Corona-Virus

Zwei Corona-Patienten sind wieder gesund ++ Insgesamt 14 Fälle im Aargau – alle ohne Komplikationen wieder zu Hause

Die Aargauer Kantonsärztin informiert über die aktuelle Lage mit dem Corona-Virus im Kanton.

Die Aargauer Kantonsärztin informiert über die aktuelle Lage mit dem Corona-Virus im Kanton.

Der Kanton Aargau führt alle zwei Tage um 15.15 Uhr einen kurzen Point de Presse zur aktuellen Lage sowie spezifischen Themen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Coronavirus-Situation im Kanton Aargau durch.

Im Aargau haben sich bis am Montag insgesamt 14 Personen mit dem Corona-Virus angesteckt. Seit Sonntag ist keine weitere Ansteckung dazugekommen. Zwei der 14 Personen sind inzwischen geheilt. «Sie wurden aus der Isolation entlassen und es geht ihnen gut», sagt Kantonsärztin Yvonne Hummel. Auch die zwölf anderen – darunter ein Kind – seien wohlauf. Die Krankheit verlaufe bisher ohne Komplikationen. Die Patienten seien zu Hause isoliert. Die Infektionskette ist bei allen 14 Fällen klar. Das heisst, es ist bekannt, wo sie sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben.

In Zukunft lässt sich das wohl nicht mehr bei jedem neuen Fall rekonstruieren. Seit Freitag werden Kontaktpersonen von Infizierten nicht mehr vom Kantonsärztlichen Dienst unter Quarantäne gestellt. Sie sind neu in freiwilliger Quarantäne und werden vom Patienten direkt oder von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten informiert. «Die Kontaktpersonen dürfen arbeiten und zur Schule gehen, wenn sie keine Beschwerden haben», sagt die Kantonsärztin. «Sobald aber Symptome auftreten, sollten sie zu Hause bleiben – und zwar solange, bis sie mindestens 24 Stunden beschwerdefrei sind.»

Hier finden Sie die Medienkonferenz zum Nachschauen: 

Familienmitglieder einer erkrankten Person und Personen, die im gleichen Haushalt wie eine erkrankte Person leben oder mit ihr Intimkontakte hatten, müssen mindestens fünf Tage in Selbstquarantäne bleiben. «Treten in dieser Zeit keine Symptome auf, dürfen sie danach wieder arbeiten oder zur Schule», sagt die Kantonsärztin. Die Dauer von fünf Tagen sei wichtig, hält Hummel fest: «Wir haben zwischenzeitlich gesehen, dass Übertragungen primär im engen Umfeld stattfinden und dass Symptome üblicherweise innerhalb von fünf Tagen auftreten.»

Geheilt nach 48 Stunden ohne Beschwerden

Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, werden weiterhin isoliert. Wenn möglich geschieht das zu Hause. Im Spital werden nur die Patientinnen und Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf behandelt. Die Isolation dauert sowohl zu Hause als auch im Spital mindestens zehn Tage. Ob eine Isolation aufgehoben wird, werde in Absprache mit dem Kantonsärztlichen Dienst entschieden, sagt Yvonne Hummel. Damit jemand als geheilt gelte, müsse er mindestens 48 Stunden beschwerdefrei sein.

Aufgrund der heutigen Erkenntnisse sei die mögliche Lageentwicklung nach wie vor schwierig abschätzbar, sagt Dieter Wicki, Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz. (nla)

Die Medienkonferenz zum Nachlesen finden Sie hier in unserem Ticker:

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