Klimabaum

«Aktion Klimaoase»: Dintikon erhält eine Flaumeiche für einen Schattenplatz

Heidi Ammon, Gemeindepräsidentin von Windisch, Ruedi Würgler, Gemeindeamman von Dintikon, und Armin Gloor, Gemeinderat von Dintikon.

Heidi Ammon, Gemeindepräsidentin von Windisch, Ruedi Würgler, Gemeindeamman von Dintikon, und Armin Gloor, Gemeinderat von Dintikon.

Als sechste Gemeinde im Kanton Aargau erhält Dintikon einen Klimabaum.

Noch sieht der junge Baum so aus, als sei ihm etwas fröstelig zumute. Dereinst jedoch wird die ausgewachsene Flaumeiche neben dem Schulhaus unter ihrem Blätterdach selbst für kühlere Luft sorgen.
Am Samstag erhielt Dintikon als sechste Gemeinde im Aargau einen Klimabaum. Das Pflanzfest, an dem rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner teilnahmen, fand statt im Rahmen des vom Naturama Aargau und der Abteilung Landschaft und Gewässer organisierten Projekts «Aktion Klimaoase».

25 Bäume sollen bis Ende 2021 gepflanzt werden, um die Menschen «für die klimapositiven Wirkungen von Grünräumen innerhalb ihrer Gemeinden» zu sensibilisieren, so die Organisatoren. Um Vernetzung und Austausch zwischen den am Projekt mitwirkenden Gemeinden zu fördern, beschenkt eine Klimaoasen-Gemeinde jeweils die nächste Gemeinde mit einem ausgesuchten Klimabaum. Die Flaumeiche der Gemeinde Dintikon, die auf 15 bis 20 Meter Höhe wachsen wird, ist ein Präsent aus Windisch.

Die Klimabäume sollen aber nicht nur ein Zeichen setzen für mehr Aufmerksamkeit und ein gesteigertes Klimabewusstsein, sie erfüllen auch einen handfesten praktischen Zweck. Prognosen zur Klimaentwicklung gehen davon aus, dass in 30 bis 40 Jahren mit bis zu 45 Hitzetagen pro Jahr zu rechnen ist.

«Der Baum spendet Schatten, bindet den Feinstaub und erfüllt eine Kühlleistung», wie Agronom und Projektverantwortlicher Thomas Baumann erklärt. Unter einem ausgewachsenen Baum wird die Lufttemperatur an einem heissen Tag um 7 Grad abgekühlt, gefühlt gar um 15 Grad. «Die Aktion soll die Gemeinden auch dazu animieren, weitere Bäume zu pflanzen», so Baumann.

Gemeindeammann Ruedi Würgler und Gemeinderat Armin Gloor sehen das Pflanzfest als folgerichtigen Schritt in den Natur- und Umweltschutzbestrebungen. So sei es ein Anliegen der Gemeindepolitik, insbesondere die Umgebung, um die Gemeindeliegenschaften naturnah zu gestalten. «Natur- und Klimaschutz sollen integrierte und integrierende Bestandteile des Lebens sein», so Würgler.

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