WIRTSCHAFTSNEWS AARGAU
Zehnder Group erhöhte Umsatz um 17 Prozent ++ Aluflexpack erhöht ihre Erwartungen des Jahres 2022

Die aktuellsten Meldungen aus der Aargauer Wirtschaft finden Sie immer in unserem regionalen Wirtschaftsticker.

Wirtschaftsredaktion
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Zehnder Group erhöhte Umsatz um 17 Prozent

Die in Gränichen ansässige Zehnder Group konnte den Umsatz auf 812.5 Millionen Euro (ungeprüft) steigern. Das entspricht einer Erhöhung um 17 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.

Massgeblich beeinflusst wurde dieses Ergebnis durch Preiserhöhungen (7 Prozent). Akquisitionen trugen 8 Prozent bei. Zudem profitierte die Gruppe, deren konsolidierte Jahresrechnung in Euro erstellt wird, von positiven Währungseffekten von rund 2 Prozent.

Probleme mit der Lieferkette bei elektronischen Komponenten hätten ein weiteres Wachstum im Lüftungssegment gehemmt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Liefersituation habe sich aber gegen Jahresende verbessert. Das Lüftungssegment macht 55 Prozent des Gesamtumsatzes aus (45 Prozent Heizungssegment). Die Zehnder Group wird ihren vollständigen Jahresabschluss am 1. März veröffentlichen. (phh)

Aluflexpack erhöht ihre Erwartungen des Jahres 2022

Dank einer besser als erwarteten Dynamik im Dezember erhöht Aluflexpack AG seine Erwartungen für das Resultat 2022. Das börsennotierte Unternehmen aus Reinach ist spezialisiert in Verpackungsprodukte, unter anderem bei Milchprodukte, Medikamenten und Kaffee. Am Mittwoch kommunizierte es neue erwartete Netto-Verkäufe von 340 bis 600 Millionen Franken (frühere Einschätzungen lagen bei 320-350 Millionen). Das EBITDA (Ertrag vor Zins, Steuern, Abschreibungen und Sachanlagen) dürfte 44 bis 46 Millionen Franken betragen, eine Erhöhung von der früheren Erwartung von 39 bis 44 Millionen. 

Neuer Leiter Operations bei der Migros Aare

Wechsel in der Geschäftsleitung der Migros Aare: Bernard Gruhl übernimmt am 1. Mai die Leitung der Direktion Operations und wird Mitglied der Geschäftsleitung der Genossenschaft Migros Aare. Das teilt die Genossenschaft am Donnerstag mit. Der bisherige Leiter, Jürg Frefel, verlässt die Migros Aare im Sommer.

Bernhard Gruhl wird neuer Leiter Operations bei der Migros Aare

Bernhard Gruhl wird neuer Leiter Operations bei der Migros Aare

zvg

Der 53-jährige Bernard Gruhl ist seit 2020 als Senior Consultant im Excellence Team der M-Industrie angestellt. Zuvor war er bei Nestlé und ELSA (Estavayer Lait SA) tätig. Er hat einen Abschluss der ETH Zürich als Maschineningenieur, einen Master der EPF Lausanne und Weiterbildungen in Betriebswirtschaft und Business Leadership.

Bernard Gruhl ist verheiratet, Vater dreier Kinder und lebt mit seiner Familie in Bern. (phh)

Testbetrieb Notkraftwerk auch am Samstag

Die Arbeiten für das Notkraftwerk in Birr laufen noch. Ein erster Turbinentest schlug am Freitag fehl. Dass solche Tests mehrere Anläufe brauchen, sei allerdings normal, hiess es.

Bis Ende Januar werden weitere Tests von Montag bis Freitag zwischen 7:00 und 19:00 Uhr durchgeführt, das teilt die Gemeinde Birr mit. Im Februar könne bei Bedarf zusätzlich auch am Samstag von 7:00 bis 19:00 Uhr getestet werden.

Diese Tests sollen aufgrund der bereits in grossen Teilen bestehenden Lärmschutzwand mit wenig Geräuschentwicklung verbunden sein. Massnahmen zur weiteren Reduktion des Lärms werden im Verlauf des Sommers umgesetzt. Zur Kontrolle der Einhaltung der Lärmgrenzwerte kündigte Regierungsrat Stephan Attiger im Montagsinterview an, nach Möglichkeit selbst in Birr vorbeizuschauen, wenn alle acht Turbinen miteinander unter Volllast laufen.

Das Notkraftwerk soll im Verlauf des Februars fertiggestellt sein. (phh)

Auszeichnung für Forschungsteam des Kantonsspitals Aarau

Philipp Schütz und sein Forschungsteam wurden mit dem international ausgeschriebenen Theodor Naegeli-Preis 2022 ausgezeichnet. Dieser ist mit 100’000 Franken dotiert. Die bedeutende Auszeichnung erhalten sie für die sogenannte EFFORT-Studie, in der sie den klinischen Nutzen einer individualisierten Ernährung bei Spitalpatientinnen und -patienten untersucht haben, wie das KSA mitteilt.

Das Forschungsteam konnte mit der Studie eine wichtige Lücke im Wissen zur Effizienz der Ernährungstherapie im Akutspital schliessen. Die EFFORT-Studie zeigte, dass durch eine individualisierte Ernährung nicht nur die Versorgung mit Energie und Proteinen besser erreicht wurde, sondern sich die Behandlungsergebnisse generell verbesserten.

Die Ergebnisse wurden 2019 im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht. Die Studienergebnisse kommen unter anderem den heutigen Patientinnen und Patienten des Kantonsspitals Aarau zugute, die bei Bedarf mit der entsprechenden Ernährungstherapie unterstützt werden.

Schütz ist der fünfzehnte Preisträger. «Dieser Preis ist eine enorme Ehre für mich persönlich und würdigt die grosse Arbeit der ganzen Forschungsgruppe der letzten Jahre. Er zeigt auch, dass wir im KSA mit unserem grossen Patientenkollektiv und der guten interdisziplinären Vernetzung und Zusammenarbeit wichtige und international anerkannte klinische Forschung betreiben können mit grossem Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten», so Philipp Schütz. (cwu)

Kernkraftwerk Leibstadt AG: Rekordhohe Stromproduktion im Betriebsjahr 2022

Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) hat 2022 mit 9753 Gigawattstunden (GWh) so viel Strom produziert wie noch nie seit der Inbetriebnahme 1984. Möglich wurde dies dank der 2021 umgesetzten Erneuerungen von Kondensator und Umwälzsystem, wie die Medienstelle des Krenkraftwerks Leibstadt mitteilt.

Im Berichtsjahr 2022 wurde die Stromproduktion des KKL für eine kurze, gut vier Wochen dauernde Revision von Mitte Juni bis Mitte Juli unterbrochen. Dabei wurden der jährliche Brennelementwechsel sowie Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Ausserhalb dieser Abstellung produzierte die Anlage im Volllastbetrieb, abgesehen von einer 12-stündigen Unterbrechung aufgrund einer automatischen Turbinenabschaltung.

Eine wichtige Grundlage für den Produktionsrekord von 9753 GWh (netto, nach Eigenverbrauch) sei der Austausch des Kondensators gewesen, der bei gleichbleibender Reaktorleistung die elektrische Leistung um 10 MW auf 1285 MW erhöht hat. Die Erneuerung des Umwälzsystems mit drehzahlgeregelten Motoren hat zudem den Eigenverbrauch der Anlage um 3 MW reduziert.

Der bisherige Produktionsrekord lag bei 9692 GWh im Jahr 2013. Mit den 61 GWh Mehrproduktion 2022 lassen sich laut KKL etwa 10’000 Einfamilienhäuser mit Wärmepumpen heizen. Die Jahresproduktion 2022 des KKL entspricht rund einem Siebtel der ganzen Stromproduktion in der Schweiz und dem Stromverbrauch von gegen 2 Millionen Haushalten.

Im Vorjahr war die Stromproduktion mit 4802 GWh aufgrund der 2/2 sechsmonatigen Revisionsabstellung für die erwähnten umfangreichen Erneuerungen deutlich geringer als in normalen Betriebsjahren. Seit der Inbetriebnahme hat das KKL insgesamt rund 1,5 Milliarden CHF in die Modernisierung und Instandhaltung der Anlage investiert. 

ArbeitAargau: Neu mit Co-Geschäftsführung

Die Geschäftsstelle von ArbeitAargau, Dachverband der Aargauer Arbeitnehmendenverbände, wird ab 2023 neu in einer Co-Leitung geführt. Neuer Co-Geschäftsführer von ArbeitAargau ist Andreas Ruf, teilt der Verband mit. Der 38-jährige Historiker war in den vergangenen Jahren für die Zusammenarbeit von Kanton und Gemeinden in der kantonalen Integrationsförderung zuständig.

Andreas Ruf bringt mit seiner beruflichen Erfahrung aus Journalismus, Verwaltung, der Pflege und diversen Weiterbildungen (u.a. Change-Management und Organisationsentwicklung) die nötigen Werkzeuge mit, um ArbeitAargau gemeinsam mit der bisherigen Geschäftsführerin Selina Egger als starke Stimme der Aargauer Arbeitnehmendenverbände in die Zukunft zu führen.

Julius Bär will den Aargauer Private Banking-Markt aufmischen

Die Privatbank Julius Bär will im Aargau und im Kanton Solothurn expandieren. Deshalb baut sie um den ehemaligen Credit-Suisse-Banker Claude Lüthi ein Kundenberatungsteam auf, das sich ausschliesslich auf die hiesigen Kunden fokussieren soll.

Der Teilmarkt wird von Zürich aus aufgebaut und betreut. Ein Filialausbau in der Region sei derzeit noch nicht geplant, heisst es seitens der Bank auf Anfrage. Julius Bär gibt auch nicht bekannt, wie viele Kundenberater neben Claude Lüthi den Teilmarkt Aargau-Solothurn betreuen werden.

Der Aufbau füge sich in der schweizweiten Wachstumsstrategie ein und sei kein opportunistischer Schachzug, um von den Schwierigkeiten der Credit Suisse zu profitieren und der Konkurrenz Kunden abzuziehen, heisst es weiter.

Das Wirtschaftsportal «finews.ch» sieht jedoch im Zuzug von Claude Lüthi und eines weiteren CS-Kadermanns (Sepp Zellweger, der für die Beratung von gemeinnützigen Stiftungen zuständig sein wird) ein Zeichen dafür, dass Julius Bär seine Türen für Finanzexperten offen hält, «welche die kriselnde Credit Suisse (CS) verlassen».

