Wahlen 2019

Zweiter Ständerats-Wahlgang: Am Montagabend entscheidet sich, wer noch einmal antritt

Thierry Burkart (links) und Hansjörg Knecht im Gespräch.

Thierry Burkart (links) und Hansjörg Knecht im Gespräch.

Erst ein Kandidat sagt klar, dass er am 24. November im zweiten Wahlgang nochmals kommen will – und erst einer sagt klar, dass er nicht mehr antritt.

Wie reagieren die Kandidierenden auf ihre Ergebnisse? Thierry Burkart (FDP) freut sich über sein Resultat. Dieses zu erreichen sei «angesichts der zehn teilweise sehr profilierten Kandidierenden sehr schwierig» gewesen. Jetzt gelte es, zusammen mit der Partei zu analysieren.

Zur Frage, ob es für den zweiten Wahlgang zu einem «Päckli» mit der SVP kommen könnte, äussert er sich nicht. Auf die rhetorisch gemeinte Frage, er trete gewiss wieder an, antwortet er erstaunlich zurückhaltend: «Wenn die Partei sagt, dass sie mich voll unterstützt, wäre ich grundsätzlich bereit.»

Mit dem Resultat zufrieden ist auch SVP-Kandidat Hansjörg Knecht – gerade angesichts der grossen Verluste seiner Partei und einer vergleichsweise tiefen Stimmbeteiligung, wie er anfügt. Klar ist für ihn aber: «Jetzt gehe ich mit vollem Elan in den zweiten Wahlgang.» Dazu, ob die SVP mit der FDP ein «Päckli» machen könnte, äussert auch er sich nicht.

"Ich gratuliere Frau Ruth Müri von Herzen"

Cédric Wermuth: "Ich gratuliere Ruth Müri von Herzen"

   

Wermuth oder Müri?

Für Cédric Wermuth (SP) ist sein Resultat «wie erwartet» ausgefallen. Ganz klar ist für ihn: «Rotgrün soll nur mit einer Kandidatur in den zweiten Wahlgang gehen.» Zur Frage, ob er oder Ruth Müri das sein werde, äussert er sich nicht. Jetzt seien Gespräche zu führen. Die SP-Geschäftsleitung entscheidet am Dienstagabend.

Auch am Montagabend entscheiden die Grünen. Ruth Müri zeigt ihr Wahlergebnis, «dass den Menschen Klima und Gleichstellung wichtig sind». Jetzt sei die Situation zu analysieren, die beste Lösung zu finden, und: «Wenn die Grünen sagen sollten, tritt nochmals an, täte ich das gern.»

Marianne Binder: «Es war ein gemeinsames Engagement»

Marianne Binder: «Es war ein gemeinsames Engagement»

  

Tritt Binder nochmal an?

Die CVP ihrerseits beurteilt «aufgrund des persönlichen Engagements und der breiten Akzeptanz» von Marianne Binder trotz fünftem Platz die Chancen als gut, im zweiten Wahlgang den Ständeratssitz zu gewinnen. Den Entscheid über eine Nomination fällt die Delegiertenversammlung am Dienstag.

Sie finde es traurig, dass es wohl keine Aargauer Ständerätin geben werde, meint Maya Bally (BDP). Jetzt schaue man, was andere Parteien machen. Die BDP entscheidet am Mittwoch, ob sie nochmals kommt. Als einziger Kandidat sagt Beat Flach, dass er angesichts des grossen Abstands nicht nochmals für den Ständerat antritt.

Roland Frauchiger räumt ein, er hätte sich ein fünfstelliges Resultat gewünscht. Was er danach sagt, klingt auch nicht wie eine Bewerbung für den zweiten Wahlgang: «Wenn es die EVP ausdrücklich wünschen sollte, überlege ich es mir.»

Die Resultate der Aargauer Ständeratswahlen

Meistgesehen

Artboard 1