Möriken-Wildegg
Diese Frauen geben Gas für Tempo 30 im Quartier

Tempo 30 – da denken viele an Bodenschwellen, Blumentöpfe in der Fahrbahn und Fussgängerinseln. Das ist aber nicht das Ziel der sieben Frauen, die derzeit Unterschriften für Tempo 30 in allen Quartieren in Möriken-Wildegg sammeln.

Dominic Kobelt
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Die Vertreterinnen des Initiativkomitees möchten in der Lehmgrube und allen andern Quartieren Tempo30. Von links: Rita Huber, Andrea Baumann, Nadja Bolliger. Vorne: Yvonne Fankhauser mit Sohn Julian.kob

Die Vertreterinnen des Initiativkomitees möchten in der Lehmgrube und allen andern Quartieren Tempo30. Von links: Rita Huber, Andrea Baumann, Nadja Bolliger. Vorne: Yvonne Fankhauser mit Sohn Julian.kob

«Wir möchten den Autofahrern bewusst machen, dass sie in einem Wohnquartier fahren», sagt Rita Huber vom Initiativkomitee. Dafür genüge eine Signalisation – die Kosten schätzt das Komitee auf 200000 Franken. «Es ist nicht unser Ziel, dass die Strasse zum Spielplatz wird – dafür ist auch Tempo30 zu gefährlich.»

50 im Quartier ist zu schnell

Eine Kriminalisierung der Autofahrer möchte man bewusst vermeiden. «Die meisten fahren nach den heutigen Regeln korrekt – aber 50 ist zu schnell in vielen Quartierstrassen», sagt Huber. Möriken-Wildegg sei in den letzten Jahren stark gewachsen: «Immer mehr Menschen teilen sich den Strassenraum in den Quartieren.»

Häufig sind Hecken zu hoch

Als «Schritt in die richtige Richtung» bezeichnet Huber die Markierung von Rechtsvortritten. «Bei vielen Kreuzungen ist aber die Sicht wegen zu hoher Gartenhecken ungenügend», sagt sie.

310 Unterschriften liegen bei Huber auf dem Tisch. «40 weitere kommen sicher hinzu, weil noch Bögen in Umlauf sind», sagt sie. Damit hat das Komitee bereits die nötigen 273 Stimmen beisammen, die es für die Gemeinde-Initiative benötigt. Bis am 27.September möchten die sieben Frauen noch weitersammeln. «Dann bleibt sicher noch genug Zeit, damit an der Gemeindeversammlung Mitte November erste Informationen abgegeben werden können», sagt Huber.

Auf der Hauptverkehrsachse soll man weiterhin Tempo 50 fahren dürfen. Gleichzeitig mit der Initiative wird eine Petition eingereicht, die vom Kanton einen Radstreifen auf den Kantonsstrassen fordert.

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