Claude Lüthi arbeitet seit 2002 in verschiedenen Fach- und Führungspositionen im Privatkundengeschäft der Credit Suisse. Die letzten sechs Jahre war er Leiter der Region Zürich Nord, Private Banking. Claude Lüthi hat an der Universität Bern Privatrecht studiert und ist ehemaliger Profi-Hockey-Spieler: Er hat als Flügelstürmer und Center beim EHC Olten gespielt sowie den HC La Chaux-de-Fonds als Captain angeführt.

Aargauer haben 2022 mehr als 3000 Firmen gegründet

Die Aargauer zeigten sich dieses Jahr etwas weniger unternehmensfreudig als im Jahr zuvor: 2022 wurden 3095 Firmen gegründet, das sind 47 weniger als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse vom Institut für Jungunternehmen (IFJ), das regelmässig Daten von den kantonalen Handelsregisterämtern erhebt.

Das ergibt einen Rückgang um 1,5 Prozent. Auch schweizweit sind Firmengründungen leicht gesunken (-1,4 Prozent). Allerdings betont das Institut, dass Firmengründungen in den vergangenen Jahren stark ansteigen: So wurden schweizweit rund 50'000 Unternehmen gegründet, was 12 Prozent über den Zehnjahresdurchschnitt liegt. Gründungsmotor bleibt die Region Zürich, mit rund 9000 neue Unternehmen und einen Wachstum von +1,9 Prozent gegenüber zum Vorjahr. Das IFJ hebt hervor, dass bei 46 Prozent aller Gründungen mindestens eine Frau beteiligt ist.  

Im Vergleich zum Vorjahr sind vor allem Firmen in den Branchen Marketing und Kommunikation (+15,9 Prozent) und Transport und Logistik (15+1 Prozent) gegründet worden. Beide verzeichneten 2021 die stärksten Rückgänge, die gemäss dem IFJ nun kompensiert wurden.

Montana Aerospace aus Reinach veräussert Mehrheit von AMT

Montana Aerospace, der Reinacher Luftfahrtzuliefer, trennt sich von der Mehrheitsbeteiligung an ihrer Maschinenbausparte. So verkäuft sie eine Beteiligung von 53 Prozent der Firma Alpine Metal Tech GmbH (AMT) und ihrer Tochtergesellschaft an ein Unternehmen im Besitz von Michael Tojner, dem Co-Verwaltungsratspräsidenten von Montana Aerospace, schreibt das Fachmagazin «Finanz und Wirtschaft» auf seinem Portal

Montana Aerospace bleibt dennoch Minderheitsaktionär mit einem Anteil von 47 Prozent. Ein Verkauf dieses Anteils wird für einen späteren Zeitpunkt in Erwägung gezogen, schreibt das Magazin weiter. 

Die Firma aus Reinach begründet den Verkauf mit dem Willen, sich strategisch weiter auf das Kerngeschäft «Aerostructures», also Strukturteilen für Flugzeuge, zu fokussieren - das sei das eigentliche Kerngeschäft des Unternehmens.

AMT hat ihren Sitz in Regau, Österreich. Das Unternehmen ist ein Anbieter von Systemlösungen im Bereich der Giessbühne, Entbartung, Markierung, Brennschneiden und Flämmen sowie im Bereich der Identifizierung und Inspektion. AMT besitzt neun Tochtergesellschaften, zählt über 500 Mitarbeitern und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 100 Mio. Fr.

Oerlikon investiert in den Standort Lupfig

Der weltweit tätige Technologiekonzern Oerlikon plant einen neuen Montage- und Produktionsstandort für ihr Beschichtungs- und Anlagengeschäft. Dieser soll auf dem Campus Reichhold zusammen mit der HIAG Immobilien Schweiz AG entstehen.

Bertschi deckt mit Solaranlage 30 Prozent des Strombedarfs in Birrfeld ab

Der Logistiker Bertschi hat drei neue Photovoltaik-Anlagen am Terminal in Birrfeld eingeweiht. Mit einer Kapazität von jährlichen 240'000 kWh deckt der Experte in Chemielogistik rund 30 Prozent des Strombedarfes vor Ort ab. Dies schafft in erster Linie eine grössere Unabhängigkeit in der Stromversorgung, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung, ermögliche aber auch die Weiterverfolgung einer «ökologischen Betriebsführung», heisst es weiter: «Das strategische Unternehmensziel der CO2-Reduktion soll u.a. durch die Realisierung weiterer Photovoltaikanlagen an Bertschi Standorten». Ein weiterer Projekt ist am Hauptsitz in Dürrenäsch geplant.

Die neuen Photovoltaik-Anlagen der Bertschi-Gruppe in Birrfeld.

Die neuen Photovoltaik-Anlagen der Bertschi-Gruppe in Birrfeld.

Bild: ZVG

Insgesamt 40 Prozent des Strombezuges reduziert

Das Terminal in Birrfeld ist ein Containerumschlag zwischen Strasse und Schiene. Nebst dem Terminal versorgen die drei PV-Anlagen auch ein Bürogebäude, eine Containerwerkstatt und eine Tankreinigungsanlage mit Strom. Die Tätigkeiten der Bertschi-Gruppe in Birrfeld sind energieintensiv, der  Gesamtstromverbrauch beträgt 750’000 kWh (in etwa den Jahresverbrauch von 187 Haushalten). Mit weiteren Optimierungen und Anlageerneurungen will das Unternehmen weitere 10 Prozent Strom einsparen.

Nach Investitionen im Aargau kündigt Bachem Milliardenauftrag an

Das Biochemie-Unternehmen Bachem ist auf Expansion: Das Börsenwunderkind kündigte im Oktober grosse Investitionen im Kanton Aargau an: In Eiken soll eine neue Anlage für 750 Millionen gebaut und bis zu 3000 Stellen kreiert werden. Nun unterzeichnete die Gruppe einen Auftrag für die Lieferungen grosser Mengen ihres Starproduktes, Peptiden. Das Auftragsvolumen: mindestens eine Milliarde Schweizer Franken über einen Fünfjahreszeitraum von 2025-2029.

Es ist der dritte Grossauftrag, den der Peptidhersteller vermeldet. Im nächsten Jahr soll ein im September verkündeter Auftrag 25 Millionen einbringen, ein weiterer gar 150 Millionen. Die Aufträge sind eine logische Folge der im Aargau geplanten Investitionen, schreibt das Wirtschaftsmagazin «Cash». Dabei verlässt sich das Magazin auf Aussagen von Vontobel-Expertin Sibylle Bischofberger. Die hohen Investitionen von Bachem in neue Anlagen habe die Meldung neuer Aufträge erwarten lassen, denn die neuen Kapazitäten müssten möglichst schnell ausgelastet werden, um einen Margendruck zu verhindern.

Peptide sind in der Pharma-Industrie im Kampf gegen Diabetes stark gefragte Produkte. Deshalb geht der Analyst der Zürcher Kantonalbank Daniel Buchta davon aus, dass der von Bachem verschwiegene Auftraggeber der Medikamentenhersteller Eli Lilly sein könnte. Dieser stellt das Medikament Mounjaro her, ein gegen Typ-2-Diabetes zugelassenes Mittel. Das Medikament dürfte in Zukunft auch gegen Fettleibigkeit zugelassen sein.

Axpo liefert Brennstoff für Gaskraftwerk

Das Energieunternehmen hat einen Leistungsvertrag mit dem Bund unterzeichnet.

Die Axpo wird beim Reservekraftwerk in Birr für die Anschaffung von Brennstoff zuständig sein. Das kündigt das Energieunternehmen mit Sitz in Baden in einer Medienmitteilung an.

Der Bund und Axpo haben diese Woche einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Demnach soll für das temporäre Gaskraftwerk, das im Fall einer Strommangellage die Versorgungssicherheit gewährleisten soll, die Axpo auch CO2-Zertifikate beschaffen und für die Abwicklung der Kraftwerksabrufe und Stromlieferungen verantwortlich sein, heisst es in der Mitteilung weiter. «Mit den Leistungen für das Reservekraftwerk setzt sich Axpo für eine stabile Stromversorgung während des Winters ein», schreibt das Unternehmen.

Das Reservekraftwerk wird von der amerikanischen Firma General Electric an ihrem Standort in Birr errichtet. Acht mobile Gasturbinen mit einer gesamten Kapazität von 250 Megawatt sollen im Notfall allfällige Stromabschaltungen verhindern. Gerade in den Monaten Februar-März, wenn die Reservekapazitäten der Stauseen niedrig sind und Stromimporte nicht ausreichen, könnte in Ausnahmefälle die Anlage nach Vorgaben der elektrischen Kommission (ElCom) und auf Abruf von Swissgrid in Betrieb genommen werden.

Die Anlage ist wegen ihrer schlechten CO2-Bilanz umstritten. Denn sie kann entweder mit Gas oder Öl betrieben werden, beides fossile Brennstoffe, die viel CO2 ausstossen. In Birr selbst befürchtet die Bevölkerung den Lärm und die Luftverschmutzung.

Kartellwächter gibt grünes Licht

Die Oel-Pool AG mit Sitz in Suhr betreibt nebst ihrem traditionellen Geschäft 70 Tankstellenshops in der West, Nordwest- und Ostschweiz. Diese werden nun von der Valora-Gruppe übernommen, die die Shops mit seiner eigenen Marke «Avec» ersetzen wird. 

Das Vorhaben, das im Juni dieses Jahres angekündigt wurde, musste zuerst von der Wettbewerbskommission gutgeheissen werden. Das ist nun ohne Auflagen erfolgt, wie das Fachmagazin Finanz und Wirtschaft schreibt. 

Hero Group verkauft in Grossbritannien Geschäft, das sich auf die Produktion von gluteinfreien Lebensmitteln konzentriert

Juvela produziert in Grossbritannien gluteinfreie Produkte. Nun wurde die Juvela Bäckerei in Pontypool (Wales) an «S-Ventures plc» verkauft, ein ebenfalls in Grossbritannien ansässiges  Unternehmen, das in Marken in den Kategorien Natur, Wellness und Food-Tech investiert.

Rob Versloot, CEO der Hero Group, sagt dazu: «Wir freuen uns sehr, ein ideales Zuhause gefunden zu haben, in dem Juvela  neben anderen ähnlichen Unternehmen sein volles Potenzial entfalten kann.» Die Veräusserung sei Teil der langfristigen Strategie des Unternehmens und unterstütze den Fokus der Hero Group auf ihre Kernkategorien Baby- und Kleinkindnahrung und Snacks, gesunde Snacks und natürliche Brotaufstriche.

Scott Livingston, Gründer und CEO von S-Ventures, kommentiert: «Wir freuen uns, mit der Hero Group zusammenzuarbeiten und das Juvela-Geschäft  in unsere Plattform aufzunehmen.»

