Kommentar

Zu den geplanten Investitionen des Kantons: Gut für das Klima und die Konjunktur

Im Aargau sollen energetische Sanierungen weiter gefördert werden. (Symbolbild)

Im Aargau sollen energetische Sanierungen weiter gefördert werden. (Symbolbild)

In den nächsten vier Jahren sollen im Aargau für Energiefördermassnahmen – vor allem für Gebäudesanierungen – insgesamt 75 Millionen Franken eingesetzt werden. Das schlägt die Regierung in einer Anhörung vor.

Auch wenn coronabedingt grosse Ungewissheit herrscht, wie es in der Wirtschaft und bei Privatpersonen sowie bei den öffentlichen Finanzen weitergeht, bleibt die Vorlage nötig. Sie basiert auf einem Auftrag des Grossen Rates. Deshalb dürfte sie im Herbst, wenn sie dort voraussichtlich debattiert wird, eine Mehrheit finden. Denn das Klima wartet nicht.

Die Vorlage kann jetzt sogar noch als kleines Konjunkturförderungsprogramm wirken, das hoffentlich deutlich mehr Hausbesitzerinnen und-besitzer motiviert, ihr Gebäude energetisch zu sanieren. Sie profitieren sogar mehrfach. Sie bekommen Förderbeiträge, können Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen steuerlich geltend machen, steigern den Wert der Liegenschaft, sparen CO2 und erst noch Energiekosten.

Und sie bescheren dem örtlichen Gewerbe Arbeit. Nun sind 75 Millionen Franken viel Geld, der Kantonsanteil ist mit 12 Millionen aber trotz einer Erhöhung immer noch recht klein. Wenn er einige Millionen drauflegt, kommen für jeden zusätzlichen Kantonsfranken zwei Bundesfranken dazu. Auch wenn das Mitnahmeeffekte gibt, rechnet es sich: Ein Förderfranken löst nämlich erfahrungsgemäss fünf bis zehn Franken an Investitionen aus.

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