Egliswil
97 Wohnungen mehr: «Wilari» schon im Bau, «Hostez» noch nicht bewilligt

Die beiden neuen Überbauungen vergrössern den Wohnraum in Egliswil weiter. Während erstere bereits im Bau und auf Kurs ist, steckt zweitere noch im Baubewilligungsverfahren fest – wegen Einwendungen.

Valérie Jost
Drucken
So soll die Überbauung Wilari auf dem ehemaligen Traitafina-Areal dereinst aussehen – momentan ist das Gebiet noch eine Grossbaustelle.

So soll die Überbauung Wilari auf dem ehemaligen Traitafina-Areal dereinst aussehen – momentan ist das Gebiet noch eine Grossbaustelle.

zvg

In Egliswil sorgten schon diverse Bauprojekte für Unmut in der Bevölkerung. Oft ging es in der Kritik um die Einpassung ins Dorfbild, zum Reizthema Firsthöhe gab es gar eine Volksinitiative. Nun ist das Dorf um nochmals zwei Neubauprojekte reicher: Mit den Siedlungen Hostez und Wilari kommen zusammen weitere 97 Wohnungen nach Egliswil.

Das Quartier Wilari – der Name wird laut Bauherrschaft von der Bezeichnung Weiler abgeleitet – entsteht an der Seengerstrasse am Rand von Egliswil. Seit die Ruine des 2009 durch einen Grossband zerstörten Traitafina-Areals 2012 abgerissen wurde, lag das Gelände brach. Doch seit Ende des letzten Jahres baut die MCI-Group hier im Grünen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen, jede mit Terrasse oder Balkon. Die 27 Eigentumswohnungen haben zweieinhalb und dreieinhalb Zimmer, die 15 Mietwohnungen eineinhalb und zweieinhalb Zimmer. Die Erschliessung erfolgt durch eine Tiefgarage, im autofreien Innenhof gibt es Spielwiesen und Spielplätze.

Wie Roland Schüpfer von der zuständigen Immobilienagentur Avendo AG nun auf Anfrage sagt, beginne die Vermietung der Mietwohnungen bald und von den Eigentumswohnungen seien die meisten bereits verkauft. Gemäss Website sind nur noch fünf Wohnungen zu Kaufpreisen zwischen 439'000 und 579'000 Franken zu haben. Und: «Der Bau der vier Wilari-Blöcke hat gestartet und wird mit Einzugsterminen im Jahr 2022 geplant», so Schüpfer.

«Hostez» noch nicht bewilligt

Noch nicht so weit ist man bei der Überbauung Hostez, wie die in Bausachen zuständige Frau Vizeammann Gaby Dössegger auf Anfrage sagt. «Das Projekt befindet sich noch in der Bewilligungsphase, da während der öffentlichen Auflage letzten Sommer eine Handvoll Einwendungen eingegangen sind», so Dössegger. Der Prozess sei aber «auf gutem Weg», weshalb sie weiterhin mit dem Spatenstich noch im 2022 rechne.

Die Artemis Immobilien AG plant in der Überbauung Hostez 55 Mietwohnungen.

Die Artemis Immobilien AG plant in der Überbauung Hostez 55 Mietwohnungen.

zvg/Architektengruppe Bircher Roth Von Arx AG

Die Überbauung Hostez der Artemis Immobilien AG ist im Dorfkern geplant und soll gemäss Baugesuch in sieben Gebäuden 55 Mietwohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern beinhalten. Davon wären nur fünf komplett neu, zwei bestehen bereits: Die beiden Bauernhäuser an der Seengerstrasse würden nach den Vorgaben des Denkmalschutzes um- und ausgebaut, schrieb die Artemis letztes Jahr in einer Mitteilung. Und: Die Bauten sollen «ortstypisch mit Schrägdächern versehen» werden. Dazu soll es eine Tiefgarage mit 80 Plätzen geben. Der Bezug ist für 2024 geplant.

Aktuelle Nachrichten