AKB-Konjunkturbarometer steigt weiterhin leicht an

Der Aargauer Konjunkturbarometer der Aargauischen Kantonalbank (AKB) lag Anfang Dezember bei 89,9 Punkten. Das sind 0.7 Prozent mehr als im Vormonat, aber weiterhin 10 Prozent unter dem langfristigen Wachstumstrend.

Die Inflations- und Rezessionssorgen seien nicht kleiner geworden, schreiben die AKB-Experten, auch wenn sich die Finanzmärkte teilweise erholen konnten. Der Aussenhandel zeigte sich erstaunlich robust. Exporte stiegen um 0.7 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Erfreulich sei die Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt. Nur 10 Prozent melden eine tiefere Beschäftigung als im Vormonat, während der Anteil derjenigen Unternehmen, die Personal aufbauen, im Vergleich zum Vormonat zugenommen hat (neu bei 21 Prozent). Das zeigt sich auch auf Jobportalen: Im Aargau sind Anfang Dezember 20 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als im Vorjahr.

Während sich bei den Baugesuchen ein negativer Trend abzeichnet, berichten Umfragen über ein unerwartet positives Weihnachtsgeschäft. Die jüngsten Meldungen aus der Automobil-Branche unterstreichen diese Tendenz. Im November kamen schweizweit 13.7 Prozent mehr Personenwagen (21’406) auf die Strasse als ein Jahr zuvor. (phh)

AKB-Bankrat wird neu konstituiert

Der neunköpfige Bankrat der Aargauischen Kantonalbank hat sich nach der Wahl vom 6. September 2022 durch den Grossen Rat neu konstituiert.

Neuer Bankratspräsident wird per Jahresanfang der Holziker Unternehmensberater und frühere langjährige CEO eines Energieunternehmens Kurt Bobst. Bankratspräsident Dieter Egloff und Bankratsvizepräsident Thomas Eichler scheiden nach langjähriger Leitung per aus dem Bankrat aus. Neu im Bankrat sind per Barbara A. Bourouba und David Strebel. 

4200 Franken der AKB für die pflegimuri

Seit 15 Jahren unterstützt die Aargauische Kantonalbank (AKB) mit ihrer Weihnachtskarte eine soziale Einrichtung aus ihrem Marktgebiet. Dieses Jahr fiel die Wahl auf die pflegimuri in Muri. Pro verschickte Karte kommt der Institution ein Betrag zugute. Die diesjährige Spende beträgt 4200 Franken, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt.

Die Freude bei der Übergabe des Checks ist gross.

Die Freude bei der Übergabe des Checks ist gross.

zvg / AKB

Bei der Auswahl der jeweiligen Institution werden demnach die Regionen abwechslungsweise berücksichtigt. Der AKB-Regionalleiter von Wohlen, Michael Wertli, freut sich, dass dieses Jahr die Region Freiamt berücksichtigt wird. Er lässt sich in der Mitteilung wie folgt zitieren: «Die pflegimuri ist eine innovative Institution mit grosser Strahlkraft weit übers Freiamt hinaus. Die diesjährige Spende geht somit an den richtigen Ort.»

Crowdinvest-Kampagne von Nikin startet

Das Lenzburger Unternehmen Nikin hat Grosses vor. Deshalb will die Kleidermarke mit Nachhaltigkeitsansprüchen eigene Aktien verkaufen: Heute Freitag, am 9. Dezember, startet nun die Crowdinvest-Kampagne, um die Expansion nach Europa zu finanzieren. Wir haben bereits vor einer Woche darüber berichtet. In unserem Artikel finden Sie alle Details.

Korruption: ABB bezahlt Millionenbusse

Der Bestechungsskandal in Südafrika hat für die ABB happige finanzielle Folgen. Das Unternehmen hat mit den lokalen Behörden einen Vergleich abgeschlossen und bezahlt rund 133 Millionen Franken. Auch in der Schweiz wurde die ABB zu einer Strafe von 4 Millionen Franken verurteilt, wie die Bundesanwaltschaft (BA) am Freitag mitteilt. Im Laufe des Tages würden auch noch weitere Länder ihre Bussen veröffentlichen, heisst es in der Mitteilung der BA.

Die ABB zahlt eine hohe Busse.

Die ABB zahlt eine hohe Busse.

Keystone

Sowohl die südafrikanischen wie auch die Schweizer Behörden loben in ihren Mitteilungen die Kooperation des Technologiekonzerns. Bei den Vorwürfen geht es um den Bau eines Kohlekraftwerks in Südafrika. Dabei haben Mitarbeiter von ABB ab 2013 mit Bestechungszahlungen zusätzliche Aufträge ergattert. Für Bestechungszahlungen von «mindestens 1,3 Millionen Schweizer Franken» erhielt die ABB Aufträge im Wert von mindestens 200 Millionen US-Dollar. Die ABB hat bereits im Jahr 2020 eine Ausgleichszahlung von 104 Millionen US-Dollar an Südafrika geleistet. (mg)

Valiant verkauft Liegenschaften in Schöftland

Die Valiant hat mehrere Immobilien in Schöftland und in Steffisburg verkauft. Das geht aus einer Medienmitteilung am Dienstag hervor. Dazu schreibt die Bank: «Der aus dem Verkauf resultierende Buchgewinn von 25,2 Millionen Franken wird zur Stärkung des Eigenkapitals den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen.»

Die Bank hat im Februar dieses Jahres überdies bekannt gegeben, dass sie 23 Filialen schliessen wird, um profitabler zu werden. Diese Massnahme betrifft auch vier Filialen im Aargau – konkret in Gontenschwil, Gränichen, Beinwil am See und Boniswil.

Dottikon: Energie- und Rohstoffpreise belasten Ebitda-Marge

Die Dottikon ES-Gruppe konnte ihren Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr um 31,4 Prozent auf 133,8 Millionen Franken steigern. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, resultierte aber eine tiefere Ebitda-Marge als im gleichen Zeitraum im Vorjahr: Sie sank von 37,7 auf 35,2 Prozent. Als Grund dafür gibt Dottikon die steigenden Energie- und Rohstoffpreise an.

Der Reingewinn nahm dennoch überproportional zu, von 23,9 Millionen auf 38,9 Millionen Franken. Dabei handle es sich aber um einen Sondereffekt, bedingt durch die einmalige Neubewertung der latenten Steuerverpflichtungen und den neu anwendbaren reduzierten Gewinnsteuersatz. 

In den nächsten sieben Jahren will das Unternehmen, das Christoph Blochers Sohn Markus gehört, rund 700 Millionen Franken in neue Anlagen investieren und über 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Bis 2024/25 soll ausserdem eine eigene Notfall-Stromversorgung aufgebaut werden. (wap)

Adrian Büchler ist neuer CEO der Auto Kunz AG in Wohlen

Adrian Büchler hat mit Wirkung zum 1. November 2022 den Vorsitz der Geschäftsführung bei der Garage Auto Kunz AG übernommen. Als CEO des national bekannten Auto Importeurs mit 55-jähriger Firmengeschichte, wird Büchler das Angebot von über 500 Autos aller Marken weiterführen und die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erhalten. Er folgt auf David Rygula, welcher das Unternehmen per Ende Oktober verlassen hat.

Adrian Büchler (54) verfügt über langjährige Führungserfahrung als CEO und Verwaltungsrat. Mit über 25-jähriger Tätigkeit in der Automobilbranche ist er ein Branchenkenner. Büchler verfügt nebst seiner Controller Ausbildung über einen Executive MBA der Hochschule Luzern. Der passionierte Marathonläufer ist gebürtiger Wohler, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. (az)

«Nikin» lanciert im Dezember ein Crowdinvesting und verkauft bald Aktien

«Wir werden im Dezember ein Crowdinvesting lancieren, bei dem unsere Community Nikin-Aktien kaufen und jeder dadurch Mitinhaberin oder Mitinhaber werden kann», schreibt Nicholas Hänny, CEO von Nikin, auf der Plattform Linkedin.

Die beiden Nikin Gründer Nicholas Hänny (r) und Robin Gnehm (l).

Die beiden Nikin Gründer Nicholas Hänny (r) und Robin Gnehm (l).

Fabio Baranzini

«Das passt meiner Meinung nach perfekt zu uns, da wir eine super starke Community haben und schon immer ein sehr communitynaher Brand waren.» Dies würden nicht nur die rund 200'000 Kunden in der Schweiz zeigen, sondern auch die vielen Follower auf Social Media und die gut besuchten Events.

Eine Aktie wird 375 Franken kosten und pro Aktionär wird nach bewährtem Konzept ein Baum gepflanzt. «Ein Investment in Nikin ist kein Investment, wo der Aktionär schon in 2-3 Jahren einen x-fachen Return erwarten kann. Ein Investment in Nikin ist ein Investment in die Zukunft und in Nachhaltigkeit», schreibt Hänny weiter. Das Angebot für den Kauf von Aktien richtet sich ausschliesslich an Personen in der Schweiz und ist auf 5 Millionen Franken beschränkt.

67500 Franken gehen von Brack.ch an zehn Schweizer Hilfswerke

Der weltweit umsatzstärkste Onlineshopping-Tag im Jahr ist nicht etwa der bevorstehende «Black Friday», sondern der «Singles’ Day» am 11. November. Ursprünglich zelebriert wurde der Tag für Alleinstehende in den Neunzigerjahren von Studierenden in China. Immer mehr Unternehmen und schliesslich auch ein grosser Onlinemarktplatz kommerzialisierten den Anlass – inzwischen auch in Europa und in der Schweiz. Seit Jahren registriert deshalb auch Online-Fachhändler Brack.ch jeweils am 11.11. überdurchschnittlich viele Besuche.

Das war für Brack.ch Grund genug, die Aufmerksamkeit des Tags der Alleinstehenden auch dieses Jahr für einen Aktionstag der etwas anderen Art zu nutzen. Statt Singles’-Day-Schnäppchen gab es «Gutscheine» für Spenden zu erwerben. Unter dem Motto «Brack.ch liefert Unterstützung» konnten die Kundinnen und Kunden Spendenbeiträge à 10 Franken an eine von zehn Hilfsorganisationen abgeben.

Brack.ch spendet 67'500 Franken.

Brack.ch spendet 67'500 Franken.

Claudio Thoma

Brack.ch verdoppelte den Wert jedes erworbenen Spendenbeitrags und rundete am Schluss noch auf. Auf diese Weise ist laut einer Mitteilung von Brack.ch nach 24 Stunden ein Gesamtbetrag von 67'500 Franken zusammengekommen. «Diese Zeit ist geprägt von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unsicherheiten. Vom Haushaltsbudget einen Beitrag für gemeinnützige Zwecke abzuzwacken ist deshalb nicht selbstverständlich. Wir freuen uns sehr und danken allen, die teilgenommen haben, für ihre Grosszügigkeit», sagt Marc Isler, CEO der Brack.ch AG.

