Seon

30 neue Arbeitsplätze, aber: Mammut muss noch weiter nach oben

Mammut muss die Rendite in den nächsten Jahren steigern.

Mammut muss die Rendite in den nächsten Jahren steigern.

Mammut schuf letztes Jahr im Seetal gegen 30 neue Arbeitsplätze. Die Rendite ist aber noch unbefriedigend. Mammut hat noch drei Jahre Zeit, wieder richtig fit zu werden.

«Wir sind daran, die neue Mammut aufzubauen und haben dabei im zweiten Halbjahr deutliche Fortschritte gemacht.» Ein Halbjahr mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von 10 Millionen Franken habe es «seit vielen Jahren nicht mehr gegeben».

Und dann sprach Conzzeta-Chef Michael Willome noch von «einem Bekenntnis zu Seon»: Gemeint war der Aufbau von weiteren fast 30 Vollzeitstellen im Seetal. Mammut beschäftigte Ende letzten Jahres weltweit 752 Personen, etwa die Hälfte davon im Aargau. Vor vier Jahren waren es erst 592 – also ein Jobwachstum von 27 Prozent seit 2014.

Mammut hat das Glück, dass die reiche Mutter, der Mischkonzern Conzzeta, dem Unternehmen fünf Jahre Zeit gibt, wieder richtig fit zu werden. Davon sind jetzt gut zwei Jahre vorbei. Das Bekleidungssortiment ist bereits um rund 20 Prozent gestrafft. Im Sommer 2019 soll die erste volle Kollektion des neuen Chief Creative Officer auf den Markt kommen.

Mammut will sein Image als Premium-Anbieter im Outdoor-Bereich schärfen. Dazu gehört auch der Verzicht auf margenschwache Umsätze und Liquidationsverkäufe. Deswegen gingen letztes Jahr 9,5 Millionen Franken Umsatz verloren. Stark wachsend ist dagegen das Internet-Geschäft. Der Webshop ist seit letztem Spätsommer voll funktionsfähig und erreichte bereits einen Umsatz von 14,8 Millionen Franken.

Insgesamt setzte Mammut 228,6 Millionen Franken um (Vorjahr 234,6 Mio. Fr.) Mit einem Betriebsgewinn von 0,1 Millionen Franken (Vorjahr 1,2 Mio. Fr.) schrieb das Unternehmen eine schwarze Null.

Der Conzzeta-Konzern gehört zu 51 Prozent der Aktionärsgruppe Auer, Schmidheiny und Spoerry. Das Unternehmen ist primär in der Blech- und Glasbearbeitung sowie der Chemie tätig. Sportartikel machen nur 15 Prozent des Umsatzes aus. Conzzeta hat ein Traumjahr hinter sich. Bei einem Umsatz von 1,48 Milliarden Franken stieg der Gewinn auf 97,4 Millionen (plus 52 Prozent).

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