Wildegg

Es wird eine spezielle Aare-Brücke geben – Baubeginn ist 2024

Die projektierte Brücke («Zurlinden») über die Aare in Wildegg (im Hintergrund das Schloss).

Die projektierte Brücke («Zurlinden») über die Aare in Wildegg (im Hintergrund das Schloss).

Das Projekt «Zurlinden» gewinnt den Wettbewerb für den Aare-Übergang in Wildegg. Es basiert auf der Technik des ultrahochfesten Faserbeton.

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gab es zwischen Wildegg und den Gemeinden Auenstein und Veltheim nur eine Fähre. Im Jahr 1870 wurde eine 126 Meter lange Brücke über die Aare eingeweiht. Es gibt sie in ihren Grundzügen noch heute.

«Sie ist eine der ältesten Brücken im Kanton», erklärte Matthias Adelsbach, stellvertretender Kantonsingenieur. Auch wenn sie mehrfach saniert worden ist und 1968 eine Betonfahrbahnplatte mit schmalen Gehsteigen erhalten hat, weist sie heute erhebliche Schäden auf. Sie hat noch eine Restlebensdauer von zehn Jahren.

150-jährige Pfeiler können weiterverwendet werden

Eine Sanierung wurde frühzeitig verworfen. Aber das heisst nicht, dass es zu einem Totalabbruch kommen wird. Im Gegenteil. Die 150-jährigen Pfeiler können weiterverwendet werden. Sie müssen lediglich «ertüchtigt» werden, wie die Experten sagen.

Der Kanton hat fünf Teams einen Studienauftrag erteilt. Gewonnen hat, wie am Montagabend bekannt wurde, das Projekt «Zurlinden» der Fürst Laffranchi Bauingenieure, Aarwangen BE. Es zeichnet sich laut Jurybericht aus durch die Verwendung der «innovativen Technik des ultrahochfesten Faserbetons (UHFB)».

«Eine Pionierleistung für eine Brücke», so die Medienmitteilung. Der Brückenüberbau wird aus vorfabrizierten Elementen zusammengesetzt. Die Bauzeit ist darum mit 15 Monaten vergleichsweise kurz und die Kosten mit 14 Millionen Franken von allen Projekten am günstigsten.

Auf eine Hilfsbrücke kann verzichtet werden, die Verkehrsverbindung muss nur während rund fünf Wochen unterbrochen werden. Die Pfeiler werden «ertüchtigt»und die neuen Widerlager gebaut, so lange die alte Brücke noch steht. Die Auflage des Bauprojektes soll schon 2021 erfolgen. Der Baubeginn ist für 2024 geplant – falls es nicht zu viele Einsprachen gibt.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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