Dintikon

16 Eier landeten im Tuch, dann war der Sieg des Winters besiegelt

Die Dintiker müssen sich in den kommenden Wochen warm anziehen. Am traditionellen Eieraufleset vom Sonntag konnte der Frühling den Winter nicht vertreiben.

Ausgetragen wurde der Wettstreit zwischen Frühling und Winter dieses Jahr von Christoph Barmettler (das Los wies ihm die Rolle des Frühlings zu) und Benjamin Schlatter (Winter): Schlatter nahm als «Läufer» den Weg nach Villmergen unter die Füsse. Zwei Begleiter kontrollierten, dass er auch in der Beiz einkehrte.

«Eierleser» Christoph Barmettler hatte eine kniffligere Aufgabe zu lösen: 101 Eier, gebettet in Spreu und im Abstand einer Elle (60cm) aufgereiht, galt es in ein Tuch zu werfen. Mit jedem Ei vergrösserte sich die Distanz. Das 17. Ei klatschte schliesslich auf den Asphalt. Jetzt war Kondition gefragt: Angefeuert von der Menge und umgarnt von Maskengestalten musste Barmettler hin- und her rennen und alle Eier einsammeln. Doch bevor das letzte Ei im Korb lag, lief Benjamin Schlatter bereits ins Ziel.

Trotz hartem Kampf endete der jahrhundertealte Brauch auch dieses Jahr versöhnlich: Gemeinsam sammelten Sieger und Verlierer die restlichen Eier ein – mit der Hoffnung, der Winter möge nicht lange vom Triumph über den Frühling zerren.

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