Aargau

Unterschriftenklau für Windkraft-Moratorium: Ermittlungen eingestellt

Die Initianten hüten sich, jemanden namentlich zu verdächtigen. Dass jemand aus den Reihen ihrer politischen Gegner zugeschlagen hat, steht für sie aber fest. (Symbolbild)

Die Initianten hüten sich, jemanden namentlich zu verdächtigen. Dass jemand aus den Reihen ihrer politischen Gegner zugeschlagen hat, steht für sie aber fest. (Symbolbild)

Die verschwundenen Unterschriften für das Windkraft-Moratorium im Aargau bleiben verloren. Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen nun eingestellt und ihre Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben.

Kurz vor Ablauf der Sammelfrist für die Initiative Mitte Mai waren die Schachteln mit den Unterschriftenbögen abhandengekommen. Sie seien aus seinem Haus im Fricktaler Dorf Oberhof gestohlen worden, hatte der Initiant Cornelius Andreaus mitgeteilt und bei der Kantonspolizei Aargau Anzeige erstattet (die az berichtete).

Diese hat nun ihre Ermittlungen eingestellt, wie Sprecher Bernhard Graser der «NZZ am Sonntag» sagte. Die Unterlagen zur ergebnislosen Suche seien formell der Staatsanwaltschaft überwiesen worden. Diese werde sie unter den ungeklärten Delikten archivieren.

Wie die Diebe Mitte Mai in das Haus von Cornelius Andreaus kamen, konnte er sich nicht erklären. Hinweise auf ein einen gewaltsamen Einbruch gab es nicht. Andreaus sagte damals, er sei aber sicher, dass die Haustür abgeschlossen gewesen sei.

Die Windkraftgegner um Cornelius Andreaus geben allerdings nicht auf: Sie lancieren die kantonale Volksinitiative Windkraftmoratorium Aargau noch einmal (die az berichtete). Auch in den Kantonen Solothurn und Basel-Landschaft wollen Volksinitiative,Windkraft-Gegner Unterschriften für ein Moratorium sammeln. (pz)

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