Schulknatsch

Gemeindeammann von Fahrwangen: «Ausgerechnet die grösste Bezirksschule soll schliessen»

Die Fahrwanger hadern mit dem regierungsrätlichen Entscheid zu den Bezirksschulen im oberen Seetal. Sie tun sich schwer damit, dass sie ab Sommer 2022 auf ihre Bez verzichten müssen.

«Es ist einfach ein absolut unverständlicher Entscheid. Ausgerechnet die grösste der drei Bezirksschulen im Seetal soll schliessen», erklärt Patrick Fischer, Gemeindeammann der Standortgemeinde Fahrwangen und Präsident der Kreisschule.

Die aktuellen Zahlen (Schuljahr 2016/17) zeigen, dass Seon mit Abstand die kleinste der drei Bezirksschulen ist. Zurzeit hat sie nur 72 Schülerinnen und Schüler. In Seengen und in Fahrwangen besuchen 112 junge Leute die Bez – zufälligerweise gleich viele.

Der Kanton verlangt, dass ab Schuljahr 2022/23 jede Bezirksschule mindestens sechs Abteilungen mit jeweils mindestens 18 Schülern haben muss. Eine Klasse sollte nicht grösser als 25 Schüler (Maximalzahl) sein.

Mit drei Bezirksschulen können die Mindestwerte im Seetal nicht eingehalten werden. Weil sich die betroffenen elf Gemeinden nicht auf die Schliessung einer Bez einigen konnten, hat jetzt der Regierungsrat gesagt, wo es langgeht.

Im Kampf um die Rettung ihrer Bez hatten die Fahrwanger nicht nur mit der Grösse ihrer Schule argumentiert. Sie führten auch ins Feld, dass in ihrer Region das Bevölkerungswachstum besonders gross sei. Die vier Gemeinden der Kreisschule Oberes Seetal seien seit 1996 um 34 Prozent gewachsen (Stand Anfang 2017). Und überhaupt sei das Einzugsgebiet der Bezirksschule Fahrwangen mit 8201 Einwohnern grösser als jenes von Seengen (8155) und Seon (6393). (pZ/uhg)

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