Familienergänzende Kinderbetreuung

Trotz Bundeshilfe kennt Hälfte der Gemeinden keine eigenen Angebote

Familienexterne Kinderbetreuung: Im Kanton Aargau gibt es nur in jeder zweiten Gemeinde überhaupt Angebote. (Symbolbild)

Familienexterne Kinderbetreuung: Im Kanton Aargau gibt es nur in jeder zweiten Gemeinde überhaupt Angebote. (Symbolbild)

Die Finanzhilfe des Bundes für Kindertagesstätten zeigt auch im Kanton Aargau seine Wirkung. Seit dem Start eines Impulsprogramms wurden im Aargau knapp 2000 neue Plätze geschaffen. Doch fehlt es in der Hälfte der Gemeinden nach wie vor an Angeboten.

Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) zog gestern nach neun Jahren Bilanz über das Impulsprogramm für familienergänzende Kinderbetreuung: Seit 2003 konnten dank der Bundes-Finanzhilfen schweizweit 35'600 Betreuungsplätzen geschaffen werden, was einer Erhöhung von 70 Prozent entspricht.

Vom Impulsprogramm hat auch der Kanton Aargau profitiert. Bei 129 bewilligten Gesuchen konnten insgesamt fast 2000 Betreuungsplätze geschaffen werden. Von diesen handelt es sich bei 1107 um neue Plätze in Kindertagesstätten.

Der Aargau steht vor einem Scherbenhaufen

Im Gegensatz zum Bund zieht der Kanton Aargau aber keine Bilanz. Warum sollte er auch? Die Regierung steht seit Januar – als die SVP die Vorlage «familienergänzende Kinderbetreuung» mit gütiger Hilfe der FDP schickte bachab schickte – vor einem gewaltigen Scherbenhaufen.

Der Kanton Aargau ist heute damit weit davon entfernt, Familien ein flächendeckendes Angebot an Tagesstrukturen bieten zu können: Denn nur rund die Hälfte der Aargauer Gemeinden bietet überhaupt Angebote familienergänzender Kinderbetreuung an. (dfu)

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