Pandemie

Die Berufsschau in Lenzburg sollte zum ersten Mal stattfinden - jetzt bleibt sie wegen Corona auf der Strecke

Ein Bild der Berufsschau 2013 in Lenzburg.

Ein Bild der Berufsschau 2013 in Lenzburg.

Corona hinterlässt Spuren: Eine düstere Prognose gibt es auch für die Berufsschau. Das Projekt «Taxito» ist verschoben.

Corona hat in diesem Jahr einen dicken Strich durch die Agenda des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) gemacht. Anlässe mussten verschoben werden, andere verzögerten sich. Für ein Herzensprojekt des LLS bedeutet die Pandemie sehr wahrscheinlich das Aus, noch bevor es aus der Taufe gehoben werden konnte: die Berufsschau, die im Rahmen der Lenzburger Gewerbeausstellung (Lega’20) in diesem Herbst erstmals durchgeführt werden sollte, wurde zusammen mit der Lega abgesagt. Die Finanzierung war gesichert, Kanton (Departement Bildung, Kultur und Sport) sowie der Kantonale Lehrerverband trugen das Projekt mit (die AZ berichtete). Geplant war, mit Goforwork@lega alle zwei Jahre in Lenzburg eine Berufsschau zu etablieren, alternierend zur Berufsschau des Aargauischen Gewerbewerbeverbandes (AGV) in Wettingen.

Einem neuen Anlauf hat der Kanton nun vorzeitig den Riegel geschoben und den Lenzburgern, obwohl von der Wirtschaft und der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) aktiv unterstützt, einen finanziellen Zuschuss für künftige Anlässe entsagt.

Die LLS-Geschäftsstelle, die vom Gewerbeverein Lenzburg und Umgebung mit der Organisation des Anlasses beauftragt worden war, bedauert den Schritt. «Indem die Berufsschau nur alle zwei Jahre durchgeführt wird, können nicht alle Schülerinnen und Schüler davon profitieren», sagt LLS-Geschäftsführer Jörg Kyburz. Und er betont, dass in Zeiten des Fachkräftemangels ein derartiger Anlass eminent wichtig wäre.

Für den Gewerbeverein Lenzburg und Umgebung ist das letzte Wort damit noch nicht gesprochen. «Wir finden, diesen Anlass braucht es», sagt Präsident Erich Renfer. Er will nun mit den verschiedenen Berufsverbänden das Gespräch suchen.

Mitfahrdienst Taxito um ein Jahr aufgeschoben

Nicht gestorben, aber temporär auf das Abstellgleis gestellt, ist das Projekt «Taxito». «Wer steigt in Zeiten von Corona in ein fremdes Auto?» Die Frage hat rhetorischen Charakter, auf das Projekt Taxito hat sie jedoch grosse Auswirkungen. Der auf Anfang März dieses Jahres geplante Start des Mitfahrdienstes im Aargauer und Luzerner Seetal musste um ein Jahr verschoben werden. Nun ist vorgesehen, die geplante Testphase im Frühling 2021 zu starten. Anstelle von drei soll sie jedoch anderthalb Jahre lang dauern, und zwar bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022. Während dieser Zeit ist die Finanzierung des Projekts gesichert.

Taxito ist eine Art offizielles Stöppeln: Von einer Bushaltestelle aus kann man mit einem SMS die Zieldestination an Taxito senden. Elf Gemeinden sind beim Pilot dabei: Meisterschwaden, Fahrwangen, Bettwil, Buttwil, Muri, Schongau, Aesch, Mosen, Hitzkirch Dorf, Gelfingen und Hochdorf (die AZ berichtete).

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