Rupperswil-Auenstein

Die SBB liften ihr Kraftwerk für 43 Millionen Franken

Das Kraftwerk Rupperswil-Auenstein von der Bruecke Rupperswil Auenstein aus gesehen. (Archivbild)

Das Kraftwerk Rupperswil-Auenstein von der Bruecke Rupperswil Auenstein aus gesehen. (Archivbild)

Gerüch­teweise ist seit anderthalb Jahren die Rede davon, dass beim Wasserkraftwerk Rupperswil-Auenstein eine grössere Ver­änderung ansteht. Zuletzt berichtete die AZ darüber, dass ab 1. Juli für die danebenliegende Badi keine Fernwärme aus dem Kraftwerk mehr zur Verfügung stehen wird.

Jetzt haben die SBB die Details der Sanierung des Kraftwerks bekannt gegeben. Es ist eine grosse Geschichte: Innerhalb eines Jahres, bis im Frühling 2021, werden 43 Millionen Franken investiert. Es wird nicht nur kühler in der Badi, sondern der Kraftwerkskanal wird vor­übergehend trockengelegt. «Für mehrere Monate wird sämt­liches Aarewasser in den alten Aarelauf statt in den Kraftwerkskanal geleitet», schreiben die SBB. Dies führe zu höheren Wasserständen in der Alten Aare. «Darum wird von einer Begehung des Flussbettes ab­geraten.» so die SBB.

Das Kraftwerk gehörte bisher zu 55 Prozent der SBB und zu 45 Prozent der Axpo. Es produzierte je zur Hälfte Bahnstrom (16,7 Hertz) und Haushaltstrom (50 Hertz). Künftig wird es nur noch Bahnstrom erzeugen. Rupperswil-Auenstein wird dann rund 10 Prozent des Energiebedarfs der SBB decken (200 Gigawattstunden). Bis 2028 wird zudem die «Alte Mittellandleitung», die von Rupperswil ins freiburgische Kerzers führt, erneuert.

Die SBB investieren so viel Geld in die Erneuerung einer der beiden Generatoren, weil sie künftig alleiniger Besitzer des Kraftwerkes Rupperswil-Auen­stein sein werden. Die gute Nachricht für die Badi-Freunde: Der wassergekühlte Genera­tor, von dem die Fernwärme stammt, bleibt. (uhg)

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