Neues Schulhaus

Eine Sternstunde für Birrwil: «Es hat etwas Zeit und Nerven gebraucht, aber jetzt ist es so weit»

Nach rund fünf Jahren Planung fand am Mittwoch der Spatenstich für das neue Schulhaus in Birrwil statt.

Dieser Akt wird in die Geschichte des kleinen Dorfes (1153 Einwohner) eingehen. Am Mittwoch fand der langersehnte und hart erkämpfte Spatenstich für das neue Schulhaus statt. «Es hat etwas Zeit und Nerven gebraucht, aber jetzt ist es so weit: Wir können starten», ­sagte Gemeindeammann Max Härri beim Spatenstich.

Das erste Schulhauskonzept wurde 2014/2015 entworfen und wieder verworfen. Vor rund einem Jahr wurde es dann aber mit dem zweiten ausgearbeiteten Konzept konkret. Im November 2019 bewilligte der Souverän den Kredit für den Neubau. Für die Zukunft des Dorfes ist der Bau des «Jahrhundertprojektes», wie es Max Härri nannte, ein Quantensprung. Aber auch ein teurer – 5,5 Millionen Franken soll das fertige Schulhaus kosten. Birrwil kann sich das leisten, die Gemeinde hat einen Steuerfuss von 90 Prozent.

«Euses Schuelhuus isch öppis schöns, doch langsam bruuchts es neus»: Die Kindergärtler von Birrwil singen am Spatenstich des neuen Schulhauses

«Euses Schuelhuus isch öppis schöns, doch langsam bruuchts es neus»: Die Kindergärtler von Birrwil singen am Spatenstich des neuen Schulhauses

Auf der Baustelle sind die Bagger bereits seit August im Einsatz. Bis jetzt laufe alles sehr gut und nach Plan, sagte Max Härri. «Das hatten wir unter anderem auch dem Wetter zu verdanken.» Auch böse Überraschungen habe es nicht gegeben. Härri freute sich bei seiner Ansprache beim Spatenstich sichtlich: «Jetzt, da es losgeht, fällt mir ein Stein vom Herzen.» Wenn das neue Schulhaus so gut und schön wie auf dem Papier aussehen werde, komme es sicher gut. «Und davon bin ich überzeugt.»

Bauarbeiten dauern bis März 2022

Geplant ist ein zweistöckiger Bau. Der Kindergarten wird im Erdgeschoss des neuen Gebäudes untergebracht sein. Er erhält neben einem Unterrichtsraum auch einen Gruppenraum. Im Obergeschoss findet dann der Unterricht der Primarschüler statt.

Die Aussenfassade soll aus Sichtbeton bestehen, im Innern ist eine akustische Wandverkleidung aus Holz geplant. Die Böden sollen mit Eichenparkett verlegt werden.

Zur Feier des Tages waren nicht nur die Verantwortlichen des Projektes anwesend, sondern auch die späteren Nutzerinnen und Nutzer des Neubaus. Zwei Schulklassen hatten zusammen ein Lied einstudiert. «Euses Schuelhuus esch öbbis schöns, doch langsam bruchts öbbis neus», sangen sie. Bis sie zum ersten Mal in das neue Schulhaus gehen können, wird es noch einen Moment dauern: Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im März 2022 fertig. Coronabedingte Verzögerungen befürchtet Projektleiter Patrick Butscher nicht: «Das könnte höchstens beim Innenausbau passieren, dafür haben wir noch einen Zeitpuffer eingerechnet.»

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