Dürrenäsch

Der finale Countdown um die Mehrzweckhalle

Über neue Mehrzweckhalle – hier eine Visualisierung – können die Dürrenäscher am 8. März nochmals abstimmen.

Über neue Mehrzweckhalle – hier eine Visualisierung – können die Dürrenäscher am 8. März nochmals abstimmen.

Wegen eines Referendums kommt das Mehrzweckhallen-Projekt nochmals vor die Urne. In der Abstimmung vom 8. März entscheiden die Stimmbürger über einen Kredit von 9,6 Millionen

Die Entscheidung naht. Am übernächsten Sonntag, wenn das Ergebnis der Referendumsabstimmung über den Kredit von 9,6 Millionen Franken für den Bau einer Mehrzweckhalle feststeht, ist ein Schlussstrich unter einen Entscheidungsfindungsprozess gezogen, der das politische Dürrenäsch rund ein Jahrzehnt lang beschäftigt hat.

Auslöser ist die mittlerweile 56-jährige, sanierungsbedürftige Turnhalle. Eine erste Renovationsvorlage war 2006 von der Gemeindeversammlung zurückgewiesen worden. Drei Jahre später wurde ein Antrag überwiesen, eine neue Vorlage auszuarbeiten.

Der Gemeinderat wollte das Geschäft diesmal gründlich abklären und setzte eine Arbeitsgruppe ein, die nicht nur die Halle, sondern sämtliche öffentliche Gebäude und die Raumbedürfnisse aller Nutzergruppen in die Überlegungen einbezog.

Kosten verdoppelt

Als 2012 der Souverän einen Projektierungskredit bewilligte, ging man anhand eines Grobkonzepts mit einem Neubau des Hallenteils und einer Sanierung des Restgebäudes von Kosten von 4,9 Millionen Franken aus.

Dieser Wert verdoppelte sich innert Jahresfrist. In einem Architekturwettbewerb überzeugte die Lösung mit der Integration sämtlicher Schul- und Mehrzweckräume (mit einer nun den Vorgaben des Bundesamtes für Sport entsprechenden Sporthalle als Kernstück) unter einem neuen Dach.

An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung siegte nach einer ausgiebigen, aber etwas konfusen Diskussion ein Rückweisungsantrag mit 109 zu 106 Stimmen. Die Gründe für diesen Negativentscheid blieben unklar, doch dürfte der auf 9,96 Millionen Franken angestiegene Kreditantrag den Ausschlag gegeben haben.

Ein Jahr später wurde das leicht modifizierte Projekt, das jetzt noch 9,63 Mio. kostet, an einem Orientierungsabend vorgestellt. Mit dem Effekt, dass das Ergebnis an der Gmeind noch knapper ausfiel. Nach einer geheimen Abstimmung wurden je 107 Ja und Nein gezählt. Was offiziell als Ablehnung gilt.

«Eine langfristige Lösung»

Unter der Führung der Dorfvereine wurden Unterschriften gesammelt, um eine Urnenabstimmung zu erwirken. Im Vorfeld dieser finalen Entscheidung machten die beiden Gruppen mit einem im Dorf verteilten Flugblatt Werbung für ihre Argumente. Für Musikgesellschaft, Schützengesellschaft, Turnverein und Damenturnverein braucht es ein Ja unter anderem für «dringend benötigte Schulräume und eine optimale Freizeit-Einrichtung». Der Vorschlag bilde «eine langfristige Lösung».

«10 Millionen Franken sind zu viel!» Dies ist die Hauptaussage auf dem Gegner-Flugblatt, das von 12 Persönlichkeiten, mehrheitlich aus der Wirtschaft, unterzeichnet ist.

In den Abstimmungsunterlagen betont der Gemeinderat, dass dieses Projekt wegen dem erweiterten Raumprogramm (Zimmer für Werken, Musik und Versammlungen im Obergeschoss) nicht mit andern MZH-Vorhaben verglichen werden darf. Eine schlichte Sanierung, so wird da vorgerechnet, würde «auch einen mehrfachen Millionenbetrag benötigen».

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