Spendenbereitschaft am höchsten für Klimaschutz und Kinder mit Beeinträchtigung

Im Vergleich zum Vorjahr hat Brack.ch die Stückelung der Spendenbeiträge von 25 auf 10 Franken verkleinert. Insgesamt haben weniger Kunden an der diesjährigen Überraschungsaktion teilgenommen. Dafür seien oft mehrfach Spenden gesprochen worden.

Unter den geänderten Umständen sei deshalb ein ähnlich hoher Gesamtbetrag wie letztes Mal zusammengekommen. In der Betrachtung, für welche Organisationen sich die Kunden am meisten entschieden haben, kommt der grösste Anteil MyBluePlanet zugute, gefolgt von der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe.

AKB-Geschäftsstelle in Olten zieht um

Die Aargauische Kantonalbank zieht in Olten von der Hauptgasse 29 an der Baslerstrasse 1. Der neue regionale Standort öffnet den Kundinnen und Kunden seine Türen ab dem 21. November, heisst es in einer Medienmitteilung der AKB. «Mit dem neuen Regionalsitz bekennt sich die AKB klar zum Standort und schreibt so die über 20-jährige Erfolgsgeschichte in Olten weiter. Die Kundinnen und Kunden sind bei uns weiterhin am richtigen Ort. Wir freuen uns auf bestehende und neue Begegnungen», betont Marco Fink, Regionalleiter der AKB Olten.

Während dem physischen Umzug am 17. und 18 November bleibt die Geschäftsstelle zu, die Kundenberaterinnen und Kundenberater stünden jedoch telefonisch zur Verfügung. Die AKB lädt ihre Kundinnen und Kunden am 3. Dezember ein, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. 

Mammut vervollständigt die Geschäftsleitung

Das Aargauer Outdoor-Unternehmen Mammut Sports Group AG ernennt Nic Brandenberger per 1. Januar 2023 zum neuen Chief Marketing Officer. Benedikt Hanny, welcher die Position des CMO seit Frühjahr 2022 interimistisch übernommen hatte, verlässt gemäss Mitteilung das Unternehmen.

Nebst der Besetzung der CMO-Rolle durch Brandenberger wurde die neue Stelle als Chief Supply Chain Officer (CSCO) auf Geschäftsleitungsstufe geschaffen. Michael Rammelsberger, bisher Head of Supply Chain, hat das neue Amt bereits angetreten und vervollständigt damit die Geschäftsleitung. (fan)

AEW prüft Verkauf ihrer Anteile an der Fernwärme Siggenthal und Refuna AG

Im Rahmen einer strategischen Überprüfung ihrer Beteiligungen hat die AEW Energie AG entschieden, den Verkauf ihrer Anteile an der Fernwärme Siggenthal AG (FWS AG) und an der Refuna AG zu prüfen. Wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst, seien beide Firmen stabil, finanziell unabhängig aufgestellt und hätten sich seit der Gründung über die letzten Jahre sehr positiv entwickelt. Die AEW ist überzeugt, dass beide Gesellschaften auch weiterhin erfolgreich sein werden, und erwägt, sich als Minderheitsaktionärin zurückzuziehen.

Die Refuna nutzt einen Teil der Abwärme aus dem Kernkraftwerk Beznau I oder Beznau II und liefert somit Fernwärme für 11 Gemeinden im unteren Aaretal, wie Döttingen, Klingnau, Riniken, Würenlingen oder Villigen. Die Fernwärme Siggenthal AG versorgt die Gemeinden Obersiggenthal, Untersiggenthal, Turgi und Gebenstorf mit Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Turgi. (phh)

Rivella-Marke mit Explorer Award 2022 ausgezeichnet

Der Aargauer Getränkehersteller Rivella mit Sitz in Rothrist ist für seine Getränkelinie Enertea by Rivella mit dem Explorer Award 2022 des Schweizerischen Markenartikelverbands Promarca ausgezeichnet worden. Dies schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung von heute Freitag.

Mit der im März 2022 lancierten Getränkelinie habe sich Rivella auf unbekanntes Gelände gewagt, es sei das erste Produkt unter dem Markendach gewesen, bei dem es sich nicht um ein kohlensäurehaltiges Milchserum-Erfrischungsgetränk handelt. Enertea wird mit südamerikanischen Teearten und traditionellen Schweizer Alpenkräutern hergestellt.

Diese Mischung sei einzigartig auf dem Markt, habe die Jury an der Verleihung im Hotel Victoria Jungfrau in Interlaken erklärt. Beeindruckt hätten ausserdem die hohen Investitionen und die Risikobereitschaft, die mit dem knapp dreijährigen Entwicklungsprozess verbunden waren. 

Bereits 2018 wurde das Aargauer Unternehmen von Promarca für Rivella Refresh mit dem «Star of the Year Award» geehrt.

ABB legt im dritten Quartal zu

Die Auftragsbücher von ABB sind derzeit voll. Im dritten Quartal stiegen die Auftragseingänge um 4 Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar, wie der Industriekonzern am Donnerstag mitteilte. Auf vergleichbarer Basis resultierte gar ein Plus von 16 Prozent. Auch beim Umsatz kann ABB ein Wachstum von 5 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar vorweisen, während der operative Gewinn (Ebita) um 16 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar kletterte.

Hingegen ging das Ergebnis der Geschäftstätigkeit um 17 Prozent auf 708 Millionen Dollar zurück. Der Hauptgrund dafür seien nicht-operative Rückstellungen von rund 325 Millionen Dollar für einen Rechtsfall in Südafrika, der auf 2015 zurückgeht. Dies hatte auch Auswirkungen auf den Reingewinn, der um 45 Prozent auf 360 Millionen Dollar sank. 

In den ersten sechs Monaten sank der Umsatz von ABB noch um 3 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Gleichzeitig zum Halbjahresergebnis gab ABB im Juli bekannt, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen. Dadurch entstanden für den Konzern im zweiten Quartal finanzielle Belastungen von 57 Millionen Dollar. (dpo)

Migros Aare erhält grünes Licht für neuen Gäupark

Die Genossenschaft Migros Aare hat vor zwei Jahren das Baugesuch für den Um- und Neubau des Gäuparks Egerkingen publiziert. Nachdem dieses durch eine Einsprache lange Zeit blockiert wurde, hat die Migros Aare nun grünes Licht bekommen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Aufgrund der aktuellen Lage sei der Projektstart für 2024 geplant.

Vorgesehen sei in einem ersten Schritt im Jahr 2024, das heutige Melitta-Gebäude auf der Südseite abzubrechen und als Reserveland zu nutzen, in einem zweiten Schritt 2025 dann das zweigeschossige Gebäude Gäupark-Nord abzubrechen und mit einem Neubau zu ersetzen, welcher die heutigen Bau- und Energiestandards erfüllt. Die Substanz und die Bauweise des heutigen Gebäudes Gäupark-Nord bedingten klar einen Abbruch, eine Sanierung sei nicht mehr möglich.

In einem dritten Schritt soll anschliessend das Teilprojekt Gäupark-Süd realisiert werden. Das gesamte Bauprojekt wird nach heutigem Planungsstand rund drei Jahre in Anspruch nehmen.

Die AEW hat das Baugesuch für das AEW Hochhaus und das Obergerichtsgebäude in Aarau eingereicht

Die Baugesuche für die Ertüchtigung des Brandschutzes des AEW Hochhauses und des Obergerichtsgebäudes an der Oberen Vorstadt in Aarau sind bei der Stadt Aarau eingereicht worden. Es ist geplant, dass die Arbeiten in beiden Gebäuden Verlaufs 2023 ausgeführt werden und das AEW Hochhaus ab Januar 2024 wieder für den vollständigen Betrieb zur Verfügung steht.

Die Baugesuche werden am 14. Oktober 2022 publiziert. Die Planung sieht vor, dass bis anfangs 2023 eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt und die notwendigen Arbeiten Verlaufs 2023 ausgeführt werden.

Priorität hat das Obergerichtsgebäude, an welchen die Arbeiten im laufenden Betrieb stattfinden. Das AEW Hochhaus soll ab Januar 2024 wieder für den vollständigen Betrieb zur Verfügung stehen. Die Mitarbeitenden der AEW, die bisher im Hochhaus gearbeitet haben, behalten, abgesehen von wenigen Ausnahmen, ihre Arbeitsplätze im Gebäude an der Industriestrasse 20 in Aarau.

Die bisher von der AEW genutzten Räume im Hochhaus sollen zwischenvermietet werden, bis über die Weiterentwicklung des Areals entschieden ist.

Aargauische Kantonalbank: Admir Iseni übernimmt die Leitung des Sektors Privat- und Geschäftskunden von Roland Frutschi

Am 17. Oktober übernimmt Admir Iseni die Leitung des Sektors Privat- und Geschäftskunden der Aargauischen Kantonalbank (AKB) in Aarau. Er tritt die Nachfolge von Roland Frutschi an, der seit dem 10. Oktober bei der AKB in Brugg tätig ist als Kundenberater Senior Privat- und Geschäftskunden. Die AKB dankt Roland Frutschi für die langjährige Führungsarbeit und wünscht ihm viel Freude in seiner neuen Funktion.

Admir Iseni ist der neue Leiter des Sektor Privat- und Geschäftskunden bei der Aargauischen Kantonalbank in Aarau.

Admir Iseni ist der neue Leiter des Sektor Privat- und Geschäftskunden bei der Aargauischen Kantonalbank in Aarau.

zvg / AKB

Admir Iseni ist ein Finanzspezialist mit langjähriger Erfahrung in der Betreuung Kunden. Zuletzt als Niederlassungsleiter der AKB in Spreitenbach. Mit der Eröffnung der Geschäftsstelle im Jahr 2019 hat Admir Iseni deren Leitung übernommen, sie erfolgreich aufgebaut und geführt. Davor bekleidete er auch die Funktion als Privatkundenberater in Baden. Admir Iseni hat seine Laufbahn vor 15 Jahren mit der Grundausbildung zum Bankkaufmann bei der AKB begonnen. Er hat einen Master of Advanced Studies (MAS) in Bankmanagement und ist diplomierter Bankwirtschafter HF.

Streik bei Lufthansa-Tochter Eurowings hat begonnen

Piloten der Fluggesellschaft Eurowings sind am Donnerstag in einen ganztägigen Streik getreten. Der Arbeitskampf habe wie geplant begonnen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Eurowings geht davon aus, dass am Donnerstag etwa die Hälfte aller Flüge ausfallen wird. Durchschnittlich führt Eurowings täglich rund 500 Flüge durch und befördert dabei 50 000 bis 70 000 Passagiere zu Reisezielen in Deutschland und Europa. Die VC hat zum Ausstand bei der Lufthansa-Tochter aufgerufen, nachdem die Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag scheiterten.

