Expansion

Die Bertschi Gruppe wächst

Das mittige Gebäude hat aktuell zwei Stockwerke, zwei neue kommen nun dazu. Dahinter entsteht eine Einstellhalle für die Autos der Mitarbeiter.

Das mittige Gebäude hat aktuell zwei Stockwerke, zwei neue kommen nun dazu. Dahinter entsteht eine Einstellhalle für die Autos der Mitarbeiter.

Der Chemie-Logistiker Bertschi setzt auf Dürrenäsch und baut seinen Hauptsitz aus.

Bei der Bertschi Gruppe läuft es gut. So gut, dass allein am Hauptsitz in Dürrenäsch in den letzten vier Jahren 70 neue Stellen geschaffen werden konnten. «Jetzt sind wir etwa 330 Mitarbeitende am Hauptsitz. Es wird langsam eng», sagt Kommunikationschef Beat Berner.

Deshalb wird nun ausgebaut. Vor zwei Wochen bekam das Logistik-Unternehmen die Baubewilligung für zwei neue Stockwerke auf dem bestehenden Bürogebäude an der Hutmattstrasse. «Vor allem die globalen Abteilungen sind stark gewachsen, für sie brauchen wir deshalb mehr Platz», sagt Berner. In das untere der beiden neuen Stockwerke kommen Büros, das obere wird mit einer Kantine und Cafeteria ausgebaut, die durch eine Terrasse ergänzt wird.

«Wenn alles nach Plan verläuft, ist im März Baubeginn», sagt Berner. Bis Ende Jahr soll alles fertig sein, dann wären die neuen Bauten Anfang 2019 bezugsbereit. Neben dem Ausbau des bestehenden Bürogebäudes wird auch eine Einstellhalle für die Fahrzeuge der Mitarbeitenden gebaut. «Dazu kommt ein Grünbereich mit Aufenthaltsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. So kann bei warmem Wetter auch mal draussen gegessen werden», sagt Berner. Ob der Mitarbeiterzuwachs im bisherigen Tempo weitergehen wird, kann er nicht voraussagen. «Doch wir werden sicher weiterwachsen.»

Wichtiger Image-Geber

Zehn Kilometer von der nächsten Autobahnauffahrt entfernt, 15 Kilometer sind es zum eigenen Bahnterminal von Hupac in Aarau und 50 Kilometer zum Flughafen Zürich: Dass das Familien-Unternehmen seinen Sitz noch heute in Dürrenäsch hat, ist keine Selbstverständlichkeit.

«Dürrenäsch ist ein sehr schöner Standort mit einer hohen Attraktivität für unsere Arbeitnehmer, die im Radius von 20 Kilometern und sogar aus Zürich zu uns pendeln», sagt Geschäftsführer Hans-Jörg Bertschi. «Da der globale Bereich der am stärksten wachsende ist, gab es bei uns durchaus Diskussion, ob nicht ein Standort am Flughafen Zürich sinnvoller wäre. Doch wir sind zum Schluss gekommen, dass die Nähe zu den anderen Abteilungen in Dürrenäsch und die daraus entstehenden Synergien wichtiger sind als die Nähe zum Flughafen», sagt Hans-Jörg Bertschi. Ausserdem sei die Gemeinde sehr gut erreichbar und ein Umzug nach so langer Zeit eine aufwendige Angelegenheit. Auch die Gemeinde freut es, dass sich die Firma weiterhin zum Standort zwischen Seetal und Wynental bekennt: «Wir sind natürlich froh, dass der grösste Arbeitgeber im Ort weiter ausbaut und zum Standort Dürrenäsch steht», sagt Vizeammann Stefan Fischer.

Trotz der im Vergleich zur internationalen Konkurrenz hohen Kosten in Dürrenäsch und dem Bahnunterbruch im deutschen Rastatt letztes Jahr ist der Logistiker nicht aufzuhalten: Die Bertschi Gruppe generierte allein letztes Jahr einen Umsatz von 900 Millionen Franken. Sie besitzt 30 Containerterminals und beschäftigt 2800 Mitarbeitende in 38 Ländern. Vizeammann Stefan Fischer: «Ein so wichtiges Unternehmen ist auch gut für das Image von Dürrenäsch.»

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