Staufen

Für 8,7 Millionen: Das steuergünstige Staufen will sich eine Doppel-Sporthalle leisten

Im Sommer 2022 soll die neue Doppelsporthalle in Staufen bezugsbereit sein.

Im Sommer 2022 soll die neue Doppelsporthalle in Staufen bezugsbereit sein.

Am 26. August stimmen die Staufener an der Gemeindeversammlung über den Kredit von 8.7 Millionen Franken für den Bau einer Doppelsporthalle ab. Auch über die Belagsanierung und den Ausbau des Knotens Freihof wird entschieden. An der Gemeindeversammlung herrscht erstmals eine Schutzmaskenpflicht.

An der Gemeindeversammlung in Staufen am 26. August gibt es eine Premiere. Es herrscht Schutzmaskenpflicht. Diese würden aber «selbstverständlich vor Ort zur Verfügung gestellt», heisst es in der Einladung zur Versammlung.

Die Durchführung der Gmeind ist für die Staufner wichtig, die langersehnte Doppel-Sporthalle steht auf der Traktandenliste. Diese wird dringend benötigt, denn Staufen wächst und wächst. Ende 2019 hatte die Gemeinde 3881 Einwohnerinnen und Einwohner. 540 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von rund 16 Prozent.

So stark ist Ihre Gemeinde 2019 gewachsen oder geschrumpft:

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In vier Jahren hat Staufen rund 80 Kinder mehr

Dem Wachstum soll nun Rechnung getragen werden. «In Staufen sind zusätzliche Sporthallen nötig, da die vorhandene Turnhalle ausgelastet ist und den künftigen Raumbedarf nicht abzudecken vermag», heisst es in den Unterlagen. Aktuell hat Staufen 10 Primarklassen und vier Kindergartenabteilungen, bis 2023/24 sollen es laut Prognose 13 bis 14 Primarklassen und fünf Kindergartenabteilungen sein. Erwartet wird, dass es rund 80 Kinder mehr gibt. In der jetzigen Halle wäre also schlichtweg nicht genug Platz für die Schülerinnen und Schüler.

Die Doppel-Sporthalle kostet 8,7 Millionen Franken. Realisiert wird das Projekt «Camelidae» des Generalunternehmens Frutiger AG aus Gümlingen BE und der Müller Verdan Architekten aus Zürich. Sie setzten sich beim Gesamtleistungswettbewerb durch.

Geplant ist, dass die Doppel-Sporthalle bei Bedarf durch eine Trennwand geteilt werden kann, zudem soll eine Boulderwand (Kletterwand) entstehen. Für die Schüler stehen vier Umkleide und Duschräume zur Verfügung. Auch eine grosse Garderobe für die Lehrpersonen ist geplant. Nebst einem Zuschau­‑ erbereich, einer kleinen Tribüne mit Blick auf Spielfeld soll unter anderem auch ein Foyer mit einer Teeküche entstehen.

Aufgrund ihrer Ausrüstung eignet sich «Camelidae» nebst dem Schulsport unter anderem auch für Hallenfussball, Volleyball, Badminton und Basketball, wie der Gemeinderat schreibt. «Die Beheizung der Sporthalle erfolgt ökologisch über den Nahwärmeverbund der Holzschnitzelheizung in der Schulanlage. Mit der Nutzung von Regenwasser wird der Wasserverbrauch minimiert», schreibt der Gemeinderat. Geplant ist der Baubeginn im Sommer 2021. Ein Jahr später soll die Halle bezugsbereit sein.

Knoten Freihof muss saniert werden

Neben der neuen Doppel-Sporthalle entscheiden die Staufner an der Gmeind auch über einen Kredit für die Belagssanierung und den Ausbau des Knotens Freihof (Aarauerstrasse/Hauptstrasse beim heutigen Restaurant Staufener Eck).

«Der eingebaute Belag weist ein Alter von mehr als 26 Jahren auf und der Fahrbahnzustand wird als dringend sanierungsbedürftig eingestuft», heisst es in den Unterlagen. Um die Verkehrssicherheit weiterhin aufrechtzu‑ erhalten und eine optimierte Verkehrsführung zu ermöglichen, müsse auch die Lichtsignalanlage erneuert werden. Diese wurde 1990 in Betrieb genommen. Die Kosten des Gesamtprojektes betragen 3,1 Millionen Franken. Der Gemeindeanteil beläuft sich auf 465000 Franken.

Positive Zahlen bei der Rechnung 2019

Ebenfalls zu entscheiden gilt es über die Rechnung 2019, welche für die Gemeinde Staufen (Steuerfuss 76 Prozent) äusserst positiv ausfiel. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 215400 Franken, schliesslich gab es 1,45 Millionen Franken. Die Nettoschuld der Gemeinde konnte zudem in ein Nettovermögen verwandelt werden und weist per 31.12.2019 einen Betrag von 1057335 Franken aus.

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