Abstimmungskampf

«Weniger als eine halbe Tasse Kaffee»: Aargauer Komitee setzt sich ein für Vaterschaftsurlaub

Weil es heute eigentlich selbstverständlich ist: Komitee setzt sich für Vaterschaftsurlaub ein. (Symbolbild)

Weil es heute eigentlich selbstverständlich ist: Komitee setzt sich für Vaterschaftsurlaub ein. (Symbolbild)

Der Vaterschaftsurlaub soll auch in der Schweiz kommen. Auch das Aargauer Komitee will das und plant deshalb Aktionen für den Abstimmungskampf.

Heute gibt es für Väter nur einen freien Tag, um bei der Geburt ihres Kindes dabei zu sein. Sagt das Stimmvolk am 27. September Ja, soll ein zweiwöchiger Vaterschaftsurlaub eingeführt werden. Dafür setzt sich im Aargau ein Komitee ein, dem unter anderem Arbeit Aargau und die Gewerkschaft Syna, die Grünen, die GLP und die SP angehören.

Mitglieder sind auch die Nationalratsmitglieder Yvonne Feri, Gabriela Suter, Cédric Wermuth (alle SP), Irène Kälin (Grüne) sowie Beat Flach (Grünliberale). Dazu kommen Grossräte aus verschiedenen Parteien – nur FDP, SVP und EDU sind nicht vertreten.

Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub seien finanzierbar und ein wichtiges Zeichen, heisst es in einer Mitteilung. Bei einem Lohn von 6500 Franken zahlten Arbeitnehmer und Arbeitgeber höchstens je 1.62 Franken pro Monat. «Das entspricht weniger als einer halben Tasse Kaffee und sollte es allen Stimmberechtigten wert sein».

Zudem sollte die Schweiz «die Chance nutzen, damit sie nicht als einziges Land in Europa keinen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub hat». Am 29. August in Rheinfelden und am 5. September in Baden sind Aktionen für den Vaterschaftsurlaub geplant. (fh)

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