Eurowings plant am Donnerstag vor allem mit Maschinen der nicht bestreikten österreichischen Tochter Eurowings Europe, aber auch mit Flugzeugen von Partnergesellschaften, die auch sonst einen Teil der Flüge durchführen. Die Situation sei je nach Flughafen sehr unterschiedlich, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Flughäfen wie Mallorca, Stockholm oder Prag, die häufig von Eurowings Europe angeflogen würden, seien weniger stark betroffen. Überdurchschnittlich treffe es dagegen die deutschen Ziele. Allein in Düsseldorf, dem grössten Standort von Eurowings, dürften nach Angaben des Flughafens 118 Flüge ausfallen. Weitere 60 sollen stattfinden. In Köln/Bonn wurden 61 der geplanten 90 Flüge gestrichen. (dpa)

Check-in-Schalter von Eurowings: Die Lufthansa-Tochterairline streikt.

Check-in-Schalter von Eurowings: Die Lufthansa-Tochterairline streikt.

Marcel Kusch / EPA

Die UBS baut in die Höhe

Die Grossbank UBS will hoch hinaus: In Zürich-Altstetten plant das Finanzinstitut ein 108 Meter hohes Haus, wie die «NZZ» berichtet. Am Donnerstag soll es offiziell vorgestellt werden. Laut dem Bericht soll der Neubau einen Altbau aus den 1970er-Jahren ersetzen und damit ihre Büroarbeitsplätze in der Stadt weiter konzentrieren. Seit 2010 hat die Grossbank die Zahl der städtischen Standorte bereits von 54 auf 19 reduziert. Im neuen Haus könnten bis zu 2700 Personen Platz finden. Die UBS rechnet mit einer Eröffnung frühestens im Jahr 2029. Es wäre das vierthöchste Haus Zürichs - nach den geplanten Stadion-Häusern auf dem Hardturm-Areal, dem Prime Tower sowie dem Swissmill-Getreidesilo. (bwe)

So soll das UBS-Hochhaus in Zürich-Altstetten aussehen. Es wäre das vierthöchste Haus der Stadt.

So soll das UBS-Hochhaus in Zürich-Altstetten aussehen. Es wäre das vierthöchste Haus der Stadt.

Zvg / Aargauer Zeitung

Bachem baut in Eiken aus

Das Life-Science-Unternehmen Bachem eröffnet einen weiteren Standort in der Nordwestschweiz. Zu liegen kommt die Anlage auf dem Sisslerfeld in der Aargauer Gemeinde Eiken. Bisher betreibt Bachem Standorte in Bubendorf (BL) und Vionnaz (VS). Auf dem Areal in Eiken könnten bis zu 3000 Arbeitsplätze entstehen, teilte Bachem am Mittwoch mit.

Bis 2030 sollen dort 750 Millionen Franken investiert werden. Dabei ist die Schaffung von mehr als 500 neuen Arbeitsplätzen geplant. Zugleich schreite der Ausbau des Standorts Bubendorf voran, so die Mitteilung. Dort werden innert drei Jahren 550 Millionen Franken investiert und rund 800 neue Arbeitsplätzen geschaffen.

Das bisher unbebaute Areal soll schrittweise erworben werden. Eine erste Parzelle sei bereits gekauft, so die Mitteilung. Der Kaufpreis werde nicht bekannt gegeben. Das Sisslerfeld soll in den nächsten Jahren stark überbaut werden: Entstehen soll ein Schwerpunkt für die im Fricktal stark präsenten Branchen Pharma und Life Sciences. (wap/jod)

SWL Energie AG: Patrick Hauser übernimmt die Geschäftsleitung von Gian von Planta

Gian von Planta verlässt per Ende Februar 2023 die SWL Energie AG. Der GLP-Grossrat will sich gemäss Mitteilung beruflich neu orientieren. Er ist seit 2015 in der Geschäftsleitung der SWL Energie AG und seit 2019 Mitglied des Grossen Rats des Kantons Aargau.

Gian von Planta verlässt per Ende Februar 2023 die SWL Energie AG.

Gian von Planta verlässt per Ende Februar 2023 die SWL Energie AG.

Britta Gut

Sein Nachfolger wird Patrick Hauser. Er tritt per 1. Februar 2023 in die Geschäftsleitung der SWL Energie AG ein und übernimmt die Funktion des «Leiters Anlagen & Netze». Zugleich wird er stellvertretender Geschäftsführer. Seit 2006 ist Patrick Hauser bei der AEW Energie AG tätig und hat aktuell die Position «Leiter Messung und Telematik» inne. Der 45-jährige lebt in Aarau, ist verheiratet und hat zwei Kinder. (fan)

Patrick Hauser tritt per 1. Februar 2023 in die Geschäftsleitung der SWL Energie AG ein.

Patrick Hauser tritt per 1. Februar 2023 in die Geschäftsleitung der SWL Energie AG ein.

Foto Basler Aarau

ABB verkauft ihre letzten Anteile aus der Stromnetzsparte an Hitachi

Noch gehört 19,9 Prozent der Stromnetzsparte der ABB: Das soll sich nun ändern, wie aus einer Konzernmitteilung des Industrieriesen hervorgeht.

Im Jahr 2018 gab ABB bekannt, ihre Aktivitäten im Bereich Stromnetze am japanischen Konzern Hitachi verkaufen zu wollen. Betroffen ist unter anderem der Standort Baden, der seit 2020 zu 80,1 Prozent in japanischer Hand ist. Die Übergangsphase erfolgte durch eine Joint Venture, in der ABB nach wie vor beteiligt war.

Walter Bieri / KEYSTONE

Hitachi hat unterdessen seine Kaufoption ausgeübt, die im Dezember 2018 zwischen den Parteien vereinbart worden war, schreibt die ABB in ihrer Mitteilung. Der Wert der Kaufoption beläuft sich auf 1,679 Milliarden US-Dollar. ABB unterstütze Hitachi Energy weiterhin bei den Übergangsdienstleistungen, um dem Unternehmen eine vollständige Entkopplung von den ABB-Systemen zu ermöglichen.

Die ABB schreibt, keine wesentlichen Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf zu erwarten. Die Firma geht von einem Mittelzufluss in Höhe von rund 1,425 Milliarden US-Dollar aus. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden bewilligt und soll im vierten Quartal 2022 abgeschlossen werden. «Wir freuen uns, dass wir eine Vereinbarung zum verbleibenden Teil der Transaktion früher als erwartet und zu günstigen Konditionen erreichen konnten. Damit stärken wir unsere Bilanz weiter und verschaffen uns mit Blick auf unsere Entscheidungen zur Kapitalallokation zusätzliche Flexibilität», lässt sich Timo Ihamuotila, Chief Financial Officer von ABB, zitieren.

Zusammenarbeit: PDAG beteiligen sich am KSB Health Innovation Hub

Die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) und das Kantonsspital Baden (KSB) haben eine Kooperation geschlossen: Die beiden Institutionen arbeiten in Zukunft im KSB Health Innovation Hub eng zusammen. Das teilt das KSB in einer Mitteilung mit. Der vom KSB gegründete Health Innovation Hub ist eine Plattform, wo Innovationen und neue Ideen auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.

«Wir suchen Antworten auf Fragestellungen, die nicht nur unser Spital betreffen, sondern auch andere Institutionen», sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. «Die PDAG sind der erste Partner, der sich auch finanziell an unserem Health Innovation Hub beteiligt. Dieser Vertrauensbeweis freut und ehrt uns.» Dafür profitieren die PDAG vom Zugang zu Forschungsarbeiten und vom Austausch mit Forschungsteams.

Ziel des KSB und der PDAG sei es, durch die Bündelung der Innovationskraft die Behandlungsqualität und die Patientenzufriedenheit in den beiden Häusern zu steigern.

Der KSB Health Innovation Hub ist für den «Klinik Award 2022» nominiert, der am 19. Oktober 2022 in Berlin verliehen wird und herausragende Leistungen im Gesundheitswesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auszeichnet.

AEW Energie investiert in E-Mobilität Jungunternehmen

Das Energieunternehmen in Besitz des Kantons AEW beteiligt sich mit 32,94 Prozent an der AZOWO GmbH, einem jungen Unternehmen, welches im Markt für vernetzte Mobilität (connected mobility) tätig ist. Dies teilt die AEW Energie AG in einer Mitteilung mit. Das Jungunternehmen aus Biberach an der Riss arbeitet bereits seit drei Jahren mit dem Konzern zusammen. 

Die AZOWO ist eine Plattformbetreiberin, die Cloudprodukte an Unternehmen, Gemeinden, Energieversorger oder Flughäfen anbietet. Unter anderem liefert sie die Plattform für Swiss E-Car, einem national Angebot für E-Carsharing, bei dem die AEW Mitbegründerin ist. Ideale Voraussetzungen also, um den verschiedenen Kundengruppen zusammen mit der AZOWO neue integrierte Mobilitätslösungen anbieten zu können», lässt sich Marc Ritter, CEO der AEW Energie AG, in der Mitteilung zitieren.

Axpo schliesst Verkauf von französischen Windparks ab

Die Axpo hat den Verkauf von vier Windparks an Greencoat Renewables abgeschlossen. Dies teilte der Stromkonzern am Freitag mit. Der Kaufpreis belaufe sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbeitrag in Euro, heisst es in der Mitteilung. Die Gesamtleistung der vier Windparks liegt bei 65,5 Megawatt. Die Anlagen waren von der Axpo-Tochter Volkswind zwischen 2017 und 2022 entwickelt und in Betrieb genommen worden. Sie liefern im Schnitt 178'500 Megawattstunden Strom pro Jahr. 

Die Axpo ist mit Volkswind seit der Übernahme 2015 in Planung, Projektierung und Bau von Windparks in Frankreich und Deutschland tätig. Ein Teil der Anlagen wird nach der Inbetriebnahme gezielt an Investoren verkauft. Diese Strategie zahle sich aus und bringe hohe Erträge, heisst es in der Mitteilung. (wap)

AKB-Konjunkturbarometer steigt überraschend um 2,6 Prozent

Seit Monaten zeigt er nach unten, nun klettert er wider nach oben. Das überrascht selbst die Experten der Aargauischen Kantonalbank: Ihr Barometer, der die Gesundheit der Schweizer Wirtschaft misst, beendet den mehrmonatigen Abwärtstrend und steigt um 2,6 Prozent auf 90,5 Punkte. Damit tendiert der Barometer noch knapp 10 Prozent unter dem langfristigen Wachstumstrend von 100 Punkten.

