Kommentar
Jetzt leisten auch die Kleinen einen Beitrag zur Pandemie-Eindämmung

An Aargauer Schulen wird jetzt für Fünft- und Sechstklässler die Maskenpflicht eingeführt.

Eva Berger
Eva Berger
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Kinder mit Atemschutzmasken im Unterricht, aufgenommen am Montag, 25. Januar 2021 in Zürich.

Kinder mit Atemschutzmasken im Unterricht, aufgenommen am Montag, 25. Januar 2021 in Zürich.

Keystone

Passe der Bund das Alter für die Maskenpflicht von heute zwölf Jahren nach unten an, ziehe der Kanton nach. das sagte Bildungsdirektor Alex Hürzeler noch vor wenigen Wochen, als der Lehrerverband forderte, Kinder sollten bereits in der vierten oder der fünften Klasse in der Schule eine Maske tragen. Jetzt ist das ­Bildungsdepartement ohne weiteren Bundesratsbeschluss umgeschwenkt und weitet als sechster Kanton die Maskenpflicht auf die zwei letzten Jahre der Primarschule aus.

Wann, wo, für wen eine Maske Sinn macht, ist eben keine exakte Wissenschaft. Unbestritten ist aber inzwischen, dass sie Ansteckungen vorbeugen kann. Damit sinkt an den Schulen das Risiko, dass Klassen in Quarantäne geschickt werden – und vor allem, dass wieder für mehrere Wochen ganz in den Fernunterricht gewechselt werden muss. Wenn das verhindert werden kann, ist die Maske für Kinder das kleinere Übel, darin sind sich Kanton, Lehrerverband und auch die meisten Eltern und Schüler einig.

Nach den Sportferien beginnt der Kanton auch noch mit den freiwilligen Massentests. Schön sind der Schulalltag und die neue Situation für die Kinder damit in der nächsten Zeit nicht, und sie werden sich zuerst daran gewöhnen müssen. Das wird den allermeisten gelingen und es wird zeigen, dass auch die Kleinen einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten. Für sie ist zu hoffen, dass es die letzten neuen Massnahmen sind.