Diebstahl

Diebe klauen 700 Kilogramm Forellen aus Fischzucht am Hallwilersee

700 Kilogramm Fisch am Hallwilersee gestohlen

700 Kilogramm Fisch am Hallwilersee gestohlen

In Aesch (LU) am Hallwilersee entwendeten Diebe am Wochenende knapp 700 Kilogramm Forellen aus einer Fischzucht. Für den betroffenen Züchter ist der Raub der Fische kurz vor Karfreitag besonders ärgerlich.

Der Fischzüchter Marcel Bühler machte am vergangenen Wochenende eine tragische Entdeckung. Aus seinem Fischteich in Aesch (LU) am Hallwillersee wurden über das Wochenende rund 700 Kilogramm Fisch geklaut. Für den Geschäftsführer der Fischzucht Grotto-Forellen ist dies unverständlich «Es kann nicht sein, dass uns so viel Fisch geklaut wird, die sind jetzt alle einfach weg», sagt er zu TeleM1. 

Neben des Sachschadens, der durch den Verlust der Fische auf etwa 10'000 Franken geschätzt wird, beschäftigt Bühler vor allem das mögliche Schicksal seiner Fische, die wohl haben leiden müssen: «So wie das einschätze, wurden die Fische wohl lebendig in Behälter geworfen, wo sie dann erstickt sind.»

Doch wer genau die 600 Kilogramm Regenbogenforelle und die 100 Kilogramm Lachsforellen geklaut haben könnte, ist im Moment noch völlig unklar. Dass eine Privatperson den Diebstahl begangen haben könnte, glaubt Bühler indes nicht: «Was macht eine Person auch mit so viel Fisch?» Er glaubt, dass ihn entweder jemand schädigen wollte oder die Tat aus purem Blödsinn heraus begangen wurde. Verstehen, warum dies überhaupt jemand machen könne, tue er jedoch nicht.

Diebstahl genau zur «Hauptsaison»

Besonders ärgerlich für Fischzüchter Bühler sei auch, dass der Diebstahl genau zur «Fisch-Hauptsaison» passiert ist. Über Ostern, speziell am Karfreitag, wird in der Schweiz so viel Fisch gegessen wie sonst nie während des Jahres. Und da wegen des Coronavirus die Restaurants im Moment geschlossen sind, habe man eigentlich gehofft, dass man viel Fisch direkt an die Kunden verkaufen könne.

Doch die Diebe machten diese Hoffnung nun zumindest zum Teil zunichte. «Wir sind momentan in einer sehr schwierigen Situation, wo wir alles versuchen, um noch frischen Fisch zu erhalten, damit wir den verkaufen können.» Alternativ müsse man dann auch auf geräucherten Fisch umsteigen.

Trotz alldem sei Bühler im Moment aber vor allem froh, dass er soviel Arbeit habe, was ihn von der Tatsache etwas ablenke, dass 700 Kilogramm seiner Fische aus seinem Teich geklaut wurden und wohl qualvoll verendet sind. (kca)

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