Der Dienstagmorgen begann mit einem politischen Knall: Regierungsrätin Franziska Roth trat aus der SVP aus und führt ihr Amt fortan als Parteilose weiter. Das gab Roth an einer eigens einberufenen Medienkonferenz bekannt. Die Partei habe sie mit diffusen Vorwürfen eingedeckt und sie quasi zum Rücktritt gezwungen, sagte Roth. 

Die SVP ihrerseits schiesst scharf zurück und stellt der Regierungsrätin ein vernichtendes Urteil aus. Es mangle ihr an "Willen, Interesse und Talent", schreibt die Partei. "Die SVP Aargau muss anerkennen, dass sie das Leistungsvermögen von Franziska Roth falsch eingeschätzt hat und bittet die Aargauerinnen und Aargauer um Entschuldigung für diese im Jahr 2016 beschlossene Nomination", so der Wortlaut in der Medienmitteilung.

«Dieser Schritt fällt mir ganz und gar nicht leicht, da die SVP schon immer meine politische Heimat war»

«Dieser Schritt fällt mir ganz und gar nicht leicht, da die SVP schon immer meine politische Heimat war»

Am Dienstag, 23. April, gab die Regierungsrätin Franziska Roth den Austritt aus der Aargauer SVP bekannt. Der wichtigste Ausschnitt aus ihrer vor den Medien verlesenen Erklärung.

Das Tischtuch zwischen der Partei und Franziska Roth ist zerschnitten. Lange Zeit aber stärkte die Aargauer SVP ihrer Regierungsrätin den Rücken. Auch als es erste Kritik seitens Parteien und Grossrat an Roths Arbeit als Gesundheitsvorsteherin absetzte. Wann sich der Wind drehte, und sich die SVP gegen Roth stellte, sehen Sie in der folgenden Infografik.