Plastik-Müll

Der SP ist der Weg zu Karin Bertschi zu weit – und fordert Sammelstelle in Lenzburg

Die nächste Entsorgungsmöglichkeit für Lenzburger Plastikmüll ist das «Recycling-Paradies» von Karin Bertschi in Hunzenschwil.

Die nächste Entsorgungsmöglichkeit für Lenzburger Plastikmüll ist das «Recycling-Paradies» von Karin Bertschi in Hunzenschwil.

Das separate Sammeln von Plastik ist sinnvoll und spart Geld. Zwar kann man in Lenzburg entsprechende Säcke kaufen. Los wird man sie aber nicht. Die nächste Möglichkeit wäre das «Recycling-Paradies» von SVP-Grossrätin Karin Bertschi. Das will die SP nun ändern.

Nach Glas, Alu und PET soll der Plastik aus dem Hausmüll verschwinden. Bei der Lenzburger Hauptpost kann für 3.50 Franken ein Sack à 110 Liter oder für 2.50 Franken einer à 60 Liter gekauft werden. In diesen kommen alle Plastikverpackungen ausser PET.

Gerade in den Sommermonaten, wo der Kehricht mit den Schalen von Beeren und Früchten oder Verpackungen von Grillfleisch schnell voll ist, kann mit dem Kunststoff-Sammelsack auch Geld gespart werden. Loswerden kann man die vollen Säcke in Lenzburg aber nicht.

Die SP Lenzburg hat deshalb eine Anfrage an den Stadtrat gestellt: «Ist es möglich, auf dem Gemeindegebiet Lenzburg eine Annahmestelle für Plastikabfall zu erstellen?», will die Partei wissen. Zum Beispiel im Werkhofareal. Denn momentan gäbe es keine Möglichkeit, Plastik mit dem Velo zu entsorgen.

Die nächste Entsorgungsmöglichkeit ist das «Recycling-Paradies» von Karin Bertschi in Hunzenschwil, dort werden die Säcke aber nur geduldet. Vertreiber der Säcke ist die Transport AG Aarau. Deren nächste «entsorgBar», wo die Säcke abgegeben werden können, ist in Buchs. Auch das Bauamt Seon ist offizielle Annahmestelle.

Wird Recycling ausgelagert?

Eine weitere Partei wartet an der Einwohnerratssitzung vom Donnerstag auf die Beantwortung einer Frage zu Recycling. Die Bausort AG baut in der Industrie Lenzhard einen Entsorgungshof. «Etwas irritiert hat der Umstand, dass offenbar die Stadt Lenzburg in irgendeiner Form mit von der Partie ist», schreibt die FDP.

Sie will nun von der Stadt wissen, ob sie ein Outsourcing der Abfalltrennung und -entsorgung beabsichtige und welche finanziellen Konsequenzen dies habe.

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