US-Fahrdienst
Taxi-Chef aus Baden freut sich: «Wir werden vom Uber-Rückzug profitieren»

Uber Pop ist auch im Kanton Aargau nicht mehr verfügbar. Die Badener Taxis sind darüber hocherfreut.

Nicola Imfeld
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Roland Wunderli, Geschäftsführer Badener Taxi AG: «Wir werden vom Uber-Rückzug profitieren. Gerade in der Nacht wird jetzt wieder mehr los sein.»

Roland Wunderli, Geschäftsführer Badener Taxi AG: «Wir werden vom Uber-Rückzug profitieren. Gerade in der Nacht wird jetzt wieder mehr los sein.»

Sandra Ardizzone

Die US-Firma Uber hat am Mittwoch bekannt geben, seinen umstrittenen Service Uber Pop in der Stadt Zürich einzustellen. Mit der Billigvariante war der Fahrdienst seit diesem Jahr auch vermehrt in der Region Baden und im Freiamt unterwegs (az berichtete).

Damit ist seit gestern wieder Schluss. Ein Sprecher von Uber Schweiz bestätigte gegenüber der az, dass der Service auch im Ostaargau nicht mehr verfügbar ist. Somit können Uber-Fahrzeuge im Aargau nur noch über die Dienste Uber Black und Uber X bestellt werden.

Taxibranche freuts - den Kunden wohl weniger

Für Uber Pop waren hauptsächlich nicht lizenzierte Lenker unterwegs, die sich mit gelegentlichen Fahrten etwas dazuverdienen wollten. Der Zürcher Regierungsrat hatte dieses Treiben Mitte Juni für illegal erklärt. Wohl deshalb hat das US-Unternehmen in Zürich und im Aargau die Reissleine gezogen.

Für Roland Wunderli, Chef der Badener Taxi AG, sind das gute Nachrichten zum richtigen Zeitpunkt. In sechs Tagen beginnt mit der Badenfahrt ein Mega-Event, wovon die regionale Taxibranche nun noch mehr profitieren dürfte. Auch Wunderli rechnet mit einem Aufschwung: «Wir werden vom Uber-Rückzug profitieren. Gerade in der Nacht wird jetzt wieder mehr los sein.» Als Vorstand von Taxi Suisse habe er für einen Rückzug von Uber Pop aus dem Aargau geweibelt.

Die Taxibranche freuts, den Kunden wohl weniger: Er muss auf das günstige Uber-Angebot künftig verzichten.

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