Gemeindezusammenschluss
Seon, Hallwil, Dürrenäsch: Nun kommt Bewegung in die Fusionsgespräche

Die drei Seetaler Gemeinden wollen über den Stand der Arbeiten des Zusammenschlusses informieren. Das hat auch mit der nächsten Gemeindeversammlung zu tun.

Florian Wicki
Drucken
Teilen
Die Informationsveranstaltung findet in Seon statt, der grössten der drei Gemeinden und Initiantin der Fusionsgespräche.

Die Informationsveranstaltung findet in Seon statt, der grössten der drei Gemeinden und Initiantin der Fusionsgespräche.

Chris Iseli

Inzwischen heisst das Projekt «#zämevorwärts – regional verbunden», und vorwärts soll es auch gehen: Die drei Gemeinden Seon (Steuerfuss 108 Prozent, 5196 Einwohner), Dürrenäsch (Steuerfuss 105 Prozent, 1327 Einwohner) und Hallwil (Steuerfuss 127 Prozent, 951 Einwohner) – oder zumindest ihre Gemeinderäte – wollen eine mögliche Fusion vertieft prüfen.

Deshalb laufen schon seit mehreren Monaten verschiedene Abklärungen der drei Gemeinden, wie zum Beispiel die Projektplanung sowie eine Analyse der etwaigen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Projekts. Weiter wird auch geprüft, wie es um etwaige Hilfestellungen des Kantons Aargau steht.

Mögliche Reissleine an der nächsten Gmeind

Dies alles mit dem Ziel, wenn möglich an der nächsten Winter-Gmeind, und sonst spätestens an der darauffolgenden Sommer-Gmeind mit einem Projektierungskredit vor die drei Souveräne zu gelangen. Dann wird erstmals absehbar, was die Bevölkerung der drei Gemeinden von der Fusionsabsicht hält.

Der Hallwiler Gemeinderat verkündete bereits im April: «Stimmt der Souverän einem Projektierungskredit und damit einem offiziellen Projektstart zu, werden verschiedene, noch festzulegende Themenfelder wie zum Beispiel Verwaltung, Behörde, Schule, Raum- und Siedlungsentwicklung, Politik/Demokratie, finanzielle Einschätzung, Zukunftsprognosen untersucht.» Daraus soll eine Machbarkeitsstudie resultieren, auf deren Basis entschieden wird, ob das Projekt weiterverfolgt werden soll. Falls ja, würde der Vertrag für einen Zusammenschluss ausgearbeitet und den Gemeindeversammlungen zur Zustimmung unterbreitet. Falls nein, würde das Projekt wieder beerdigt.

Von sieben sind noch drei dabei

Sprechen sich die Gemeinden für die Unterzeichnung des Vertrags aus, sollen nach offiziellem Zeitplan die Vorbereitungen für die «Einheitsgemeinde» beginnen, wie sie in Hallwil bereits genannt wird.

Am 28. Oktober findet in der Dreifachturnhalle in Seon – die Initiantin der ganzen Gespräche – eine Informationsveranstaltung statt, in welcher die drei Gemeinderäte über den Fortschritt des Projekts informieren. Nicht dabei sind die anderen vier Gemeinden, die auch angefragt wurden, sich aber bereits gegen eine Fusion ausgesprochen haben (AZ vom 22.04): Es sind dies Seengen (Steuerfuss 77 Prozent, 4125 Einwohner), Egliswil (Steuerfuss 105 Prozent, 1488 Einwohner), Schafisheim (Steuerfuss 99 Prozent, 3041 Einwohner) und Staufen (Steuerfuss 76 Prozent, 4068 Einwohner).

Aktuelle Nachrichten