Wer bezahlt?

Während Fahrprüfung in Tempo-30-Tafel gekracht: Gericht fällt Urteil

Kanton zahlt Fahrschüler-Unfall nicht

Kanton zahlt Fahrschüler-Unfall nicht

Weil ein Fahrschüler während der Prüfung einen Unfall baute und der Experte nicht eingriff, forderte ein Fahrlehrer Reperaturkosten des Kantons.

Ein Aargauer Fahrschüler krachte bei seiner Prüfungsfahrt letztes Jahr in eine Tempo-30-Tafel. Der Fall wurde zum Justizstreit. Nun hat das kantonale Verwaltungsgericht einen Entscheid gefällt.

Muss ein Experte eingreifen, wenn der Fahrschüler bei der Autoprüfung einen massiven Fehler macht? Und muss der Kanton, bei dem der Experte angestellt ist, den Schaden am Auto der Fahrschule bezahlen, wenn es zu einem Unfall kommt?

Mit diesen zwei Fragen musste sich das kantonale Verwaltungsgericht befassen, nachdem ein Aargauer Fahrschüler während seiner praktischen Fahrprüfung in einer Lenzburger Nebenstrasse eine Tempo-30-Tafel zerstörte.

Fahrschule klagt gegen Kanton

Fahrschule klagt gegen Kanton (Tele M1-Beitrag vom 30. November 2017)

Bei der Fahrprüfung knallt ein Fahrschüler in eine Strassentafel. Wegen falschem Verhalten des Experten, klagt die Fahrschule gegen den Kanton Aargau.

Gericht: Experte hätte Unfall nicht verhindern können

Am Auto und an der Verkehrstafel entstanden Schäden von insgesamt rund 2000 Franken. Für die betroffene Fahrschule war klar: Der Kanton Aargau muss dafür aufkommen. Schliesslich hätte der Experte den Fahrschüler daran hindern müssen, mit der Verkehrstafel zu kollidieren. 

Zu einem anderen Schluss kommt nun das Verwaltungsgericht: Dieses weist die Klage des Fahrlehrers gegen den Kanton ab. Laut Einschätzung des Gerichts hätte der Experte den Unfall nicht verhindern können. Darum könne dieser auch nicht haftbar gemacht werden. (luk)

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