Fahrwangen

Der Erfolg bei der Schule kostet etwas: Gemeindeversammlung soll einen Planungskredit bewilligen

Die Bezirksschule Fahrwangen wird im Sommer 2022 geschlossen. archiv/to

Die Bezirksschule Fahrwangen wird im Sommer 2022 geschlossen. archiv/to

Die Fahrwanger Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung vom 3. September ein gerütteltes Mass an Arbeit mit teils erheblichen finanziellen Folgen (Steuerfuss aktuell 118%) zu erledigen.

Das besorgniserregendste Geschäft ist sicher die Wasserversorgung, das erfreulichste wohl die Aufgleisung der Schulhauserweiterung. Denn Fahrwangen hat zwar die Bezirksschule verloren (per Sommer 2022), gewinnt aber ab Sommer 2023 rund 150 zusätzliche Sek- und Realschüler aus Meisterschwanden und Sarmenstorf.

360'000 Fr. für Planung der Schulhaus-Erweiterung

Das bedingt Anpassungen an der Schulanlage. Kurzfristig eine finanzielle Belastung, langfristig aber interessant. Der Gemeinderat schreibt in den Gemeindeversammlungsunterlagen, die Schulhauserweiterung verursache zwar grosse Investitionen. Diese würden aber anschliessend mit den Schulgeldern amortisiert: «Der Finanzplan zeigt, dass dieses Projekt langfristig positive Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen hat.»

In einem ersten Schritt geht es darum, einen Planungskredit von 360'000 Franken zu bewilligen. Angedacht sind ein Ausbau des Variel- und des Bezirksschulhauses sowie eine Aufstockung des letzteren. Noch keine Angaben macht der Gemeinderat über die Grössenordnung des Baukredits, der voraussichtlich im Juni 2021 genehmigt werden soll.

Unabhängig von der Neuorganisation der Oberstufe muss die Mehrzweckhalle saniert werden. Das Gebäude mit Baujahr 1972 ist nicht mehr dicht. Für Anpassungsarbeiten sollen die Fahrwanger einen Kredit von 426'000 Franken genehmigen.

Grosse Investitionen in ein neues Baugebiet

Ein finanziell grosser Brocken ist das Geschäft «Erschliessung Helgenhüsli/Richtplatz und Massnahmen Vordergasse». Insgesamt sollen 4,35 Millionen Franken in Strassenbau, Ver- und Entsorgung mit Wasser/Abwasser sowie mit Fernwärme investiert werden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass dereinst gebaut werden kann. In Form der raumplanerischen Vorarbeiten sind dafür bereits erhebliche Vorleistungen erbracht worden.

Aus Sicht des Gemeinderates ist die Gemeindeverwaltung personell unterdotiert. Seit 2010 verfügt sie über 3,6 Stellen. Das Dorf ist aber seither um etwa 25 Prozent gewachsen (heute 2297 Einwohner). Der Gemeinderat beantragt die Kompetenz für eine Pensenerhöhung auf maximal 4 Stellen. «Aktuell werden lediglich 0,1 Stellen benötigt», schreibt er.

Für das Obligatorische nach Sarmenstorf-Uezwil

Daneben geht es an der Gemeindeversammlung um einen Vertrag für die Sicherstellung des obligatorischen Schiessens: Weil das Schützenhaus in Fahrwangen wegen eines Bauprojekts demnächst abgebrochen wird, werden die Fahrwanger das Obligatorische künftig in Uezwil-Sarmenstorf schiessen, was der Gemeinde jährliche Kosten von 3200 Franken verursacht.

Weiter sind für die Versammlung vom 3. September traktandiert: eine kleine Teilrevision der BNO, der Rechenschaftsbericht und eine Einbürgerung.

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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