Ausländer habe». (fh)

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