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Wider den Dichtestress im ÖV: Ausflügler sollen Stosszeiten meiden

Am Montag sind die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschulen wieder unterwegs.

Am Montag sind die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschulen wieder unterwegs.

Damit Züge und Busse durch die Lockdown-Lockerungen nicht zu voll werden, sollen Ausflügler nicht zu Stosszeiten reisen, empfiehlt die Aargau Verkehr AG.

Am Montag nehmen die nachobligatorischen Schulen den Präsenzunterricht wieder auf. Das heisst: Es sind wieder Schülerinnen und Schüler in Bussen und Zügen unterwegs, während die gesamtschweizerischen Schutzkonzepte für den öffentlichen Verkehr nach wie vor gelten. Peter Baertschiger, der Geschäftsführer der Busbetrieb Aarau AG (BBA) sieht dem Montag dennoch gelassen entgegen. «Wir gehen nicht davon aus, dass es zu einem Ansturm kommt», sagt er.

Einerseits zeige die Erfahrung, dass die Schülerinnen und Schüler den ÖV ab Mitte Juni weniger benutzen, weil der Unterricht für die Abschlussklassen beendet ist. Hinzu komme, dass die Busse insgesamt bei weitem noch nicht gleich ausgelastet seien, wie vor dem Lockdown. Speziell auf den Montag vorbereitet hat sich die BBA deshalb nicht, Verstärkungskurse am Morgen würden jedoch wieder aufgenommen. «Wir behalten die Entwicklung im Auge und werden Anpassungen vornehmen, falls sie nötig werden», so Baertschiger.

«Mithelfen, dass es in den Zügen und Bussen nicht zu eng wird»

Es sind nicht nur die Schülerinnen und Schüler, die seit Mitte März den ÖV mieden, auch Angestellte arbeiten häufig daheim. Beispielsweise auf der Kantonsverwaltung ist die Empfehlung, die Arbeit von zuhause aus zu erledigen, zwar etwas gelockert worden, wie Roland Hofer, der stellvertretende Leiter Kommunikation des Departements Finanzen und Ressourcen sagt.

Weil auch am Arbeitsplatz die Abstände weiter eingehalten werden sollen und damit der ÖV nicht überbelastet wird, arbeiteten viele Angestellte aber noch im Homeoffice. Und: «Wo das die betrieblichen Abläufe zulassen, empfehlen wir, die Stosszeiten zu meiden», so Hofer. «Wer flexibel ist, wählt eine andere Zeit zum Reisen», sagt auch Erwin Rosenast, Mediensprecher der Aargau Verkehr AG (AVA). Weil weitere Lockerungen für Freizeitangebote und auch Gruppen anstehen, sei mit besser ausgelasteten Zügen zu rechnen. «Jene Fahrgäste, die nicht zur Arbeit oder in die Schule müssen, können auf andere Zeiten ausweichen und mithelfen, dass es in den Zügen und Bussen nicht zu eng wird», sagt er. Auch die Fahrzeuge von Aargau Verkehr seien noch nicht ausgelastet, «eine Zunahme stellen wir jedoch klar fest», so Rosenast.

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