Corona-Massnahmen
«Wir werden auf die Strasse gehen» – So reagieren Aargauer Beizer auf die mögliche Lockdown-Verlängerung

Der Bundesrat will den Mini-Lockdown bis Ende Februar verlängern. Für die Gastronomie würde das weiterhin geschlossene Lokalitäten bedeuten – und für viele fatale Umsatzeinbussen.

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(mma) Für Eli Wengenmaier vom Restaurant Eichberg in Seengen ist das Vorgehen des Bundesrates kein Zustand: "Man gibt unserer Branche keine Perspektive! Wir wollen nur wieder aufmachen und arbeiten!" Auch in der Bar Joia in Unterkulm herrscht bedrückte Stimmung. Besitzerin Susi Couchene plagen Existenzängste. Sie fordert für die serbelnde Gastro-Branche A-fonds-perdu-Beiträge, denn: "Wir sind schon so immer am Kämpfen, es ist kein einfaches Geschäft und jetzt noch diese Pandemie! Wann und wie sollen wir all die Rechnungen bezahlen?", fragt sie den Reporter des Regionalsenders TeleM1 sichtlich aufgebracht.

Auch der Präsident von Gastro Aargau, Bruno Lustenberger macht seiner Frustration Luft und findet klare Worte: "Wenn es keine angemessene Entschädigung gibt, dann kann ich mir gut vorstellen, dass die Wirte auf die Strasse gehen werden!" Sie seien monatelang hingehalten worden, jetzt müsse etwas gehen, denn sie seien nicht mehr bereit, einfach zuzusehen. Die Hoffnung, dass sich Bund und Kantone noch umstimmen lassen und den Lockdown für die Gastronomie nicht bis Februar verlängern, ist aber klein bei den Wirten und Wirtinnen.