Niederlenz
608 Anschläge pro Minute – im Cholechäller beginnt die Saison rasant

Im Cholechäller in Niederlenz beginnt die Saison rasant mit dem Boogie-Botschafter Nico Brina.

Markus Christen
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Die Mitglieder der Kulturkommission Niederlenz (von links nach rechts Tanja Hauri, Köbi Knüsel, Sibilla Scognamiglio,Dani Schneider, Michelle Uhlmann, Indra Joshi, Corinne Wyss) bringen sich für den Boogie-Abend in Schwung. Markus Christen

Die Mitglieder der Kulturkommission Niederlenz (von links nach rechts Tanja Hauri, Köbi Knüsel, Sibilla Scognamiglio,Dani Schneider, Michelle Uhlmann, Indra Joshi, Corinne Wyss) bringen sich für den Boogie-Abend in Schwung. Markus Christen

Markus Christen

Sein Talent hat ihm einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde gesichert und ihn zum offiziellen Boogie-Woogie-Botschafter der Schweiz gemacht. Der Bieler Pianist und Sänger Nico Brina wird am kommenden Samstag für einen rasanten Start in die neue Spielsaison des Kulturlokals Cholechäller in Niederlenz sorgen.

608 Einzelanschläge am Klavier mit der linken Hand in einer Minute, dies ist das Rekordtempo des Nico Brina. Doch diese feurige Spielkadenz ist es nicht allein, welche die Auftritte des Entertainers zum Erlebnis machen, wie Daniel Schneider, Mitglied der Kulturkommission Niederlenz, weiss. «Ich habe Nico Brina nach einem seiner Auftritte kennen gelernt. Von seinen Darbietungen war ich fasziniert. Er lebt gewissermassen in seiner Boogie- und Rock-’n’-Roll-Welt. Das Outfit, die Gesten, die Interaktion mit dem Publikum sorgen für eine einmalige Stimmung.»

Semesterprogramm

Samstag, 16. Januar, 20.15 Uhr, Apéro ab 19 Uhr: Nico Brina. – Samstag, 27. Februar, 20.15 Uhr: Rabenschlag & Lässer. – Samstag, 19. März, 20.15 Uhr: Pedro Lenz. – Samstag, 2. April, 20.15 Uhr: Cornelia Montani. – Sonntag, 3. April, 11 Uhr: Theater Gustavs Schwestern. – Samstag, 7. Mai, 20.15 Uhr: Marco Tschirpke. – Samstag, 21. Mai, 20.15 Uhr: Berg, Ruosch & Freunde.

Stellt sich die Frage, ob der Zuschauerraum im Cholechäller am Samstag kurzerhand zur Tanzfläche mutieren wird? «Darüber haben wir noch nicht abschliessend gesprochen», sagt Daniel Schneider, «das hängt auch davon ab, wie viele Zuhörer wir am Wochenende begrüssen dürfen.»

Wunderbare Kontraste

Weitere musikalische Gäste im Frühlingsprogramm sind am 27. Februar Thomas Rabenschlag und Max Lässer. Der Abend, der von der Stiftung Pro Argovia unterstützt wird, steht ganz im Zeichen der komischen Lyrik von Robert Gernhardt. Jazzig-klassisch, so verspricht es das Programm, werden die hintersinnigen Gedichte mit dem Gesang Rabenschlags und dem Gitarrenspiel Lässers vertont.

Gemeinsam mit Freunden treten am 21. Mai Lisa Berg und David Ruosch auf der kleinen Bühne an der Niederlenzer Hauptstrasse auf. Indra Joshi, die den Abend für die Kulturkommission organisiert, freut sich bereits auf die «bitterbösen Chansons», die das Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer pflegen würden. «Lisa Berg hat eine fantastische Stimme und Bühnenpräsenz. Piekfein ist der Auftritt und steht in teilweise wunderbarem Kontrast zu den abgründigen Texten der Lieder.»

Joshi ist sich sicher, dass das Quartett Berg, Ruosch & Freunde hervorragend zur etwas versteckten und geheimnisvollen Atmosphäre des Cholechällers passt.

Die Trickfilmschweine erwachen

Theatralisch wird es im Niederlenzer Kulturlokal am ersten April-Wochenende. Am Samstagabend bringt das Theater- und Musikensemble um Cornelia Montani «Die Ballade vom traurigen Café» auf die Bühne. Das musikalische Erzähltheater nach Carson McCullers und Edward Albee spielt in einem Kleinstadtcafé und berichtet von einem düsteren Racheplan.

Am Sonntag, 3. April, bereits um 11 Uhr, erweckt dann das Theater Gustavs Schwestern für alle Zuschauer ab 5 Jahren die beiden bekannten Trickfilmschweine Piggeldy & Frederick zu neuem Bühnenleben.

Seine Lapsuslieder präsentiert am
7. Mai der in Berlin lebende Musik-Kabarettist Marco Tschirpke.

Und als wohl bekanntester Name ist bereits am 19. März der Dichter, Schriftsteller und Kolumnist Pedro Lenz in Niederlenz zu Gast. Er liest aus seinem neu erschienenen Kolumnenbuch «Der Gondoliere der Berge».