Postulat

Videos statt Abstimmungs-Büechli? – Jugendsession fordert Vorlagen in digitaler Form

Wird das Abstimmungs-Büechli bald durch Videos ersetzt?

Wird das Abstimmungs-Büechli bald durch Videos ersetzt?

Die Jugendsession fordert den Regierungsrat auf, bei kantonalen Abstimmungen künftig digitale Informationen zur Verfügung zu stellen. Zudem sollen diese einfach verständlich sein. Damit solle die Stimmbeteiligung der unter 30-Jährigen erhöht werden

Die diesjährige Jugendsession im Grossratsgebäude befasste sich primär mit der Digitalisierung. Bei den Diskussionen ergab sich bei diesem Thema ein grosser Konsens zwischen den teilnehmenden Jugendlichen. Sie erachteten es laut einer Mitteilung als wichtig, dass die Unterlagen zu Abstimmungen künftig digital – beispielsweise in Form von Videos – zur Verfügung stehen sollen.

In einem Postulat beauftragt die kantonale Jugendsession den Regierungsrat, bei kantonalen Vorlagen die Informationen digital und in leicht verständlicher Sprache zur Verfügung zu stellen. Damit solle die Stimmbeteiligung der unter 30-Jährigen erhöht werden, hält Samuel Hasler, Co-Präsident des Aargauer Jugendparlaments, fest.

Aufklärung über Datenschutz

Auch die Medienkompetenz war an der Jugendsession ein viel diskutiertes Thema. Die Forderung dazu: In den Volksschulen sollten Jugendliche über die digitale Identität, die Ausmasse des Datensammelns im Internet sowie die Möglichkeiten, die eigenen Daten zu schützen, aufgeklärt werden. Interessiert sind die Teilnehmer der Jugendsession auch am Stand im Bereich des Cyberschutzes. In einer Interpellation stellen die Jugendliche die Frage, ob der Kanton sich im Internet genügend vor Cyberangriffen schützt und welche Massnahmen zum besseren Schutz der Daten ergriffen werden.

In einer weiteren Interpellation thematisieren die Jugendlichen das Modell des betreuten Wohnens und verlangen Auskünfte über die zukünftige Pflegeressourcensicherung. Die Jugendlichen erachten es laut Mitteilung als unangemessen, dass Pflegeheime vom Kanton finanziell stärker gefördert werden als betreutes Wohnen und möchten detailliertere Informationen erhalten, um dies besser nachvollziehen zu können.

Der Beirat des Jugendparlaments, der aus mehreren Grossratsmitgliedern besteht, wird die Vorstösse im Kantonsparlament einreichen und damit den Anliegen der Jugendlichen Gehör verschaffen. Das Jugendparlament Aargau werde den Verlauf der Behandlung verfolgen und dann je nach Ausgang wei-tere Schritte unternehmen, kündigt Co-Präsident Hasler an. (AZ)

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