Die Experten der AKB erklären sich diese Erholung anhand mehrerer Faktoren: 

  • Das schöne Wetter: Tatsächlich haben die warmen Tage im August die Gastrobranche, aber auch Events und Outdooraktivitäten beflügelt, schreibt die AKB in einer Mitteilung. Somit habe sich die Konsumentenstimmung im Gegensatz zum Monat Juli massgeblich verbessert. Der Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schätzte diese Stimmung im April noch als rekordtief ein: auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1972 und damit auch tiefer als zum Höhepunkt der Covid-19-Pandemie.
  • Gesteigerter Optimismus der Investoren: Aktienkurse sind wieder gestiegen und Franken und Euro nähern sich wieder der Parität. 
  • Erholung des Arbeitsmarktes: Im August sind Stellenangebote wieder gestiegen. Inwiefern der Fachkräftemangel und die längere Publikationsdauer der Stellenanzeigen auf den Online-Plattformen eine Rolle spielt, kann die AKB derzeit noch nicht abschliessend beurteilen. (jda)

Der Börsengang der Accelleron wurde von den ABB-Aktionären bestätigt

Es war eine Formalität: Die Aktionäre des Industriekonzerns ABB haben der Ausgliederung des Turbolader-Geschäfts Accelleron mit 99,72 Prozent zugestimmt. Der Spin-Off mit Standort in Baden geht im Oktober als eigenständiges Unternehmen an die Schweizer Börse. 

Das Kantonsspital Aarau will 25 Millionen sparen

Die KSA Gruppe, welche neben dem Kantonsspital Aarau auch das Spital Zofingen betreibt, verfolgt eine neue Strategie, die auch mit personellen Änderungen verbunden sind. So sollen ab 2023 die Ergebnisse der Gruppe um 25 Millionen gesteigert werden.

Das will der Verwaltungsrat unter anderem dank einer Neuzusammensetzung der Geschäftsleitung erreichen. Die Position des Pflegedirektors wird aufgehoben, dafür kommen zwei Bereichsleiterinnen in die Geschäftsleitung. Das habe auch zur Folge, dass die Stimme der Pflegenden in die Geschäftsleitung gestärkt werden, schreibt die KSA Gruppe in einer Mitteilung. Auch wird dadurch der Frauenanteil auf 30 Prozent verbessert.

Das Departement Informatik und Medizintechnik wird aufgelöst, die Informatik und Medizintechnik werden dabei anderen Bereichen zugeteilt.

Weitere Massnahmen im Personalbereich - sprich, Personalkürzungen - dürften in diesem «Fitnessprogramm» unumgänglich sein, räumt die Gruppe in der Mitteilung ein. Sie verspricht jedoch, dass Kosten nur insofern reduziert werden, als dass sie die Patientenbetreuung nicht beeinträchtigen. So sind patientennahe Bereiche ausgeschlossen von allfälligen Personalkürzungen. (jda)

Nachfolge von Gewerbeverband-Vizepräsident Walter Häfeli bekannt

Das Präsidium des Gewerbeverbandes ist wieder komplett: An seiner letzten Sitzung hat der Vorstand Hans R. Schibli zum Vizepräsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Walter Häfeli an.

Walter Häfeli an der Delegiertenversammlung des Aargauischen Gewerbeverbandes im Jahr 2020.

Walter Häfeli an der Delegiertenversammlung des Aargauischen Gewerbeverbandes im Jahr 2020. 

Britta Gut

«Damit ist das Präsidium mit Präsident Benjamin Giezendanner und Vize-Präsident Andreas Meier wieder komplett», schreibt der Gewerbeverband in einer Mitteilung. 

Anwalt und FDP-Mitglied

Hans R. Schibli ist Mitinhaber & Geschäftsführer der Schibli & Partner Advokatur und Notariat AG sowie der Engstel-Hof AG und Mitglied der FDP. Der 50-jährige Unternehmer ist bereits seit 2018 im AGV-Vorstand. (jda)

CFO der AEW Energie verlässt das Unternehmen Ende Februar 2023

Nach mehr als fünf Jahren verlässt CFO Andrea Tranel die AEW. Sie trat ihre Stelle als Chief Financial Officer des Energieunternehmens im Juni 2017 an. Der Prozess zur Bestimmung ihrer Nachfolge ist bereits im Gange, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. 

Die Stadtcasino Baden AG expandiert ins Tessin

Bislang betreibt der Badener Konzern das Casino in Baden sowie eine Online-Spielwelt. Nun kommt ein weiterer Betrieb im Tessin dazu.

Auf der Muttsee-Staumauer im Kanton Glarus wurde die grösste alpine Solaranlage der Schweiz in Betrieb genommen. Sie kann einen wichtigen Beitrag gegen die Winterstromlücke leisten. Die Anlage wurde in Zusammenarbeit zwischen Axpo, IWB und Denner realisiert.

Block 2 in Beznau nach Brennelementwechsel wieder am Netz

Nachdem die Brennelemente erfolgreich ausgewechselt wurden, hat die Axpo gestern im Laufe des Tages Block 2 des Kernkraftwerks Beznau (KKB) wieder ans Netz angeschlossen. Mit der neuen Beladung des Reaktorkerns soll das KKB 2 erneut rund um die Uhr Strom für mehr als 600’000 Vierpersonenhaushalte produzieren.

Die UBS feiert ihre 150-jährige Geschichte im Aargau

Die grösste Privatbank der Schweiz feiert 2022 Geburtstag: Obschon es die UBS erst seit 1998 in dieser Form gibt, so gehen die Wurzeln 160 Jahre zurück. Im Aargau sind es 150, als die Aargauische Creditanstalt gegründet wurde. Diese Bank kam dann als dritte im Bund zur Schweizerischen Bankgesellschaft, eine der Vorreiterin der UBS. 

AKB: Bestes Halbjahresergebnis der Geschichte

Fast 90 Millionen Franken Gewinn hat die Aargauische Kantonalbank im ersten Halbjahr gemacht. Für die zweite Jahreshälfte sind die Erwartungen weniger optimistisch.

Die Siegfried Gruppe verdoppelt ihren Halbjahresnettogewinn

Der Netto-Gewinn der Pharma-Gruppe Siegfried beträgt im ersten Halbjahr 2022 65,2 Millionen Franken. Das ist mehr als zweimal soviel wie im Vorjahr, als sie einen Halbjahresgewinn von 32,6 Millionen erwirtschaftete. Der Nettoumsatz ist dieses Jahr um 25.7 Prozent auf 586.7 Millionen Franken gestiegen. Das Unternehmen mit Sitz in Zofingen gibt diesen Donnerstag in seiner Medienmitteilung weiter einen EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen usw.) von 130 Millionen Franken mit einer Marge von 22,2 Prozent. 

Das Pharmaunternehmen Siegfried in Zofingen.

Das Pharmaunternehmen Siegfried in Zofingen.

Bilder: Siegfried

Zuversichtlich verkündet das Unternehmen deshalb einen Wachstumskurs: Siegfried hat seine Prognosen «trotz des schwierigen Umfelds» nach oben angepasst und erwartet ein Wachstum von über 15 Prozent für das Jahr 2022 mit einer EBITDA-Marge auf gleicher Höhe wie im ersten Halbjahr.

Die Migros Aare verkauft ihre Aktienmehrheit an Golf Limpachtal an private Investoren

Per Ende November 2022 wird die Migros Aare ihre Aktienmehrheit an der Public Golf Bucheggberg AG an eine private Investorengruppe aus dem Umfeld von Golf Limpachtal veräussern. Damit wird der Golfplatz eigenständig und gehört nicht mehr zur Migros Aare.

Bis Ende des Jahres bleiben die Golf-Konditionen unverändert. Auf die neue Saison 2023 hin sollen sie entsprechend überprüft werden. Das Restaurant Limpach’s bleibt bis Ende November geöffnet und wird anschliessend während der Winterpause an die neuen Besitzer übergehen. Die Gastro-Mitarbeitenden vom Restaurant Limpach’s verbleiben bei der Migros Aare und erhalten intern alternative Angebote. Wie das Gastronomieangebot auf dem Golfplatz in Zukunft aussehen wird, werde der neue Besitzer zeitnah kommunizieren. (mgt)

Die Robotec AG verdoppelt ihre Räumlichkeiten in Seon

Sie verkauft Robotersysteme an Roche, an Novartis, an Hero: Die Robotec AG mit Sitz in Seon ist tief in der Schweizer Industrie eingebettet. Das Geschäft läuft so sehr, dass sie sogar ihre Räumlichkeiten im Industriequartier Birren nach nur vier Jahren um das Doppelte vergrössern muss: Wir nahmen ein Augenschein vor Ort.

Wechsel im Verwaltungsrat der Hypothekarbank Lenzburg

Die Hypothekarbank Lenzburg muss sich von einem ihrer Verwaltungsräte verabschieden – und das während der laufenden Amtsperiode, die nach der GV vom März begonnen hat und eigentlich ein Jahr dauern würde. Wie das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mitteilte, hat sich Andreas Kunzmann entschieden, aus persönlichen Gründen per sofort aus dem Verwaltungsrat der Bank zurückzutreten.

Kunzmann gehörte dem Verwaltungsrat der Bank seit 2020 an und war Mitglied des Prüf- und Risikoausschusses und des Kreditausschusses. In diesen Funktionen habe er zum erfolgreichen Gedeihen der Bank beigetragen, liess diese in der Mitteilung verlauten.

Neuer Chefarzt für Nephrologie am KSB

Dr. med. Harald Seeger wird neuer Chefarzt Nephrologie am Kantonsspital Baden. Der 49-Jährige ist derzeit stellvertretender Direktor an der Klinik für Nephrologie am Universitätsspital Zürich. Man habe zahlreiche gute Bewerbungen erhalten, teilt das Kantonsspital Baden mit.

Dr. med. Harald Seeger.

Dr. med. Harald Seeger.

zVg

«Mit Harald Seeger haben wir für die Nachfolge von Hansruedi Räz einen habilitierten, bestens ausgebildeten und vernetzten Experten für das KSB gewinnen können», heisst es weiter. «Er verfügt über das notwendige Fach- und Spezialwissen, um die Nephrologie am KSB weiterzuentwickeln. Zudem werden wir zunehmend von Forschungsaktivitäten profitieren können.» Der bisherige Stelleninhaber Hansruedi Räz wird pensioniert.

Mit der Wahl von Seeger werde die gute Kooperation zwischen dem KSB und dem USZ zudem weiter gestärkt. Der deutsch-schweizerische Doppelbürger ist seit vierzehn Jahren am USZ tätig.

Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit der Prävention, Diagnostik, konservativen Therapie und Nachsorge von Nieren- und Hochdruckerkrankungen. (pd/az)

Aargau verliert im CS-Ranking zwei Plätze

In der neuesten Studie der Credit Suisse zur Standortqualität der Kantone und Regionen ist der Aargau einer der Verlierer. Wenn es um die Attraktivität für Unternehmen geht, wird er von Nidwalden und Schwyz überholt und fällt auf Rang 7 zurück.

AKW Beznau arbeitet wieder fast auf Volllast

Tiefere Aaretemperaturen ermöglichen eine deutliche Steigerung der Stromproduktion beim AKW Beznau. In den heissesten Tagen musste das AKW um bis zu 50 Prozent gedrosselt werden. Jetzt läuft der Block 1 wieder fast auf Volllast – im Block 2 findet derzeit ein Brennelementwechsel statt.

Twint-App jetzt auch bei der AKB

Die Aargauische Kantonalbank geht mit etwas Verzögerung einen weiteren Schritt in Richtung digitale Zukunft. Ab sofort ist die Bezahl-App Twint auch über die AKB nutzbar.

Am Montag hiess Twint die Kantonalbank über ihre Social-Media-Kanäle willkommen. Die AKB zieht somit etwas verzögert mit den meisten Banken, bei welchen Dienste fürs Bezahlen per Handy bereits seit einigen Jahren möglich sind, mit.

AKB-Konjunktur-Barometer zeigt weiterhin nach unten

Der Aargauer Konjunktur-Barometer der Kantonalbank sinkt um 2,3 Prozent auf 89,1 Punkte. Damit tendiert der Barometer 11 Prozent unter dem langfristigen Wachstumstrend von 100 Punkten. Alle Indikatoren bis auf die Finanzmärkte zeigen nach unten.

Gemäss den Experten der Kantonalbank zeigen sich diese völlig unbeirrt von globalen Rumoren, seien es der Krieg, Lieferengpässe oder Inflation. Anders sieht es aus in der Realwirtschaft.

Weniger Neuwagen zugelassen

Der Konjunktur-Barometer von Juli zeigt beispielsweise, dass Zulassungen für Neuwagen im Aargau und schweizweit stark unter dem Durchschnitt liegen: gerade mal 15 656 Personenwagen wurden in der Schweiz zugelassen, 20 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Darüber hinaus leidet die Export-Wirtschaft, während der Franken sich weiterhin gegenüber dem Dollar und dem Euro aufwertet.

Neuer CEO von AEW Energie tritt Stelle an

Anfang Monat hat Marc Ritter die Nachfolge von Dr. Hubert Zimmermann angetreten. Ritter wurde vom Verwaltungsrat im April zum CEO ernannt und übernimmt somit die Führung der Geschäftsleitung des Energieunternehmens. 

Hubert Zimmermann, bisheriger CEO, tritt in Ruhestand.

Hubert Zimmermann, bisheriger CEO, tritt in Ruhestand.

Bild: ZVG

Hubert Zimmermann geht seinerseits in Pension. Er leitete von 1996 bis 2004 die Abteilung Litecom im Aargauischen Elektrizitätswerk (spätere AEW Energie AG). Seit 2004 verantwortete er die Leitung des Geschäftsbereiches Vertrieb, per 1. Juni 2013 folgte dann die Ernennung zum CEO der AEW. Er vertrat die AEW in diversen Führungs- und Aufsichtsgremien in der Schweiz und in Deutschland. (jda)

Axpo nimmt Beznau-Block 2 für zwei Wochen vom Netz

Block 2 des Atomkraftwerks Beznau wurde am Montag planmässig für zwei Wochen vom Netz getrennt und abgestellt. Dies teilte die Betreiberin Axpo am Montag mit. Grund für die Abstellung ist ein Brennelementwechsel. Insgesamt werden Spezialisten 121 Brennelemente im Reaktorkern ersetzen. Zudem werden es wiederkehrende Prüfarbeiten und Systemtests durchgeführt. Die rund 500 Mitarbeitenden würden dabei von 120 externen Fachkräften unterstützt, so die Axpo.

Das Atomkraftwerk Beznau schaltet Block 2 vorübergehend ab.

Das Atomkraftwerk Beznau schaltet Block 2 vorübergehend ab.

Sandra Ardizzone / AGR

Während des Herunterfahrens der Anlage ist über dem nicht-nuklearen Teil der Anlage Wasserdampf sichtbar. Es besteht laut Betreiberin keine Gefahr für Mensch und Umwelt. (wap)

Aargauer Arbeitslosenquote sinkt auf 2,4 Prozent

Im Vergleich zum Vormonat waren im Dezember über 200 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Die Dauer der Stellensuche nahm allerdings zu.

Milliardenverluste der Nationalbank: Was bedeutet das für den Aargau?

Rund 80 Milliarden Franken dürfte die Nationalbank im ersten Halbjahr verloren haben. Ihr Polster für Gewinnausschüttungen für Bund und Kantone schmilzt. Was heisst das für das Aargauer Budget, das nach den Sommerferien vorgestellt wird?

Zinsprognose der AKB weiterhin vom Krieg betrübt

Die Prognosen der Aargauischen Kantonalbank rechnen nach wie vor mit einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft. Als Grund dafür nennt die AKB der Ukrainekrieg sowie Inflationsbefürchtungen und Lieferkettenprobleme. Angesichts der Inflation rechnet die AKB damit, dass die Nationalbank im Herbst Leitzinse erneut erhöhen könnte. Allerdings dürften sich Zinsen ab Herbst dank einem Rückgang von Inflationsraten) wieder entspannen. (dja)

Guter Umsatz der STEF dank Firmenübernahme in Möhlin

Das in Kühltransport spezialisiertes Unternehmen STEF hat seinen Umsatz im zweiten Quartal um 25% gegenüber zum Vorjahr steigern können. Der Spezialist für Transport und Logistik von temperaturkontrollierten Produkten kündigt für das zweite Quartal 2022 einen Umsatz von 1'062 Millionen Euro an. Die französische Firma mit Filiale in Kölliken konnte unter anderem von kürzlichen Firmenübernahmen profitieren, heisst es in einer Medienmitteilung.

Dabei dürfte sich diese Information auf die Übernahme von Frigosuisse beziehen, die Ende Juni bekannt gegeben wurde. Das in Möhlin ansässige Unternehmen betreibt ein 19'000 m2 grosses Lager und beschäftigt 54 Mitarbeitende. Somit verstärkt STEF ihren Standort Aargau, das schon 2018 mit der Errichtung eines modernen Lagers in Kölliken ausgebaut wurde.

Ohne Akquisitionen stieg der Umsatz des Unternehmens um 17,6% gegenüber zum Vorjahr. (dja)

Der Bau des neuen Lagers in Kölliken 2018.

Der Bau des neuen Lagers in Kölliken 2018.

AZ-Archiv

Auch ABB steigt aus dem russischen Markt aus

«Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Auswirkungen der damit verbundenen internationalen Sanktionen» habe ABB beschlossen, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen. Das gab der Konzern am Donnerstag bekannt. Bereits seit Ausbruch des Krieges habe ABB keine neuen Aufträge mehr in Russland angenommen. In dem Land beschäftigt das Unternehmen 750 Mitarbeitende und betreibt zwei Produktionsstätten im Grossraum Moskau.

200 Arbeitsbewilligungen an Flüchtlinge in knapp zwei Monaten erteilt

374 Ukrainerinnen und Ukrainer sind momentan im Aargau beschäftigt. Das sind 200 mehr als noch Ende Juni. Die meisten arbeiten in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe. Den Fachkräftemangel lösen sie aber nicht.

ABB trennt sich vom Turbolader-Geschäft und bringt dieses an die Börse

Es ist ein historischer Schritt für Baden und die 800 Mitarbeitende der Accelleron: Die Tochtergesellschaft der ABB, deren Ursprünge fast 100 Jahre alt sind, wird vom Grosskonzern losgelöst und geht an die Börse. Der Wert des Spin-offs ist beträchtlich: Der Standort Baden dürfte einen Milliarden-Konzern domilizieren.

Regionales Pflegezentrum Baden für Klinik Award 2022 nominiert – auch Kantonsspitäler unter den Nominierten

Für die neue Betreuungs- und Pflegeabteilung wurde das Regionale Pflegezentrum Baden (RPB) nun von einer international besetzten Jury für den Klinik Award 2022 in der Rubrik «Innovative Patientenversorgung» nominiert. Gemäss Mitteilung freut sich das gesamte RPB-Team riesig über diese Chance und ist gespannt auf den Oktober 2022, wenn in Berlin die Entscheidung fällt, welches der nominierten Projekte den Preis gewinnen wird.

Das Kantonsspital Baden (KSB) ist in drei Kategorien für die Klinik Awards 2022 nominiert worden: Das sind Effizientes Gesundheitswesen, Kooperative Marktstrategie und Beste Interne Kommunikation, wie das KSB in den Sozialen Medien mitteilt.

In der Kategorie «Personalmarketing» hofft die Klinik Hirslanden auf eine Prämierung . Das Kantonsspital Aarau ist in der Kategorie «Klinikmedien» nominiert.

Pascale Bruderer will mit Schweizer Digitalfranken einen «Mehrwert für Anwendungen im digitalen Raum» schaffen

Die frühere aargauische Spitzenpolitikerin Pascale Bruderer hat ein neues Unternehmen gegründet, das im Bereich der stabilen Krypto-Währungen aktiv sein wird.

Atomkraftwerk Leibstadt zurück am Netz

Nach Abschluss der Jahreshauptrevision hat das Atomkraftwerk Leibstadt die Stromproduktion am Dienstag, 12. Juli, wiederaufgenommen. Die Revisionsarbeiten dauerten gemäss Mitteilung des AKW Leibstadt rund vier Wochen.

Das Atomkraftwerk Leibstadt ist wieder am Netz.

Das Atomkraftwerk Leibstadt ist wieder am Netz.

Dorothea Oldani

In der Mitteilung wird erklärt, dass die Instandhaltungs- und Inspektionsarbeiten sowie wiederkehrende Prüfungen an Systemen und Komponenten die Schwerpunkte der Revision waren. Die im vergangenen Jahr neu eingebauten Grosskomponenten (Kondensator und Reaktorumwälzsystem) wurden einer speziellen Inspektion unterzogen.

Während der Revisionsabstellung wurden gemäss Mitteilung 92 frische in den insgesamt 648 Brennelemente umfassenden Reaktorkern eingesetzt. Zudem wurden acht Steuerstabantriebe sowie vier Steuerstäbe erneuert. Hinzu kamen einzelne Erneuerungsarbeiten an der Leittechnik und weiteren Steuerungssystemen. (az)

Die Aargauer Wirtschaft leidet unter der schwierigen Grosswetterlage

Jeden Monat etabliert die Aargauische Kantonalbank (AKB) gemeinsam mit der Standortförderung des Kantons ein wirtschaftliches Konjunkturbarometer. Dieses misst die Dynamik der Aargauer Wirtschaft. Im Moment verlangsamt sich diese: Das Barometer ist um 3,6 % gefallen auf 90,2 Punkte. Somit liegt es gut 10 % unter dem langfristigen Wachstumstrend (100 Punkte). Praktisch alle Indikatoren haben im vergangenen Monat an Wert verloren, bis auf den Aussenhandel.

