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Zu teuer: Regierungsrat legt Labor-Neubau auf Eis – Franziska Roth sprach von «prekären Zuständen»

Die SVP-Regierungsrätin Franziska Roth ist seit 100 Tagen im Amt. Bei der Pressekonferenz im Pflegezentrum Süssbach in Brugg gibt die Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales einen Überblick über ihre ersteen Eindrücke.

Franziska Roth an ihrer Pressekonferenz nach 100 Tagen. Kritik am Zustand des kantonalen Labors.

Die SVP-Regierungsrätin Franziska Roth ist seit 100 Tagen im Amt. Bei der Pressekonferenz im Pflegezentrum Süssbach in Brugg gibt die Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales einen Überblick über ihre ersteen Eindrücke.

Trotz Kritik von Regierungsrätin Franziska Roth, das kantonale Labor sei für die Mitarbeiter eine Zumutung, verschwindet das Neubau-Projekt in der Schublade. Zu teuer, findet der Gesamtregierungsrat.

An ihrer 100-Tage-Bilanz-Pressekonferenz kam Regierungsrätin Franziska Roth überraschend auf das kantonale Labor zu sprechen. Roth kritisierte den "prekären" Zustand des Labors. Das sei eine Zumutung für die Mitarbeiter. "Sie haben ein Recht auf einen sicheren Arbeitsplatz." Die Platzverhältnisse seien prekär, es gebe zuwenig Fluchtwege und es stinke. Das Haus sei auch mit Asbest belastet. Man dürfe nicht am falschen Ort gespart werden.

Um dies zu untermalen, zeigte Roth Bilder vom Zustand des Labors.

100-Tage-Pressekonferenz im April 2017.

Franziska Roth zeigt Bilder vom Zustand des kantonalen Labors

100-Tage-Pressekonferenz im April 2017.

Doch die Finanzlage des Kantons ist offensichtlich stärker als die mahnenden Worte der Gesundheitsdirektorin. Das Projekt für den Neubau eines kantonalen Labors und die Erweiterung des Verwaltungszentrums Buchenhof in Aarau verschwindet aus Kostengründen in der Schublade. Der Aargauer Regierungsrat will neue und kostengünstigere Varianten prüfen.

Nach eingehender Prüfung habe der Regierungsrat beschlossen, das auf 68,2 Millionen Franken veranschlagte Projekt nicht weiter zu verfolgen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Angesichts der angespannten Finanzlage des Kantons werde eine neue, kostengünstigere Variante an einem neuen Standort gesucht.

Ins Auge fassen will der Regierungsrat auch Kooperationslösungen mit anderen Kantonen und Institutionen. Der Handlungsbedarf bezüglich des heutigen Labors des Amts für Verbraucherschutz (AVS) sei unbestritten.

Das Labor am Kunsthausweg 24 in Aarau wurde letztmals 1978 umgebaut. Die Liegenschaft genüge seit längerer Zeit den Nutzungsansprüchen nicht mehr, schreibt die Regierung. Im März 2011 wurde deshalb die Entwicklung eines Raumkonzepts "Labor" in Auftrag gegeben.

2015 liess der Regierungsrat einen Projektwettbewerb für einen Laborneubau und für eine gleichzeitige Erweiterung des Buchenhofs durchführen. Neben der Zusammenlegung des AVS-Labors mit dem Labor der Abteilung für Umwelt (AfU) sollten im geplanten Neubau zusätzlicher Archivraum für das Staatsarchiv sowie ein Ersatz für die Personalkantine/Cafeteria realisiert werden. (roc/sda)

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