Seengen

218 Personen kämpfen mit Sammeleinsprache für die Blutbuche

Soll einer Überbauung weichen: Die Blutbuche von Seengen.

Soll einer Überbauung weichen: Die Blutbuche von Seengen.

120 Jahre alt und geschützt: In Seengen soll eine Blutbuche vier Neubauten geopfert werden. Dagegen gibt es Widerstand.

Der mächtige, 120 Jahre alte Baum steht an der Strasse von Seengen nach Meisterschwanden. Und er steht unter Schutz, ist im Inventar der «Geschützten Natur- und Kulturobjekte» der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) aufgeführt. Er kann also eigentlich nicht einfach gefällt werden. Aber genau das möchte der Investor tun, der auf der Parzelle vier Neubauten im Wert von 4,7 Millionen Franken (ohne Land) plant. Das Baugesuch lag bis Montag auf.

Die Blutbuche hat in Seengen viele Freunde: 218 Personen haben eine Sammeleinsprache zu ihrer Rettung unterschrieben. Und das Schicksal der Blutbuche hat es aufs nationale Parkett geschafft. Unter dem Titel «In Seengen (AG) hört man lieber Banknoten rascheln als Laub» berichtete die Wochenzeitung «Die Zeit» über den Fall. Der Text endet folgendermassen: «Bevor sie die Blätter verliert, brennt die Blutbuche jeden Herbst wie eine Fackel. Dieses Jahr vielleicht zu letzten Mal.»

Nun gibt es Hoffnung, wenn so viele Leute bereit sind, für den Baum zu kämpfen.

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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