Staufen

Die Gemeinde Staufen wächst rasant

Am westlichen Dorfrand von Staufen wird emsig gebaut.

Am westlichen Dorfrand von Staufen wird emsig gebaut.

Das Hauptthema am Politapéro war die Entwicklung der Gemeinde aufgrund der Bautätigkeit sowie deren Auswirkungen auf Bevölkerung und Infrastruktur.

Dass die Gemeinde Staufen rasant wächst, ist angesichts der Neubauten und Baustellen am westlichen Dorfrand offensichtlich. Da müsse man schon einmal innehalten und sich fragen: «Wohin wollen wir? Sind wir auf dem richtigen Weg?», bemerkte Gemeinderat Emanuele Soldati einleitend zu seinen Ausführungen unter dem Titel «Entwicklung Staufen 2015+».

Die aktuellen Planungen betreffen die Gestaltungspläne Zelgli und Galgenacher, wobei die Planung Zelgli abgeschlossen ist und demnächst dem Regierungsrat zur Genehmigung unterbreitet wird. Ebenfalls in Planung ist die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung Lenzopark; sie muss aufgrund einer Beschwerde des VCS angepasst werden. Überarbeitet wird ausserdem der kommunale Gesamtplan Verkehr.

508 neue Wohneinheiten

Insgesamt entstehen in Staufen in den nächsten Jahren 508 neue Wohneinheiten. 62 davon sind bereits bezogen, 199 werden im Laufe dieses Jahres bezugsbereit sein. 2017 können weitere 67 Wohnungen, 2018 gar 120 und 2019 schliesslich 60 neue Wohneinheiten bezogen werden.

Entsprechend hat auch die Bevölkerung zugenommen: 2014 sind in die neuen Überbauungen 137 Personen eingezogen, im ersten Quartal 2015 sind es bereits wieder 75. «Es handelt sich meistens um 2- bis 3-Personen-Haushalte und mehrheitlich Leute in der zweiten Lebenshälfte», führte Soldati aus. Aktuell zählt Staufen rund 2800 Einwohner.

Infrastruktur wurde angepasst

Bezüglich Infrastruktur ist Staufen auf den Zuwachs der Bevölkerung vorbereitet. So wurden etwa 8,7 Mio. Franken in die Erschliessung Baugebiet Esterli-Flöösch investiert. «Dieses Geld kommt jedoch dank Anschlussgebühren und Beiträgen der Grundeigentümer wieder zurück», präzisierte Gemeindeammann Otto Moser. Mit dem Neubau des Gemeindehauses (5,3 Mio. Franken) und der Sanierung des alten Schulhauses (4,5 Mio. Franken) sollten die Bedürfnisse für die bis ins Jahr 2024 erwarteten 3050 bis 3400 Einwohner gedeckt sein. Auch Schulraum ist genügend vorhanden, da die Oberstufenschüler neu nach Lenzburg gehen.

Weitere Aufgaben

Damit sind jedoch noch nicht alle Probleme gelöst: Das Mehrzweckgebäude Lindenplatz muss saniert werden, ebenso die Hausinstallationen in der Turnhalle. Im Innern des Zopfhuus besteht Sanierungsbedarf und an der Sanierung der Freihof-Kreuzung muss sich auch Staufen beteiligen. «Künftige Investitionen richten sich jedoch nach den finanziellen Möglichkeiten», betonte Moser. Ziel sei dabei, den Steuerfuss konstant zu halten.

Gelöst werden muss in nächster Zukunft das Problem der Wasserversorgung, nachdem die Konzession für das Pumpwerk Bleichimatt 2019 ausläuft. Zwei Möglichkeiten bestehen: entweder Zusammenschluss mit Lenzburg oder mit einem neuen Pumpwerk im Lenzhard Wasser aus dem Aaregrundwasserstrom beziehen.

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