Möriken-Wildegg
Gemüsedatenbank: Seltene Sorten schlummern im Schlosskeller

Das Schloss öffnet seinen Gemüsekeller, damit seltene Sorten nicht in Vergessenheit geraten.

Janine Gloor
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Im Keller spricht Julie von Effinger mit dem heutigen Schlossgärnter über Gemüse.

Im Keller spricht Julie von Effinger mit dem heutigen Schlossgärnter über Gemüse.

Schlossherr Bernhard Effinger war ein grosser Anhänger des barocken Stils. Als er die prunkvollen Gärten von Versailles besuchte, wusste er: «Das will ich auch.» Er fand einen Weg, die Weitläufigkeit der französischen Gärten in die hügelige Umgebung von Schloss Wildegg einzupassen.

Der barocke Garten war stets ein Nutz- und ein Lustgarten, hier wuchsen zahlreiche Sorten Gemüse in Reih und Glied. Viele davon sind im Laufe der Jahre immer seltener angepflanzt worden, heute sind nur noch wenige Sorten bekannt. Dem will Museum Aargau zusammen mit Pro Specie Rara entgegenwirken. Im neu eröffneten Gemüsekeller erfahren die Besucher alles über den Gartenbau von damals und über die vergangene Gemüsevielfalt. Im Schlossgarten selber kann den alten Knollen beim Wachsen zugeschaut werden.