Staufen

Das Wachstum hat seinen Preis: Die Gemeinde benötigt einen neuen Kindergarten

Der Kindergarten soll bis im Sommer 2022 entstehen.

Der Kindergarten soll bis im Sommer 2022 entstehen.

Weil die Gemeinde Staufen immer weiter wächst, benötigt sie nun einen neuen Kindergarten. Geplant sind vier Abteilungen, die gut 4 Millionen Franken kosten werden.

Übernächste Woche stimmen die Staufner an der wegen Corona verschobenen Sommergmeind über den Kredit für die Doppel-Sporthalle ab. Kostenpunkt: 8,7 Millionen Franken. Wenige Monate später steht an der Wintergmeind bereits das nächste Grossprojekt an: Staufen benötigt einen neuen Kindergarten.

Dieser soll zwischen dem Zopfhuus und dem Gemeindehaus entstehen. «Dank Prognosen der Geburtenzahlen können wir einen Blick in die Zukunft werfen, es zeigt sich, dass wir mehr Platzbedarf haben werden», sagt Katja Früh Haas, die als Gemeinderätin unter anderem für die Bildung, Schul- und Kindergartenanlagen zuständig ist.

Erstellt wird ein Holzgebäude

Staufen verfügt derzeit über zwei Kindergartenabteilungen in der Konsumstrasse, eine im Ausserdorf und zwei Abteilungen, die in der Schule integriert sind. «Die Strategie ist, dass wir die Kindergartenabteilungen in der Schule wieder rausnehmen können, um dort mehr Schulraum zu haben», sagt Gallus Zahno, Gemeinderat für Bau- und Raumplanung, Gemeindeliegenschaften.

Präsentierten das Projekt: Katja Früh Haas und Gallus Zahno.

Präsentierten das Projekt: Katja Früh Haas und Gallus Zahno.

Als der Gemeinderat vor eineinhalb Jahren mit der Planung für den Kindergarten begonnen habe, habe man an einen Zweifachkindergarten mit der Option für eine dritte Abteilung gedacht. «Bald haben wir uns aber für einen Dreifachkindergarten mit Option auf eine vierte Abteilung entschieden, mittlerweile haben wir im Gemeinderat besprochen, dass wir von Anfang an mit der vierten Option planen», sagt Zahno. Die Idee sei, dass man so Reserveraum schaffen könne.

«Zudem ist es kostengünstiger, wenn wir die Option auf vier Abteilungen jetzt einlösen und nicht noch später erweiterten», so Zahno. Umgesetzt wird das Projekt von der Schäfer Holzbautechnik AG und der Schäfer Generalunternehmung AG in Dottikon und den BEM Architekten AG aus Baden. Sie konnten mit ihrem Projekt im Gesamtleistungswettbewerb überzeugen.

Mit dem Chindsgi entsteht ein neuer Dorfplatz

Der geplante Kindergarten sei funktional gut ausgearbeitet und überzeuge auch, da die Parzelle gut genutzt wird, sagt Zahno. «Zudem ist es uns wichtig, dass für die Kinder weiterhin genug Platz zum Spielen bleibt», ergänzt Katja Früh Haas. Vorgabe an die Teilnehmer des Wettbewerbes sei darum auch gewesen, dass mit einem Landschaftsarchitekten zusammengearbeitet werde. Durch den Bau des Kindergartens ergebe sich zudem ein neuer Dorfplatz.

Der Kindergarten soll über zwei Stockwerke verfügen. Beide jeweils mit zwei Schul- und Gruppenräumen. Zwischen den Unterrichtsräumen befindet sich jeweils eine Verbindungstüre. Geplant ist ausserdem, dass die beiden Gruppenräume bei Bedarf gemeinsam genützt werden können. Sie sollen eine Faltwand als Raumtrennung erhalten.

Der Kindergarten soll ausserdem auch von Schülern genutzt werden können. «Die Räumlichkeiten können auch von der ersten und zweiten Klasse genutzt werden, das verschafft uns viel Flexibilität», sagt Katja Früh Haas. Die Kosten für den vierfach Kindergarten werden sich auf «gut vier Millionen Franken» belaufen, wie Gallus Zahno sagt. «Wir sind momentan dabei, den Kreditantrag auszuarbeiten, damit wir ihn an der Gemeindeversammlung im November vorlegen können.»

Die vielen Kinder beweisen: «Staufen lebt»

Bezogen werden soll der Vierfachkindergarten, wenn alles klappt, im Sommer 2022 und somit zeitgleich wie die neue Sporthalle. Wie lange der Platz reicht, sei nicht vorhersehbar sagt Katja Früh Haas: «Das Wachstum ist nicht vorhersehbar.» Dass die jüngste Generation wachse, freue sie aber sehr: «Staufen lebt.»

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