Grafik: AKB

Den ganzen Artikel finden Sie hier:

Vidamed wird Teil der Pallas Kliniken

Das Vidamed Center Haut&Augen aus Bad Zurzach schliesst sich den Pallas Kliniken an. Die Gründer und leitenden Ärzte des Vidamed Centers, Nikolaus Vida, Sabine Vida und Andreas Cibis, begründen die Übernahme durch das Oltner Familienunternehmen mit der Möglichkeit, die Übergabe der Leitung langfristig zu planen.

zvg

Inhaber Georgos Pallas freut sich seinerseits, dass das Zentrum in Bad Zurzach zum 19. Standort seines Unternehmens wird: «Wir dürfen ein bestens etabliertes medizinisches Zentrum mit einem sehr erfahrenen und kompetenten Team übernehmen», betont er. Die Pallas Kliniken sind im Bereich Augen und Dermatologie spezialisiert. Das Vidamed Center entstand 2006 und umfasst fünf Ärztinnen und Ärzte sowie elf weitere Fachkräfte. Sämtliche Mitarbeitende werden übernommen. (jda)

Die Hypi Lenzburg schreibt Gewinn trotz «turbulenten Zeiten»

Das erste Halbjahr 2022 erwies sich als «herausfordernd» für die Hypothekarbank Lenzburg, wie diese in einer Medienmitteilung schreibt.

Ukraine-Krieg, steigende Rohstoff- und Energiepreise, Lieferkettenengpässe, Inflation, Leitzinsen: Die hohe Unsicherheit auf Finanzmärkte führt zu einer leicht sinkenden Bilanz: Der Geschäftsertrag fällt um 3,1 % auf 42,9 Millionen Franken, während der Gewinn mit 9,1 Millionen Franken unter dem Vorjahresergebnis liegt (9,2 Millionen Ende Juni 2021).

Für die zweite Hälfte des Jahres rechnet die Bank mit weiteren Unsicherheiten, da die geopolitische Lage weiterhin instabil sein dürfte und sich die globalen makro-ökonomischen Tendenzen höchstwahrscheinlich verschärfen werden. Die Hypi Lenzburg erwartet aber auch, dass die höheren Zinsen sich positiv auf ihre Geschäfte auswirken. Bankchefin Marianne Wildi betont, dass die Diversifizierung der Aktivitäten der Bank ihr ermöglicht, «flexibler auf Herausforderungen zu reagieren». (jda)

Marianne Wildi: «Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden».

Marianne Wildi: «Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden».

Britta Gut

Neuer COO für das Kantonsspital Baden

Pascal Cotrotzo wird neuer Chief Operating Officer (COO) am Kantonsspital Baden. Er tritt die Nachfolge von Cristoffel Schwarz an, der als Direktor zur aarReha Schinznach wechselt.

zvg

Der gebürtige St. Galler Pascal Cotrotzo ist 33 Jahre alt. Er verfügt über einen Master of Arts (HSG) an der Universität St. Gallen in Marketing, Dienstleistungs- und Kommunikationsmanagement. Seit 2013 ist er für die Pallas Kliniken AG tätig. Aktuell fungiert er dort als stellvertretender COO, Geschäftsführer des Bereiches Aesthetics und Mitglied der Geschäftsleitung. Er wird seine neue Stelle am 1. November 2022 antreten. Als COO ist er auch Mitglied der Geschäftsleitung. (phh)

Generalversammlungen der Spitalgesellschaften abgehalten

Zwischen dem 9. und dem 16. Juni 2022 wurden die Generalversammlungen der Kantonsspital Aarau AG (KSA), der Kantonsspital Baden AG (KSB) und der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) abgehalten. Im Auftrag des Regierungsrats haben die Aktienvertreter des Kantons die Jahresberichte mit Jahresrechnungen 2021 genehmigt und den Verwaltungsräten der Spitalgesellschaften für das abgeschlossene Geschäftsjahr Décharge erteilt. Die Verwaltungsräte der drei Kantonsspitäler bleiben in ihrer Besetzung unverändert. (phh)

Ein Brite wird CPO bei Mammut

Das Schweizer Outdoor-Unternehmen Mammut Sports Group AG ernennt Paul Cosgrove per 1. Oktober zum neuen Chief Product Officer. Für den Briten ist Mammut, nach Montane, Berghaus und zuletzt Haglöfs, wo er als Global Product Director tätig war, die vierte Station in der Outdoor-Industrie.

Nach der Ernennung von Heiko Schäfer als neuer CEO besetzt Mammut somit eine weitere zentrale Rolle für die Zukunft, wie das in Seon ansässige Unternehmen mitteilt. Cosgrove verfüge über umfassende Kenntnisse in den Bereichen globale Beschaffung, Zusammenarbeit mit Lieferanten, Leitung von Produktentwicklungsteams und Schaffung nachhaltiger Produktpaletten bei gleichzeitiger Orientierung an den Bedürfnissen der Konsumenten und des Handels.

«Paul bringt beeindruckende Erfahrung in der Entwicklung einiger der kommerziell erfolgreichsten und technisch anspruchsvollsten Produktreihen mit», sagt Verwaltungsratspräsident Greg Nieuwenhuys. «Ich bin zuversichtlich, dass er die richtige Besetzung für unser Produktteam ist, in dem bereits viele engagierte und talentierte Mitarbeitende tätig sind.» (pin)

AEW finanziert Aktienbeteiligung mit Anleihe über 125 Mio. Franken

Die AEW Energie AG hat am 1. Juni erfolgreich eine festverzinsliche Anleihe über 125 Mio. Franken mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Coupon von 1,5 Prozent platziert. Das teilt das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Emissionserlös dient der Finanzierung der Aktienbeteiligung an der Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt AG.

«Die Anleihe stiess auf grosses Interesse», zeigt sich Andrea Tranel, CFO der AEW Energie AG, erfreut. «Die AEW kann mit dem Erwerb ihr Eigenproduktionsportfolio um 170 GWh pro Jahr massgeblich ausbauen und ihre Kundinnen und Kunden verstärkt mit erneuerbarer Energie aus der Region versorgen. Diese Anleihe unterstreicht unser Engagement für die Nachhaltigkeit.»

Mit dem Fremdkapital wird der Erwerb der Aktienbeteiligung von 23 % an der Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt AG finanziert. Trotz des schwierigen Umfeldes an den Kapitalmärkten herrschte ein reges Interesse der Investoren an der Debütanleihe der AEW. Mit einem ausgezeichneten Rating gehört die AEW ab sofort zu den gefragten Schuldnern am Schweizer Kapitalmarkt. Die Eigenfinanzierung der AEW bleibt weiterhin sehr hoch. (pin)

Nationalfonds stützt Kantonsspital-Forschung

Ein Forschungsprojekt des Kantonsspital Aarau kann auf die finanzielle Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds zählen. Es geht um die Wirksamkeit von Ernährungstherapien bei älteren Menschen. Die KSA-Studie baut auf den ersten Teil einer vorherigen Studie auf. (pin)

Über 200 neue Arbeitsplätze in Dottikon

Statt eine Dividende auszuzahlen, soll der gesamte Gewinn in das Wachstum von Dottikon ES gesteckt werden. Nebst zusätzlichen Arbeitsplätzen bedeutet das auch einen Ausbau von Anlagen, Lagerkapazitäten und weiterer Infrastruktur.

Zurzach Care zurück in der Gewinnzone

Zurzach Care erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 139 Mio. Franken und schliesst das Jahr mit einem Gewinn von 630’000 Franken ab. Die Pandemie sei laut Mitteilung erneut spürbar gewesen, dennoch konnte Zurzach Care die Pflegetage in der stationären Rehabilitation um 1.5 Prozent steigern. Dies bildet sich auch in der höheren Bettenauslastung von 97 Prozent ab. Im Juli 2022 eröffnet Zurzach Care eine neue Rehaklinik im renommierten Basler Claraspital mit dem Fokus auf internistischer-onkologischer Rehabilitation. Es ist die elfte Klinik des Unternehmens.

21 stand für Zurzach Care im Zeichen der Veränderung. Die Unternehmensgruppe leitete erste Massnahmen für die Transformation zur Care Organisation ein. Eine Organisation, die die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ganzheitlich erkennt, sie entlang des gesamten Patientenpfads begleitet und ihnen sämtliche Leistungen aus einer Hand bietet. Ein erstes manifestes Zeichen dieser Veränderung war die Einführung der neuen und gemeinsamen Dachmarke Zurzach Care.

Zurzach Care entwickelte zudem im vergangenen Jahr ein neues Angebot für Geschäftskunden: Eine digitale Präventionsplattform, die Unternehmen in ihren Bemühungen im Bereich Corporate Health unterstützt. In der ersten Phase stehen die drei grosse Gesundheitsthemen Stress, Schlafstörungen und Kopfschmerzen im Fokus. Interessierte Firmen nutzen einen Baukasten mit Angeboten, die individuell auf die Bedürfnisse der Firma und ihrer Mitarbeitenden abgestimmt werden können. (cwu)

Zofinger Firma lanciert Automationsmodule in den USA und in Portugal

Die im letzten Herbst gebildete IAR Group mit Sitz in Zofingen lanciert in den USA und in Portugal zwei ihrer in der Schweiz entwickelten Automationsmodule. Gemäss dem Motto «Think Globally, Act Locally» werden die Module dort produziert, wo sie verkauft werden. Damit macht die IAR Gruppe einen wichtigen Schritt zur angekündigten Nutzung von Synergiepotenzialen der drei Gruppenunternehmen.

«Ich freue mich sehr, dass wir nun zwei unserer in der Schweiz entwickelten Automationsmodule auf dem Markt in den USA und in Portugal lancieren können», sagt Sébastien Perroud, CEO der IAR Group. Konkret geht es um die von der Bachmann Engineering AG in Zofingen entwickelten Automationslösungen «Bachmann MovingDevice» (BMD) und «Bachmann LoadingStation» (BLS), die beide hauptsächlich im Bereich der vollautomatischen Beschickung von CNC-Maschinen, Montagestationen und Produktionsanlagen eingesetzt werden.

Die beiden Automationsmodule sind speziell für die kollaborativen Roboter (sogenannte Cobots) von Universal Robots geeignet; es können aber auch andere Roboter integriert werden. (cwu)