Mehr Masernfälle, weniger Impfungen: Der Bund kritisiert den Kanton Luzern für seine mangelhafte Durchimpfung. Anders als in der Zentralschweiz und im Tessin sind die Masern im Kanton Aargau nicht im Vormarsch.

Laut Kantonsarzt Martin Roth kam es 2015 bisher bloss zu sechs Masernfällen im Aargau. Anhaltspunkte, dass sich die hoch ansteckende Infektionskrankheit im Aargau ausbreitet, gebe es zum Glück keine. Im Gegensatz zum Kanton Luzern scheint der Aargau besser gerüstet gegen die Masern zu sein.

Im Kanton Luzern beträgt die Durchimpfungsrate nur bescheidene 82 % (= 18 von 100 Kindern sind nicht oder nicht umfassend geimpft). Im Aargau liegt diese Durchimpfquote gemäss den verfügbaren Zahlen des Jahres 2011 deutlich höher, nämlich bei 94 % für Impfungen mit einer Dosis und bei 89 % für Impfungen mit zwei Dosen. Der Bund gibt den Kantonen eine Durchimpfquote von 95 % bis Ende 2015 vor. Bis Ende Jahr sollen also 95 von 100 Kindern mit zwei Dosen gegen Masern geimpft sein.