Möriken
Die Projektsänger begeisterten das Publikum mit bekannten Filmmelodien

Heidi Stadelmann, Solistin aus den eigenen Reihen und verschiedene Musiker und die Sängerin Sandra Rippstein bereicherten das Konzert des Chores aus Ammerswil.

Sibylle Haltiner
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Mit seinem eigenen feu sacré zündet Dirigent Hansjörg Heule mit dem Chor und Solistin Heidi Stadelmann (separates Bild) ein musikalisches Feuerwerk.
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Chor Ammerswil tritt in Möriken auf
Solistin Heidi Stadelmann.

Mit seinem eigenen feu sacré zündet Dirigent Hansjörg Heule mit dem Chor und Solistin Heidi Stadelmann (separates Bild) ein musikalisches Feuerwerk.

Sibylle Haltiner

Schwarze Kleider mit roten Farbtupfern sind das Markenzeichen der Ammerswiler Sängerinnen und Sänger. Doch es gibt noch ein weiteres: Fetzige Konzerte, in welchen zugezogene Musiker für abwechslungsreiche Akzente sorgen. So auch im diesjährigen Projekt, das den Titel «Movie Star» trägt: Ein Saxofonist, eine Sängerin und eine Band, die sich jeweils extra für den Auftritt mit dem Chor Ammerswil formiert, unterstützen die Chormitglieder.

Musik aus bekannten Filmen

Seit mehreren Jahren tritt der Chor im Gemeindesaal Möriken auf. Das Platzangebot und die gute Akustik gaben den Ausschlag für die Wahl der Lokalität, erklärte Präsidentin Regula Märki. Für das Konzert vom Sonntag hatte Dirigent Hansjörg Heule Melodien aus bekannten Filmen mit den Sängerinnen und Sängern einstudiert.

Mit «As Time Goes by» aus «Casablanca», «Always Look on the Bright Side of Life» aus «Das Leben des Brian» oder «Circle of Life» aus «The Lion King» begeisterte der Chor das Publikum. Die meisten Stücke waren den Zuhörern bestens bekannt, mit Ausnahme wohl des schwedischen «Gabriellas Sang», für welches die Solistin Heidi Stadelmann jedoch einen umso grösseren Applaus erhielt.

Die drei Musiker Christoph Heule (Keybord), Hani Ali (Percussion) und Henri Glovelier (E-Gitarre) spielen nur bei den Konzerten des Chors Ammerswil in dieser Formation. Vom Lied «Just a Gigolo» hatten sie sich für ihren diesjährigen Bandnamen inspirieren lassen und traten als «Los Gigolos» auf. Selbstverständlich boten auch sie Filmmusik: «Doktor Schiwago» und «James Bond».

Die Rocksängerin Sandra Rippstein, die bereits mehrmals die Konzerte des Chors bereicherte, hatte auch am Sonntag starke Auftritte. Begleitet von «Los Gigolos» sang sie Lieder von Leonard Cohen und Pink Floyd. Anschliessend unterstützte sie der Chor in «What a Feeling» aus dem Film «Flashdance». Das Publikum verlangte begeistert eine Zugabe.

Premiere unter den Gastmusikern

Während die Band und Sandra Rippstein bereits mehrere Male bei den Konzerten des Chors Ammerswil zu Gast waren, hatte der Saxofonist Reto Anneler eine Premiere. Er begleitete den Chor in einzelnen Liedern, setzte mit Soli spezielle Höhepunkte und begeisterte zusammen mit Hansjörg Heule (Klavier) mit der Titelmelodie aus «Pink Panther». Den Besuchern gefiel das abwechslungsreiche Konzert ausgezeichnet und sie forderten Zugaben, welche der Chor gerne gewährte.

Mit rund 35 Sängerinnen und Sängern ist der Chor Ammerswil recht gut aufgestellt. «Es gibt immer bessere und schwächere Zeiten», erklärte die Präsidentin Regula Märki. «Viele Mitglieder erhalten wir durch Mund-zu-Mund-Propaganda.» Sie freut sich besonders über das wohltönende Männerregister. «Wir wollen modern und neuzeitlich auftreten. Unsere Musik ist vielfältig und wir haben den Mut, immer wieder Neues auszuprobieren, beispielsweise mit verschiedenen Gastmusikern», verriet Märki eines der Erfolgsrezepte, um sowohl genügend Mitglieder zu haben wie immer wieder auch ein volles Haus an den Konzerten. Dann fügte sie hinzu: «Man kann aus einem Chor mehr machen als nur einen Chor.»

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