Bevölkerungswachstum

Bis in 15 Jahren soll Lenzburg bis zu 12 000 Einwohner haben

Stadtammann Daniel Mosimann, Stadtplanerin Helen Bisang und Stadtrat Martin Steinmann präsentierten erste Ergebnisse der Räumlichen Entwicklungsstrategie (RES) der Stadt Lenzburg.

Stadtammann Daniel Mosimann, Stadtplanerin Helen Bisang und Stadtrat Martin Steinmann präsentierten erste Ergebnisse der Räumlichen Entwicklungsstrategie (RES) der Stadt Lenzburg.

Lenzburg soll weiterhin wachsen, über den Weg zu diesem Ziel informierten die Verantwortlichen die Nachbargemeinden; das Volk folgt am Donnerstag.

«RES» heisst das Zauberwort, mit dem die Stadt Lenzburg ihre städtebauliche Zukunft gestalten will. «RES» steht für «Räumliche Entwicklungsstrategie» und ist das Ergebnis ausgiebiger Abklärungen und Planungsarbeit: «Der Stadtrat hat sich im letzten Jahr intensiv mit RES befasst», begrüsste Stadtammann Daniel Mosimann Vertreter der Nachbargemeinden zu einer Vorabinformation über die Ergebnisse.

Die Veranstaltung, die anschliessend analog auch für Lenzburger Einwohnerräte und Kommissionsmitglieder durchgeführt wurde, hatte nur einen Nachteil: Während hier über Ziele, Konzept und Teilstrategien orientiert wurde, blieben die Details vorerst auf der Strecke. Die Katze, wie sich die Stadtoberen die Entwicklung in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren detailliert ausmalen, soll erst morgen Donnerstag aus dem Sack gelassen werden.

Info für die Öffentlichkeit

Die interessierte Bevölkerung ist am 19. Februar auf 19 Uhr in die Aula der Berufsschule geladen und erfährt dann aus erster Hand, wie sich die Verantwortlichen in Rathaus und Bauamt die Zukunft von Lenzburg vorstellen. Anschliessend, ab Freitag, 20. Februar, werden die nötigen Unterlagen (Bericht zur RES, Kurzbroschüre und Fragebogen) auch auf der städtischen Internet-Seite abrufbar sein.

Bis am 4. Juli, dem Samstag vor dem Jugendfest, läuft dann das sogenannte Mitwirkungsverfahren, während dem die Bürger die Vorschläge kommentieren und ergänzen, wahlweise auch loben oder zerzausen können.

«Eine schöne Geste»

Obwohl Konkretes fehlte, kam die Informationsveranstaltung der Lenzburger Behörden bei den Gemeindevertretern gut an. «Es ist eine schöne Geste, dass wir derart früh über dieses Projekt und seine wichtigsten Stossrichtungen informiert werden», fand ein Teilnehmer lobende Worte für die hehre Absicht der Stadt, auch die Nachbarn in den Prozess einzubeziehen.

«Die räumlichen und funktionalen Verflechtungen nehmen zu», so Stadtammann Mosimann: «Deshalb muss es eine verstärkte Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg geben.» Daran ändert auch nichts, dass eines der fünf RES-Ziele explizit die «weitere Entwicklung nach innen, innerhalb der bestehenden Siedlungsgrenzen» vorsieht, wie Bau-Stadtrat Martin Steinmann ausführte.

Einzonungen sind also nicht vorgesehen und zudem kaum möglich, da das Lenzburger RES eingebettet sein wird in übergeordnete Raumplanungsvorgaben. Nicht nur der kantonale Richtplan, sondern später konkreter werdende Wünsche der Nachbarn etwa in Verkehrsfragen werden die Bauerei in Lenzburg beeinflussen: «Das RES liefert beispielsweise die Grundlagen für die künftige Bau- und Nutzungsordnung», so die Stadtplanerin Helen Bisang vor den Gemeindevertretern.

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