Möriken-Wildegg

DNA-Test für Prügel-Schüler? SVP-Grossrätin fordert dies wegen auffälligem Geburtsdatum

In der Schulanlage Hellmatt in Wildegg schlug im letzten Sommer ein Schüler seine Lehrerin. Nun verlangt eine SVP-Grossrätin Antworten vom Gemeinderat Möriken-Wildegg.

In der Schulanlage Hellmatt in Wildegg schlug im letzten Sommer ein Schüler seine Lehrerin. Nun verlangt eine SVP-Grossrätin Antworten vom Gemeinderat Möriken-Wildegg.

Die Kantonsparlamentarierin Doris Iten verlangt vom Gemeinderat Möriken-Wildegg Antworten zum Fall des Syrers, der an der Schule in Wildegg seine Lehrerin geschlagen hat.

Im letzten Sommer verprügelte ein 14 Jahre alter Schüler an der Schule Hellmatt in Wildegg seine Lehrerin so stark, dass die kurz vor der Pensionierung stehende Frau einen Kieferbruch davontrug. Der Fall schlug hohe Wellen. Und er ist zum Politikum geworden.

Die Birrer SVP-Grossrätin Doris Iten reichte bereits beim Regierungsrat eine umfangreiche Anfrage ein. Die Antwort darauf bezeichnete sie als «ausweichend und beschönigend». Und nun hat sie auch dem Gemeinderat von Möriken-Wildegg einen Brief geschrieben. Er liegt der AZ vor. Darin schreibt Iten, die Tat des Schülers habe «in der Bevölkerung Entsetzen ausgelöst». Er beschäftige sie nicht nur politisch, sondern auch persönlich. «So mache ich mir auch als Bürgerin Sorgen, ob das Wohl des Jugendlichen in seiner elterlichen Gewalt gewährleistet ist.»

Iten will wissen, ob die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde involviert sei und auf welchen Betrag sich die monatlichen Sozialhilfekosten für die Familie belaufen. Sie schreibt weiter, das Geburtsdatum des Jungen sei offenbar der 1.1.2005. Ein Datum, das verwendet wird, wenn die offiziellen Papiere fehlen. «Das heisst, er ist nicht identifizierbar», interpretiert Iten.«Es ist irritierend, dass den Eltern das effektive Geburtsdatum ihres eigenen Sohnes nicht bekannt ist.»

Die SVP-Grossrätin fragt deshalb den Gemeinderat, ob bewiesen sei, dass der Junge tatsächlich «der leibliche Sohn der ausgewiesenen Eltern» ist; und ob der Gemeinderat gewillt wäre, eine DNA-Probe anzuordnen, da gemäss Bundesverfassung jedes Kind «ein Anrecht auf seine Abstammung» habe.
Und: Die Grossrätin fordert Klarheit darüber, wo sich der Jugendliche zur Zeit aufhalte und ob er ungefährlich sei. «Die Einwohnerschaft zeigt sich besorgt», begründet sie.

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