Stefanini war ein Sammler, der es mochte, Dinge zu jagen und zu erwerben. Angefangen bei Immobilien über Kunst bis hin zu Kuriositäten wie General Guisans Mantel oder Kaiserin Sisis Milchzahn.

In der Nachkriegszeit machte der Sohn eines italienischen Immigranten ein Vermögen mit Immobilien. Zeitlebens war er für seine Zurückhaltung bei der Sanierung von Liegenschaften bekannt. Seine Kunstsammlung umfasst gemäss dem «Landboten» rund 100 000 Objekte, darunter auch rund 135 Bilder von Hodler und Anker.

1980 gründete er die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). 1984 kaufte die SKKG den Seenger Brestenberg. Bruno Stefaninis Traum: Das Schloss als Hotel und Museum wieder auferleben zu lassen. Doch auch beim Schloss setzte der Zerfall ein. Die Pläne wurden nie realisiert.

Die Bemühungen der SKKG, Investoren zu suchen, die im Schloss ein Luxushotel eröffnen würden, versandeten. Weil Bruno Stefanini dement wurde, entbrannte schon zum Schluss seines Lebens ein Kampf um die SKKG, die als eine der reichsten Stiftungen der Schweiz gilt. Zwei Kinder Stefaninis haben sich dieses Jahr vor Bundesgericht gegen die Stiftungsräte aus den Immobilienfirmen durchgesetzt, seine Tochter Bettina Stefanini ist seither Präsidentin der Stiftung. (AZ)