Beinwil am See

Der Chef selbst soll Schuld am Feuer in Fabrik sein

Grossbrand Beinwil laut Staatsanwaltschaft durch mangelhafte Überwachung verursacht

Grossbrand Beinwil laut Staatsanwaltschaft durch mangelhafte Überwachung verursacht

Im Herbst 2019 brannte in Beinwil am See eine Leuchtreklamen-Fabrik nieder. Nun zeigen Recherchen, dass der Chef des Unternehmens eine Maschine unzureichend überwachen liess.

Die Staatsanwaltschaft hat nach dem Brand in einer Fabrik in Beinwil am See vom September 2019 einen Strafbefehl erlassen – gegen den Geschäftsführer der Firma. Dieser hat allerdings Rekurs eingelegt.

Am 16. September 2019 brannte es in der Fabrik des Leuchtreklamen-Herstellers Neon Bächli AG in Beinwil am See. Bei den aufwendigen Löscharbeiten waren über 100 Angehörige der Feuerwehren im Einsatz. Auch die Auswirkungen auf den Verkehr waren gross: Die Luzernerstrasse zwischen Beinwil am See und Mosen LU sowie die SBB Bahnstrecke mussten für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die Untersuchungen zur Brandursache sind mittlerweile abgeschlossen. Wie Alex Dutler, Sprecher der Aargauer Oberstaatsanwaltschaft gegenüber TeleM1 erklärt, sei der Brand von einer Plexiglasschneidemaschine ausgegangen. «Sie wurde mangelhaft überwacht.» Die Maschine darf laut Gebrauchsanweisung nicht unbeaufsichtigt bedient werden. Und laut dem Regionalsender soll der Geschäftsführer nicht genug aufgepasst haben.

Die Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten per Strafbefehl wegen fahrlässigem Verursachen einer Feuersbrunst zu einer Busse verurteilt. «Allerdings hat der Beschuldigte Einsprache erhoben», erklärt Alex Dutler.

Das Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung. (ldu)

Beinwil am See: Fabrikationsbetrieb brannte lichterloh

Beinwil am See: Fabrikationsbetrieb brannte lichterloh (18.9.19)

 

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