Hendschiken

Brot backen für Multiple-Sklerose-Patienten

Theres Jampen, Veronika Brogli (v.l.) und Annamarie Körkel (4. v. l.) an ihrem Stand.

Theres Jampen, Veronika Brogli (v.l.) und Annamarie Körkel (4. v. l.) an ihrem Stand.

Die Landfrauen haben am Zöbermärt in Hendschiken für einen guten Zweck Selbstgebackenes verkauft.

Dass die Landfrauen des Bezirks Lenzburg den Herbstmarkt zugunsten von Multiple-Sklerose-Patienten, der letztes Jahr zum 33. und letzten Mal in Lenzburg stattfand, nicht weiterführen wollten, hat den Hendschiker Landfrauen überhaupt nicht gepasst.

Die 33 Mitglieder haben daher beschlossen, selbst etwas auf die Beine zu stellen. «Es gibt viele Multiple-Sklerose-Patienten, die einen Batzen gebrauchen können», erklärte Theres Jampen das Engagement der Hendschikerinnen. Anstatt selbst einen Markt zu organisieren, haben die Landfrauen bei den Organisatorinnen des Zöbermärts angefragt und stiessen dort auf offene Ohren. Da sie keine Standgebühren bezahlen müssen und die angebotenen Backwaren von den Vereinsmitgliedern gratis zur Verfügung gestellt werden, können die Hendschiker Landfrauen die gesamten Einnahmen der MS-Gruppe Freiamt übergeben. «So reicht es für einen Zustupf an eine Reise oder ein Mittagessen», sagte Theres Jampen.

Die Brote und Zöpfe dufteten verführerisch und auch die gluschtigen Kuchen, Cakes und Muffins fanden rasch Abnehmer. «Alles ist selbst gemacht», betonte Theres Jampen stolz. Ob sie das Engagement weiterführen werden, wird später im Verein diskutiert.

Unterstützung durch Zöbermärt-Organisatoren

Franziska Gehrig, die am Samstag zusammen mit einer Kollegin den Zöbermärt bereits zum dritten Mal organisiert hat, kam den Landfrauen gerne entgegen, da sie für einen guten Zweck Geld sammeln. Einzige Bedingung: Die Produkte der Landfrauen durften die Festwirtschaft nicht konkurrenzieren. Deshalb waren am Landfrauenstand nur abgepackte Backwaren erhältlich.

40 Ausstellerinnen und Aussteller boten ihre selbst gemachten Produkte am Zöbermärt im Chilezentrum an. Um mitmachen zu dürfen, musste ein «Zöber» – eine Zaine – auf dem Tisch stehen.

«Wir schauen darauf, dass es von einem Produkt nur einen einzigen Anbieter gibt», erklärte Franziska Gehrig. So konnte die 32-jährige Arztgehilfin und Mutter dem Publikum ein abwechslungsreiches Marktangebot präsentieren und der reduzierte MS-Markt profitierte von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern.

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