Brunegg

Als die Wohnung wieder strahlt, hält das Chaos Einzug

Elke Delimar (links), Susanne Moor und Nicole Spiess.

Elke Delimar (links), Susanne Moor und Nicole Spiess.

In der Komödie «Im Diräkter sin Sohn» der Theatergruppe Brunegg sorgt eine angeheiterte Elke Delimar für amüsante Unordnung.

Zum einen ist Paddy Müller Student. Zum anderen ist er der Sohn eines Bankdirektors. Und zu guter Letzt ist Paddy Müller auch noch ausserordentlich unordentlich. Für die Attikawohnung seiner Eltern, die Müller jr. seit kurzem bewohnt, bedeutet diese biografisch-psychologische Konstellation eine ziemliche Zumutung.

Befreit von Erwerbspflichten und -sorgen kümmert sich der Junggeselle vorwiegend um seine hedonistischen Ansprüche. Dabei kommt ihm zupass, dass sich sein Lerneifer in engen Grenzen hält. Das Resultat dieser fokussierten Lebensführung sind ungezählte Pizzakartons, ungespültes Geschirr und überall verstreute Kleider. Es ist schliesslich Mutter Laura Müller, die diesem unbekümmerten Treiben ein Ende setzt. «Eine Haushälterin muss her», beschliesst sie und bringt damit die junge Pizzalieferantin Isa auf eine Idee. Ausgestattet mit einer Silberhaarperücke und einer Grossmutterbrille empfiehlt sie sich erfolgreich für die gut bezahlte Anstellung. Die Wohnung strahlt nun wieder in Hochglanz. Die Unordnung allerdings hält in der Person von Isas Mutter mit Hang zum Hochprozentigen erneut Einzug.

Mit «Im Diräkter sin Sohn» präsentiert die Theatergruppe Anfang Februar eine kurzweilige Komödie. «Das Stück bietet leichte und amüsante Kost», sagt Roland Christen, der zum zweiten Mal und mit viel Freude bei der Theatergruppe Regie führt. «Die Theatergruppe ist ein eingeschworenes Team, dem das Spiel auf der Bühne einfach grossen Spass macht.»

Noch nie im Leben betrunken gewesen

Einen besonders schwungvollen Auftritt auf der Brunegger Bühne zeigt Elke Delimar als Isas Mutter Renate König. Mit der Rolle als angeheiterter Wirbelwind konnte sie sich einen Wunsch erfüllen. Den Wunsch, einmal eine betrunkene Theaterfigur zu spielen. «Ich war in meinem ganzen Leben noch nie betrunken. Ich weiss nicht, wie es ist, betrunken zu sein. Aber ich habe mir gedacht, dass es schauspielerisch eine interessante Herausforderung ist», sagt Elke Delimar.

Zur Vorbereitung auf die Rolle habe sie Menschen in angetrunkenem Zustand beobachtet, wobei sie auch auf Youtube auf Anschauungsmaterial gestossen sei. «Die Schwierigkeit beim Spielen einer betrunkenen Figur besteht darin, das richtige Mass zu finden.» Ein wenig überzeichnet müsse die Darbietung sein, so Elke Delimar, schliesslich wolle das Publikum bestens unterhalten werden.

Meistgesehen

Artboard 1