Niederlenz

Detailhändler bangt um seine Existenz – aber aufgeben ist für ihn keine Option

André Hauri.

André Hauri.

Sonntagmorgen. Der Spar-Laden ist gut besucht, Monika Hauri hat alle Hände voll zu tun an der Kasse. Tatsächlich ist der verkaufsoffene Sonntag für den Dorfladen existenziell. «Am Sonntag machen wir so viel Umsatz wie normalerweise an zwei Wochentagen zusammen», sagt André Hauri.

Seit zwanzig Jahren betreibt er als Franchising-Partner von Spar mit seiner Frau und sieben Mitarbeitenden ein Verkaufsgeschäft in Niederlenz. Seit gut fünf Jahren ist es auch am Sonntag geöffnet. Das wissen viele Einheimische, Hauri ist jedoch auch auf den Durchgangsverkehr angewiesen.

Weil das Geschäft nicht an der Hauptstrasse steht, sondern etwas zurückversetzt und auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, hat André Hauri die Werbetrommel gerührt. Am Aabachbrückengeländer an der Hauptstrasse hat er Planen befestigt. Doch: An dieser Stelle zu werben, ist nicht gestattet. Deshalb musste Hauri die Planen entfernen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Lebensader der Familie Hauri empfindlich getroffen wird. In den vergangenen Jahren haben die Billiganbieter Aldi und Lidl in Niederlenz Filialen eröffnet, und ein Migros-Voi-Laden ist ins Hetex-Areal gezogen.

Auch wenn die Verzweiflung derzeit gross ist, aufgeben ist für André Hauri keine Option: «Ich bin ein Kämpfer», sagt er. (str)

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