Niederlenz
Gemeinderat will das Marin-Haus nicht

Am Montag stimmen die Ortsbürger über den Kauf der Liegenschaft Marin im Schürz 10 ab. Im letzten Herbst stellte die Museumskommission den Antrag, das Geschäft an der kommenden Gmeind zu traktandieren. 35 zu 25 stimmten dafür.

barbara vogt
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Die Liegenschaft Marin am Schürz 10 (vorne) ist mit dem Museum verbunden. ba

Die Liegenschaft Marin am Schürz 10 (vorne) ist mit dem Museum verbunden. ba

Die Liegenschaft Marin und das heutige Dorfmuseum sind zusammengebaut und regelrecht ineinander verschachtelt. Für die Museumskommission Grund genug, um die Liegenschaft Marin zu erwerben. Zwar strebe die Kommission nicht an, das Museum in den nächsten Jahren auf die drei Wohnungen in der Liegenschaft Marin auszudehnen. «Aber mit dem Ankauf könnte eine zukünftige Museumserweiterung sichergestellt und die verworrenen Eigentumsverhältnisse gelöst werden», begründete die Präsidentin der Museumskommission Yvonne Rodel den Antrag an der letzten Gmeind. 1990 erwarb die Ortsbürgergemeinde Niederlenz das «Schurrhaus», das heutige Dorfmuseum.

Die Museumskommission sehe sich auch als «Hüterin» eines Kulturteils im Dorf. «Brauchtümer und viele Gegenstände sind lebendige Zeugen der Vergangenheit, die wir unbedingt erhalten sollten.»

Fremdverschuldung wäre nötig

Zwar versteht der Gemeinderat die Anliegen der Museumskommission, «unser Museum ist eine sehr gute Institution». Trotzdem empfiehlt er, den Kauf der Liegenschaft Marin abzulehnen.

Die Ortsbürgergemeinde soll sich auf «ihre Kerngeschäfte konzentrieren und mehrheitlich nachhaltige Investitionen für das Dorf tätigen», findet er: die Überbauung des Ida Kull-Areals mit Alterswohnungen, der Beitrag an die Einwohnergemeinde für die Überbauung des Sport- und Dorfplatzes. Zudem habe man erst das Kieswerk für mehrere Millionen Franken saniert.

«Für den Kauf der Liegenschaft besitzen wir momentan keine flüssigen Mittel, schreibt der Gemeinderat weiter. «Wir müssten uns fremd- verschulden.»

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