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11'100 neue Bahnschwellen zwischen Wildegg und Schinznach-Bad

Die Schienen (hier Holderbank) müssen ersetzt werden.

Die Schienen (hier Holderbank) müssen ersetzt werden.

Die SBB treiben das Projekt «Rupperswil-Mägenwil-Leistungssteigerung» (RML) an verschiedenen Fronten voran. Für 20 Millionen Franken sanieren sie die Gleise zwischen Wildegg und Schinznach-Bad.

Die SBB treiben das Projekt «Rupperswil-Mägenwil-Leistungssteigerung» (RML) an verschiedenen Fronten voran. Im Prinzip geht es darum, den Fluss der Güterzüge ab dem Rangierbahnhof Limmattal neu zu organisieren, sodass Kapazitäten für den Halbstundentakt auf der S11 (Aarau-Zürich) frei werden. Die neue Weiche im Gexi ist installiert, der Bau der einspurigen Schlaufe Mägenwil begann letzte Woche. Im Gang sind auch die Arbeiten am Lärmschutz, weil der Güterverkehr Brugg–Rupperswil um rund 500 Prozent zunehmen wird. Am Montag wurden in Rupperswil Lärmschutzelemente versetzt.

Ebenfalls gestern begann das Bewilligungsverfahren für ein weiteres Grossprojekt, dass die Strecke Brugg–Rupperswil aufwerten wird. Es wird 20 Millionen Franken kosten – zusätzlich zu den 160 Millionen Franken, die für die RML vorgesehen sind. Zwischen Schinznach-Bad (Höhe Amag) und Wildegg (Höhe Jowa) sollen die beiden Gleise inklusive dem Schotter und Teilen des Unterbaus total erneuert werden. In zwei Etappen zwischen Mai 2021 und September 2022.

Zweischichtige Arbeit und Wochenend-Totalsperrung

Zuerst wird das südliche Gleis (Gleis 700) erneuert. Die Hauptarbeiten mit durchgehendem Einspurbetrieb dauern sechs Wochen. Zudem gibt es im Sommer 2021 an drei Wochenenden eine Totalsperrung beider Gleise. Die Hauptarbeiten am nördlichen Gleis (Gleis 800) dauern dann 2022 vier Wochen. In beiden Hauptetappen wird zweischichtig gearbeitet, was für die Anwohner zu Lärmimmissionen führen wird.

In Rupperswil wurden gestern Lärmschutzelemente montiert.

In Rupperswil wurden gestern Lärmschutzelemente montiert.

Das Projekt liegt seit gestern in den Gemeinden Brugg (Schinznach-Bad), Holderbank und Möriken-Wildegg auf (bis am 22. April). Es beginnt bei Bahnkilometer 36.461 und endet bei 39.803. Es werden also 6,6 Kilometer Gleis erneuert. Um was für Dimensionen es geht, zeigt etwa die Zahl der Schwellen, die ersetzt werden: 11'100 Stahlschwellen werden durch Beton- und teilweise Holzschwellen (etwa im Bereich des Bahnhofs Holderbank) ersetzt. Für den Zu- und Wegtransport des gesamten Baumaterials sind 1000 Lastwagenfahrten nötig (davon 80 Prozent tagsüber).

Die Lage der Gleise bleibt weitgehend gleich. Es kommt zu einzelnen horizontalen Veränderungen bis maximal 13 Zentimeter. In der Vertikale werden sie maximal 30 Zentimeter angehoben. Die Fahrstromanlage wird belassen.

Bahnhof wird nicht behindertenfreundlich

Was die Behindertenfreundlichkeit anbetrifft, gibt es bei der Haltestelle Holderbank keine Verbesserung. Die Perronanpassung würde 10 Millionen Franken kosten und wäre laut SBB unverhältnismässig. «Die Interessensabwägung kommt zum Ergebnis, das Hilfestellung durch Personal angeboten werden soll.»

Für die Bauinstallationsplätze benötigen die SBB vorübergehend 69 Aren Land von sieben Grundeigentümern. Es könnte zu Enteignungen kommen. (uhg)

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